Bad Harzburg: Drei Tage Genusswandern als Start in den Wanderfrühling

Zum Glück gibt’s endlich mal wieder ein bisschen Winter. Doch auch der wird irgendwann vorbei gehen um dem Frühling Platz zu machen. Dann werden die Ski abgeschnallt und die Wanderschuhe angezogen. Passend dazu bietet Bad Harzburg vom 12. bis 14. Mai ,,Drei Tage Genusswandern“ an…

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Freitag, 12. Mai: Von Torfhaus nach Bad Harzburg

Nach der Busfahrt zum Torfhaus  führt die Wanderung in Richtung Schubenstein, vorbei am Skidenkmal, durch das Radautal zurück nach Bad Harzburg. Die Streckenlänge beträgt 13 km und enthält 115 m Anstiege und 620 m Abstiege.

Samstag, 13. Mai: Von Eckertal nach Vienenburg

Fahrt mit dem Bus zum Eckertal. Die Tour führt an der Ecker entlang nach Abbenrode, weiter in Richtung Wiedelah und dann nach Vienenburg. Nach einer Einkehr in Vienenburg erfolgt die Rückfahrt nach Bad Harzburg mit der Bahn. Die Streckenlänge beträgt 12,5 km. Eine leichte Wanderung ohne An- und Abstiege.

Sonntag, 14. Mai: Am Harzrand nach Goslar

Vom Bahnhof Bad Harzburg führt die Route über Bündheimer Schloss, Pferderennbahn, Café Goldberg und Oker nach Goslar. Die Streckenlänge beträgt 12,5 km und enthält jeweils 368 m Anstiege und 347 m Abstiege. Die Rückfahrt nach der Einkehr erfolgt mit der Bahn.

Wanderurlaub oder Tagestrip

der-bahnhof-von-bad-harzburgEin interessantes Angebot für einen kurzen Wanderurlaub im Frühling. Da die Touren aber auch einzeln buchbar sind, können sich auch wanderfreudige Tagesbesucher angesprochen fühlen. Für Letztere dürfte es sehr wichtig sein, dass die Touren direkt am Bahnhof beginnen und zwar erst um 10:00 Uhr. Das ist beispielsweise auch für Interessenten aus Braunschweig oder Hannover mit der Bahn ohne Umstieg mühelos zu schaffen. 

Alle drei Touren inklusive Transfer kosten 20,00 €; die Einzeltouren inklusive Transfer kosten jeweils 7,50 €. Anmeldungen sind über die Tourist-Information, Nordhäuser Str. 4, 38667 Bad Harzburg, Tel. (0 53 22) 7 53 30, oder per E-Mail: info@bad-harzburg.de möglich.

Fotos: 1. Bad Harzburg, 2. peter bachstein

Reformationsjubiläum auch in der Schweiz

Überall wird heftig das 500. Jubiläum der Reformation zelebriert – sogar in der Schweiz, obwohl sie dort zum ersten Mal erst 1519 eingeführt wurde. Zehn Schweizer Orte mit besonderer historischer Beziehung zur Reformation haben ein spannendes Programm kreiert und wie sich das heutzutage gehört, gibt’s auch eine kostenose App bei Google Play und im App Store. Die nennt sich „R-City Guide“ und bietet Nutzern interaktive Rundgänge sowie einen Veranstaltungskalender und Informationen zu den historischen Schauplätzen der Reformation im Land der Eidgenossen.

Hier nun eine kleine Auswahl an interessaten Stationen für eine Reise in die Schweiz in Sachen Reformationsjahr…

Wildhaus (Ostschweiz)

In Wildhaus im Toggenburg ist Huldrych Zwingli 1484 rechtzeitig zu Beginn des neuen Jahres zur Welt gekommen. Das bis heute erhaltene hölzerne Geburtshaus des bedeutendsten Reformators der deutschsprachigen Schweiz ist öffentlich zugänglich und zeigt neben Führungen eine Sonderausstellung, die den Weg Zwinglis aus dem Toggenburg nach Zürich verfolgt.

Zwingli in Zürich

Im Jahre 1519 begann Huldrych Zwingli im Zürcher Grossmünster eine neue Auslegung der Bibel zu predigen, und 1523 beschloss der Zürcher Rat die Reformation. Neben zahlreichen Veranstaltungen startet das Kunstprojekt „Schattenwurf Zwingli“ von Zürich aus. Der Lichtkünstler Gerry Hofstetter wird den Schatten des Zürcher Zwinglidenkmals das ganze Jahr über an Orten projizieren, die für die Reformation von Bedeutung sind. Die Stadtführung „Reformation und Religion“ erzählt von den Anfängen und Auswirkungen der Reformation. 

Genf und Calvin

Genf steht natürlich historisch ganz im Zeichen Jean Calvins.Hier t reibt er die Reformation voran. Doch seine Ausstrahlung reicht weit über diese Stadt hinaus. In England wirkt sein Schüler John Knox; von dort gelangt der Calvinismus nach Nordamerika.

Im heutigen Genf präsentiert das Internationale Museum der Reformation MIR auf anschauliche Art und Weise die Geschichte der Reformation mit ihren wichtigsten Protagonisten. Das Museum befindet sich in der prächtigen Maison Mallet, die im 18. Jahrhundert auf dem Platz des Kreuzgangs von St. Peter errichtet wurde, wo 1536 die Reformation in Genf verabschiedet wurde. Im Jahr 2017 lässt das MIR den Buchdruck Gutenbergs wieder neu aufleben, um die gesamte Bibel neu zu drucken – mit Unterstützung des Publikums, ab Pfingsten (4. Juni) bis zum 500. Jahrestag der Reformation (31. Oktober).

Besucher können bei einem Rundgang durch das historische Zentrum Genfs an zehn Stationen die symbolischen Stätten der Reformation entdecken. Dazu gehört natürlich die Kathedrale St. Pierre als Hochburg der Reformation und die Reformationsmauer vor der alten Stadtmauer im Parc des Bastions. Hier stehen auch die Statuen wichtiger Persönlichkeiten jener Zeit des Umbruchs – Jean Calvin, Guillaume Farel, Théodore de Bèze und John Knox. Infos zu Genf und Reformation gibt’s hier…

Ilanz, Chur (Graubünden)

Von Ilanz (Kirche St. Margarethen) aus hat sich die Reformation ab 1526 in Graubünden verbreitet. Die Gemeinde Ilanz/Glion nutzt das anstehende Reformationsjahr für reich bepackte Veranstaltungsreihen, während es in Chur geführte Stadtrundgänge gibt. Vor allem ein Besuch der Martinskirche lohnt, die größte spätgotische Anlage Graubündens und das größte evangelisch-reformierte Kirchengebäude des Kantons.

Weitere Führungen, Rundgänge, Ausstellungen und Projekte finden in St. Gallen, Lausanne, Basel, Neuenburg und Bern statt und sind abzurufen unter www.ref-500.ch/kalender oder http://reformation-cities.org.

Frisch und handgemacht: Nudeln essen in Dresdens Pastamanufaktur

nudelmanufaktur-dresden-neustadtDas war für den Großstadtwanderer und die geheimnisvolle Besucherin eine echte Nudelüberraschung, als sie auf der Suche nach etwas Essbarem durch die Innere Dresdener Neustadt stiefelten. Doch beinahe hätten sie diese Überraschung gar nicht erlebt, denn zunächst betraten sie ein Lokal mit spanischer Küche. Da aber alle Tische reserviert waren, blieb ihnen nur der Rückzug und die Hoffnung, in einem anderen Restaurant mehr Glück zu haben.

Überraschende Qualität

Die geheimnisvolle Besucherin hatte großen Hunger und daher keine Lust noch lange durch die Gegend zu irren. So zerrte sie den Großstadtwanderer in einen Laden, der auf den ersten Blick wie ein rustikaler Imbiss aussah. In einem relativ kleinen Raum standen vor einer wenig aufregenden Verkaufstheke ein paar wuchtige hölzerne Tische mit passenden Bänken.

Auch eine Speisekarte suchte der auf Restaurants spezialisierte Großstadtwanderer zunächst vergebens. Stattdessen hingen über dem Tresen ein paar Plakate, die wahrscheinlich über das hier übliche Speiseangebot informierten. Für Besucher mit einer spürbaren Seheinschränkung war der Informationsgehalt der Plakate jedoch nahe Null. Erfreulicherweise standen hinterm Tresen freundliche Leute, die verbal und geduldig das erstaunlich große Angebot vorstellten, das überwiegend aus Nudelgerichten aller Art bestand. Ein Nudelimbiss offenbar, der aber erstaunlicherweise sogar einen trockenen Weißburgunder servieren konnte. Das war die erste Überraschung…

Tja, dann kam dieser Antipastiteller und damit die zweite Überraschung, denn alles, was da drauf war, schmeckte zum nicht mehr aufhören, zum immer weiter essen, zum süchtig werden. Das war schon mehr als ein Erlebnis, das war schon fast eine kleine kulinarische Meditation. Eigentlich schon der Höhepunkt für den Häppchenfan.

Nudeln – aber nicht vom Supermarkt

Schließlich diese Ravioli. Dabei mag mancher an die Matschepampe aus der Dose denken. Doch solche Schrecken waren schon beim Anblick vergessen und bereits der erste Bissen machte deutlich, das Ravioli nicht einfach Nudeltaschen mit was drin sein müssen. Die Füllung war eine raffinierte Käse-Kräuter-Komposition und die Umhüllung erzählte dem Kauenden, dass sie noch nie einen Supermarkt von innen gesehen hatte.

Ähnlich angetan war die geheimnisvolle Besucherin von den Spagetti. Sie wisse zwar schon lange, wie al dente geschrieben werde. Nun aber wäre ihr endlich klar geworden, was das geschmacklich zu bedeuten hätte. Das konnte der Großstadtwanderer nur bestätigen, denn wie üblich schaffte sie die Portion natürlich nicht, sodass er auch noch ein wenig davon probieren konnte.

Die Kunst der Nudelmacher

Und das Geheimnis dieser Qualität? Lag u. a. begründet in der Kunst der Nudelmacher. Schließlich waren die Beiden nicht in irgendeinem Imbiss gelandet, sondern im Restaurant einer echten Pastamanufaktur. Da werden die Nudeln natürlich nicht irgendwo gekauft, sondern selber hergestellt und zwar frisch in Handarbeit.

Vom guten Nudelessen besänftigt kam der Großstadtwanderer zu dem Schluss, dass der Gastraum eigentlich gar nicht wie ein Imbiss aussah sondern eher wie eine gemütliche Bauernstube. Außerdem hatte die ungewöhnliche Qualität des Essens die Frage nach dem Ambiente weit in den Hintergrund geschoben. Vielleicht ist das ja auch der Grund für diese betont einfache Einrichtung – der Gast soll sich ganz allein aufs Essen konzentrieren. Das jedoch muss man ihm bei dieser Qualität garnicht erst sagen, das kommt schon beim ersten Bissen ganz von allein.

Wer das auch mal gerne ausprobieren möchte, findet den hier beschriebenen Laden An der Dreikönigskirche 3. Das ist, wie oben schon erwähnt, in der Inneren Dresdener Neustadt. Es gibt aber noch eine zweite Filiale der Pastamanufaktur und zwar am Festspielhaus Hellerau in der Karl Liebknecht Str. 

Ach ja, es gibt doch eine Speisekarte – so im Flyer Format…

Langlauf mit gastronomischen Zutaten im Osterzgebirge

Auch Langläufer bekommen unterwegs bisweilen Hunger und Durst und daher ist es immer zu begrüßen, wenn am Rande der Loipen gastronomische Betriebe genügend Speis und Trank bereit halten. Das grenzüberschreitende Langlaufparadies im Osterzgebirge ist sowohl in dieser Hinsicht wie auch mit Loipen ganz gut versorgt.

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Selbstverständlich ist der berühmte Einkehrschwung gleich nach Ankunft in Altenberg möglich. Doch echte Langlauffans wollen zunächst mal ein paar Kilometer über die weiße Pracht gleiten, die sich aktuell besonders märchenhaft zeigt…

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Wer in diesem Zauberwald Richtung Georgenfelder Hochmoor unterwegs ist, kann glatt das Knurren des Magens überhören…

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lugsteinbaudeDoch dann taucht das Hinweisschild zur Lugsteinbaude auf, die eingebettet in die Schneelandschaft zwischen 11:00 und 16:00 Uhr hungrige Langläufer mit Köstlichem aus Küche und Keller versorgt…

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Manche aber kehren noch nicht ein – vielleicht weil die Baude wieder mal zu voll ist oder weil die lockende Weite der Winterlandschaft sie noch nicht los lassen will…

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Die Loipe geht weiter bis auf die tschechische Seite. Doch von der Grenze ist heutzutage glücklicherweise nichts mehr zu bemerken. Langläufer können also ungebremst ihre endlose Doppelspur ziehen…

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restaurant-krusnohorskHier gibt’s mitten in dieser Welt aus Himmel und Schnee im Restaurant Krusnohorsky auch was Leckeres für den knurrenden Magen. Nein, keine böhmischen Knödel, sonder panierte Hähnchenbrust mit Backkartoffel. Und dazu auch im Winter ein schönes Bierchen…

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Ohne knurrenden Magen und ein klein bisschen träge geht’s wieder auf die Doppelspur und zurück Richtung Altenberg…

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…wo schließlich noch die Abfahrt über die Versöhnungsloipe wartet.

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Anschließend geht’s noch mal hoch zum Restaurant Altes Raupennest, weil der Magen schon wieder anfängt zu knurren…

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Wo Hölderlin spazieren ging: Unterwegs in den Gassen von Tübingen

Tübingen besitzt eine international renommierte Universität, die häufig von Menschen mit Augenerkrankungen besucht wird. Doch die am Neckar gelegene Stadt der viel besungenen Dichter kann auch als attraktives Reiseziel punkten. Für Menschen mit Seheinschränkung sowie anderen Behinderungen werden spezielle Stadtführungen angeboten.

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Tübingen – steinalt und ganz jung

Tübingen ist die jüngste Stadt Deutschlands obwohl sie bereits auf eine mindestens 800jährige Geschichte zurückblicken kann. Der scheinbare Widerspruch erklärt sich aus dem mit etwa 38 Jahren relativ niedrigen Durchschnittsalter der Bevölkerung. Diese besteht zu knapp einem Drittel aus Studenten, die an der altehrwürdigen, 1477 gegründeten Eberhard Karls Universität mehr oder weniger erfolgreich akademischen Weihen entgegen streben.

Universität in der Altstadt

Bei einem Spaziergang durch die Altstadt begegnen Reisende aber nicht nur zahllosen jungen Studenten, sondern auch alten Gebäuden der Universität, die zumindest in Teilen der Bausubstanz noch aus den Tagen ihrer Gründung stammen. Symbolhaft steht dafür natürlich die zwischen 1478 und 1482 erbaute Bursa als historisch erster eigenständiger Standort der Uni. Vorher musste sie sich mit einer Gastrolle in der Stiftskirche begnügen, die ebenfalls zu den Highlights einer historischen Stadttour zählt. Die Bursa in den heutigen Ausmaßen hat übrigens kaum noch Ähnlichkeit mit dem ursprünglichen Bau. Das Wachstum der Uni erforderte Erweiterungen und führte Anfang des 19. Jahrhunderts zu dem Gebäude, in dem heute die Philosophische Fakultät und das Kunsthistorische Institut ihr Zuhause haben.

Tübingen und die Dichter

Wer sich mit der Bursa befasst, in der nach den oben erwähnten Umbauarbeiten das erste Tübinger Klinikum untergebracht war, landet unweigerlich bei berühmten deutschen Dichtern. Das liegt an einem gewissen Friedrich Hölderlin, der hier eher unfreiwillig ein wenig erfreuliches Patientendasein fristen musste. Der Turm des Dichters, in dem er nach seiner Entlassung aus der Klinik bis zu seinem Tod im Jahre 1843 lebte, ist von der Bursa aus fußläufig erreichbar. Schließlich befinden sich beide in der Bursagasse…

Die Begegnung mit weiteren Heroen der Dichtkunst ist beim Flanieren auf dem holprigen Pflaster der Tübinger Altstadt geradezu unausweichlich. So empfängt nahe der Stiftskirche das Antiquariat Heckenhauer, wo Hermann Hesse seine Buchhändlerlehre absolvierte, noch immer die lesefreudige Kundschaft und Besucher, die vom Bahnhof kommen, werden von einem steinernen Ludwig Uhland begrüßt. Die Blumenpracht, deren Zauber in den wärmeren Jahreszeiten das Geländer des Ammenkanals ziert, ehrt allerdings keinen Dichter, sondern einem Mediziner und Botaniker namens Leonhard Fuchs. Dieser lebte im 16. Jahrhundert, war mehrmals Rektor der Tübinger Uni und veröffentlichte seinerzeit einige bahnbrechende Werke zur Pflanzenheilkunde. Nach ihm wurde übrigens eine unserer liebsten Zierblumen benannt – die Fuchsie…

Allein oder mit Guide?

Ein Rundgang durch malerische Gassen und über steile Stiegen der Tübinger Altstadt kann Jeder auf eigene Faust unternehmen oder aber die Dienste erfahrener Guides in Anspruch nehmen. Solche gibt es auch für blinde und sehbehinderte Besuchergruppen. Sie bieten Rundgänge von etwa anderthalb Stunden und gehen dabei auf die besonderen Bedürfnisse von Besuchern mit Seheinschränkung ein. Das bedeutet einerseits, dass die einzelnen Stationen sehr detailliert beschrieben werden – auch in englischer Sprache – und andererseits auch Gelegenheit zum Berühren und Ertasten von Teilen alter Mauern gegeben wird. Natürlich sind keine taktilen Elemente in den Gassen vorhanden – die würden im Kopfsteinpflaster ja auch völlig sinnlos sein. Auch ist der Aufstieg über die 64 Stufen zur Münzgasse etwas krumm und winkelig. Doch unter Leitung der Guides hat die Bewältigung solcher Passagen bisher immer problemlos funktioniert. Die Gruppengröße sollte 25 Personen inklusive Begleitpersonen nicht überschreiten und der Preis pro Gruppe beträgt 85.- Euro. Kontakt mit den Guides, die vom Tübinger Bürger- und Verkehrsverein für die verschiedenen Gruppen von Menschen mit Behinderung zur Verfügung gestellt werden, gibt es unter der Nummer 0 70 71/9 13 613 oder mit diesem Link.

Übrigens gibt es für ganz besonders genusssüchtige Besucher der alten Universitätsstadt sogar die Möglichkeit, einen Rundgang in lateinischer Sprache zu buchen.

Unterkunft:

Es gibt in Tübingen keine speziellen Blinden- und Sehbehindertenhotels wie beispielsweise Aura. Doch erscheinen die meisten Hotels der Stadt für die genannte Personengruppe durchaus geeignet. Beispielsweise das „Domizil“ Tel. 07071/139-0. Hier sind die Routen optisch kontrastreich markiert, die Beschriftung der Bedienknöpfe im Aufzug ist tastbar, was auch auf die Zimmernummern zutrifft. Führhunde können mitgebracht werden und die Speisekarte wird vorgelesen.

Auch die Jugendherberge, Tel. 07071 /23002 ist gut geeignet. So sind die Glastüren mit optisch starken Markierungen versehen. Treppen und Stufen sind sowohl durch Farbe wie taktiler Oberflächenstruktur erkennbar und die Zimmernummern sind tastbar. Die Möbeln in den Zimmern sind ganz ohne scharfe Kanten. Weitere Infos zu Unterkünften können auch über den Bürger- und Verkehrsverein, Tel. 07071/91360 eingeholt werden.

Radioeins und Filmuni Babelsberg präsentieren studentische Filmproduktionen im Hörfunk und online als Stream

Die Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF und Radioeins vom Rundfunk Berlin-Brandenburg starten am kommenden Samstag (21. Januar 2017) das gemeinsame Projekt: „Von 12 bis 12 – Filmuni auf Radioeins“. Dabei gehen Rundfunk und Online-Präsenz des Senders eine innovative Verbindung ein.

Über den Rundfunk präsentiert „Kino King“ Knuit Elstermann in seinem Filmmagazin „12 Uhr mittags“ alle drei bis vier Monate Nachwuchsprojekte der Filmuni. Diese sind dann ebenfalls im High-Noon-Modus am selben Tag von 12.00 Uhr mittags bis 12.00 Uhr Mittags am am Folgetag 24 Stunden exklusiv auf http://www.radioeins.de

im Stream zu sehen. Den Anfang macht am 21. Januar „Das richtige Leben“ von Robert Heber, der auch Studiogast bei Knut Elstermann ist. Sein Film, eine Liebesgeschichte aus einem Dorf an der deutsch-tschechischen Grenze, erzählt von den Herausforderungen, die die Suche nach dem „richtigen Leben“ für junge Erwachsene halt so mit sich bringt.

Das Reisen und der lästige Zoll

Reisen in andere Länder macht Spaß und viele Leute wollen sich von unterwegs auch gern was Schönes mitbringen. Doch Vorsicht, manchmal wird Zoll fällig – auf allen Fälle, wenn man in einem Land außerhalb der EU gewesen ist.

Freier Warenverkehr innerhalb der EU

Innerhalb der EU, die manche Sprücheklopfer gern wieder abschaffen wollen, herrscht weitgehend freier Warenverkehr. Ausgenommen davon sind sogenannte Sonderzonen wie beispielsweise die Kanarischen Inseln. Ansonsten gibt’s bei Produkten für den privaten Verbrauch keine Beschränkungen mit Ausnahme einiger Warengruppen wie Tabak und Alkohol. Bei denen gibt es zwar Obergrenzen, doch die sind so astronomisch hoch, dass sie für Mitbringsel aus dem Urlaub kaum erreichbar sind. Oder möchte Jemand ernsthaft mehr als 10 Liter Schnaps oder 110 Liter Bier aus dem Urlaub in einem anderen EU Land mitbringen? Leute, bei einem 20er Kasten mit 0,5 Liter-Flaschen wären das 10 Kästen. Als Zugreisender weiß ich, dass das nicht geht. Da würde schon der Schaffner wild werden…

Trockenfleisch made in USA kann teuer werden beim Zoll

Nun gut, an solche Errungenschaften wie weitgehend freier Warenverkehr innerhalb der EU haben wir uns gewöhnt und verschwenden eventuell keinen Gedanken daran, dass es auch anders sein kann und zwar wenn man Produkte aus Ländern jenseits der EU-Grenzen mitbringen will. Wer z. B. so genusssüchtig ist und sich das in den USA häufig verwendete Trockenfleisch als Urlaubssouvenir ins Gepäck stopft, hat bei der Einreise nach Deutschland schon ein Problem mit dem Zoll, denn die Einfuhr von Fleisch und einigen anderen Lebensmitteln aus Ländern jenseits der EU-Grenzen ist verboten. Ein reichlich dummes Gesicht machen Reisende auch, wenn sie aus den USA einen Computer mitbringen und der deutsche Zoll bei der Einreise mindestens 130.- Euro kassieren will. Auch beim Einführen gefälschter Markenartikel kann es richtig Ärger geben.

In Sachen Souvenirs ist es also ratsam, sich vor einer Reise darüber zu informieren, was man mitbringen darf und was nicht. Das kann z. B. auf der Zoll-Infoseite geschehen oder mit diesem Artikel von Stiftung Warentest. Und nebenbei die ach so schreckliche EU mal aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Ich kenne noch jene steinzeitlichen Tage, wo man nach einem Urlaub in Spanien an zwei Grenzen Zoll zahlen musste wenn man irgendwelche Souvernirs dabei hatte. Da hielt sich die Freude an solchen Mitbringseln in engen Grenzen – so eng wie die Kleinstaaterei innerhalb Europas…