Jetzt gehts bald ins Neue Jahr

Kommt gut durchs kommende Jahr, egal mit welchem Vehikel ihr unterwegs seid…

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…und wenn ihr ein bisschen Schnee findet, könnt ihr für den Rutsch ins Neue auch die schnellen Bretter unter die Sohlen schnallen.

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Außerdem immer guten Appetit…

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Luther in Leipzig: Veranstaltungen zwischen Kultur und Kulinarik

Das Jahr 2017 steht auch in Leipzig im Zeichen von Luther und dem 500. Reformationsjubiläum. Die Messestadt, in der 1519 die berühmte „Leipziger Disputation“ stattfand, würdigt mit über 100 Veranstaltungen das historische Ereignis. Die Bandbreite reicht von Ausstellungen über Konzerte und Stadtführungen bis zu kulinarische Angeboten.

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Open-Air-Spektakel

Höhepunkt der Feierlichkeiten ist der „Kirchentag auf dem Weg“, der vom 25. bis 28. Mai 2017 unter dem Motto „Leipziger Stadtklang: Musik. Disput. Leben.“ stattfindet. In dessen Rahmen wird auf dem Markt das 70-minütige Open-Air-Spektakel „ZUM LICHT“ aufgeführt. An den Abenden des 26. und 27. Mai zeigt es in einer Mischung aus Musik, Video und Licht-Performance historische Ereignisse im Zusammenhang mit der Leipziger Disputation und spannt den Bogen zu aktuellen Themen. Ein großes Orchester, Chöre, Schauspieler und Tänzer machen die Themen der Inszenierung emotional erlebbar. Ein weiterer Höhepunkt ist am 27. Mai das Festkonzert des Evangelischen Posaunendienstes mit rund 10.000 Blasinstrumenten auf dem Augustusplatz.

Hochkarätige Ausstellungen

Weiterhin präsentieren Leipziger Museen hochkarätige Ausstellungen zum Thema Reformation. So zeigt beispielsweise das GRASSI Museum für Angewandte Kunst bis zum 28. Mai 2017 „Gedanken Raum geben. Künstler gestalten Räume für Besinnung“. Im Museum der bildenden Künste können Kunstinteressierte vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 die Ausstellung „Lucas Cranach und die Motive der Reformation“ besichtigen. Das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig zeigt ab 12. April 2017 die Schau „Luther im Disput. Leipzig und die Folgen“, in der auch originale Luther-Exponate ausgestellt werden.

Futtern wie bei Luthern

Zum Programm des Lutherjahres in Leipzig gehören auch Spaziergänge und Wanderungen. Dazu gehört ein Stadtrundgang „auf Luthers Spuren in Leipzig“ sowie eine längere Tour auf dem Lutherweg in Sachsen. Wer dann nach so viel Kultur mit Wandereinlage ein gar heftiges Knurren des Magens verspürt, kann in „Barthels Hof“ ein opulentes Familienessen wie zu Luthers Zeiten verspeisen.

Weitere Infos zu Luther in Leipzig und den Jubiläumsveranstaltungen sind hier zu finden. Tipps für Leute, die eine Reise nach Leipzig planen, gibt’s u. a. auf dieser Seite der Tourismus GmbH. Über diese Seite werden auch Hinweise zum Themenfeld „Leipzig Barrierefrei“ zur Verfügung gestellt.

Foto: Norbert Hein als Martin Luther am Leipziger Hauptbahnhof (obs/Leipzig Tourismus und Marketing GmbH/Laura Gruner)

Ein erfreuliches Weihnachtsfest euch allen….

…egal ob das gute alte Christkind kommt oder der Bärtige mit dem roten Mantel von Coca Colas Gnaden.

Doch sollte gar der ruppige Ruprecht mit der Rute auftauchen – er wird euch schon nix tun, der will nur spielen.

Genießt also die schönen Geschenke, Warmes und Kaltes auf dem Teller und natürlich auch die edlen Tropfen. Vor allem aber lasst den Stress beiseite und dafür Frieden, Liebe und Harmonie an euren Tischen willkommene Besucher sein – nicht nur zur Weihnachtszeit…

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Packen vor der Reise: Ob mit Liste oder spontan – irgendwas fehlt immer

gepack-zwoWer immer unterwegs ist muss immerzu packen und zwar richtig. Doch was ist richtiges Packen und sind Packlisten oder -zettel dabei hilfreich? Fragen, die ich während eines langen Reiselebens irgendwo vergessen hatte und die mir nun durch die Bloggerparade der Fernwehkinder plötzlich wieder ins Bewusstsein geraten sind…

 

Packen per Zettel oder Verlass auf Routine

Nun, ich habe Reisen mit und ohne Packlisten vorbereitet und in beiden Fällen fehlte am Ende immer irgend etwas. Möglicherweise war es diese Erfahrung die dazu führte, dass ich organisiertes Packen mit Hilfe von Listen immer seltener praktizierte und mich inzwischen mehr auf eine aus langjähriger Erfahrung geborenen Routine verlasse. Dabei haben sich einige Standardprogramme bezogen auf die jeweilige Art der Reise herausgebildet.

Das Handgepäckformat

Für dreitägige Kurztrips mit zwei Übernachtungen reicht das Handgepäckformat. Dafür stehen mir aktuell drei verschiedene Taschen zur Verfügung. Eine davon ist immer fertig gepackt, weil es manchmal verhältnismäßig spontan los geht. Sie enthält eine Hose, zwei Mal Unterwäsche, zwei Hemden, eine Badehose, ein Handtuch und einen kleinen Kulturbeutel. Wenn kältere Temperaturen zu erwarten sind, kann ich operativ auch noch einen Pullover dazu packen. Sogar mein kleines Notebook passt da noch mit hinein. Aber auch hier zeigt sich am Ende, dass ich wieder mal was vergessen habe – z. B. die Socken. Muss ich mir vor Ort eben neue kaufen. Aber das macht nichts und Socken kann man ohnehin immer gebrauchen.

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Möglicherweise meinen jetzt manche Leute, dass dieses Handgepäckformat eher eine männliche Sache sei. Stimmt aber nicht ganz. Zumindest meine Lebens- und Reisegefährtin wendet es auch an denn sie braucht für einen Drei-Tage-Trip in eine spannende Metropole auch nicht gleich den ganzen Kleiderschrank. Übrigens empfiehlt sich das Handgepäckformat auch für Flugreisende, die beispielsweise übers Wochenende mal eben eine kleine Städtereise unternehmen wollen. Da spart man sich den ganzen Aufwand mit dem Koffer, der am Ende doch ein paar Gramm zu schwer ist. Außerdem sind reine Handgepäckflüge oft preiswerter.

Rucksack oder Koffer?

rucksacke-kopieIch persönlich ziehe Rucksäcke vor, denn ich schleppe lieber 50 Kilo als dass ich sie hinter mir her zerre. Die Neigung meiner Gefährtin hingegen gilt eher dem rollenden Koffer. Allerdings sind wir beide bereit, auch das jeweils andere Gepäckstück zu nutzen, wenn es aus irgendwelchen Gründen sinnvoll sein sollte. Das kann beispielsweise sein, wenn wir die Gitarren mitnehmen. Die tragen wir dann auf dem Rücken und in diesem Fall lass ich auch den Koffer rollen. Übrigens hatten wir auch schon mal einen Einkaufsrolli mitgenommen, weil wir das Zelt irgendwo unterbringen mussten. Wir sind nämlich beide aufgrund unserer Sehbehinderung keine Autofahrer und oft sogar ganz einfach zu Fuß unterwegs und da muss so ein Zelt eben auch per Hand durch die Gegend gezerrt werden.

Doch egal ob Rucksack, Koffer oder Sonstwas: Eine Packliste gibst – allerdings schon seit langer Zeit nicht mehr auf Papier, sondern ständig abrufbar aus dem natürlichen Speicher im Kopf. Das funktioniert automatisch und später zeigt sich, dass zwar wie immer wieder eine Kleinigkeit fehlt, aber ansonsten alles Notwendige vorhanden ist. Das betrifft heutzutage vor allem die für den jeweiligen Reiseanlass passende Kleidung. Schlafsack und Matte sowie Kleinstküche vergesse ich auch nicht, wenn eine entsprechende Tour ansteht. Zelt und Zubehör für eine Campingreise schaue ich mir vorher ebenfalls immer sehr genau an, wobei ich auch dafür keine Liste benötige. Früher hatte ich auch immer ein paar Bücher eingepackt, die ich mir manchmal nach einer kleinen Liste zusammenstellte. Heutzutage nutze ich zum Lesen auf Reisen doch lieber einen E-Book-Reader denn er erlaubt mir eine meiner Sehbehinderung angepasste Schriftgröße und ist platzsparender. Außerdem hab ich damit eine größere Auswahl, sodass ich vorher keine Liste abarbeiten muss.

Und Medikamente?

Schmecken nicht, brauch ich nicht, nehm ich nicht mit – es sei denn die jeweilige Reise macht deren Mitnahme erforderlich. Beispielsweise wird selbstverständlich Notfallmedizin eingepackt, wenn es in den Dschungel geht. Aber so was wie Kopfschmerztabletten hab ich ein Leben lang nicht geschluckt und es gibt in dieser Hinsicht keinen Grund zur Veränderung. Wenn bei mir doch mal der Schädel brummt, was aufgrund meiner Sehbehinderung durchaus vorkommt, helf ich mir lieber mit ein paar passenden Yogaübungen, die auch auf Reisen sehr hilfreich sein können. Da meine Gefährtin auch kein Medikamentenfan ist, benötigen wir auch in dieser Hinsicht keinen Packzettel.

Die Ausnahmen von der Regel

Die gibt’s natürlich auch und zwar bei der Vorbereitung auf Reisen, die außerhalb der eingespielten Routine liegen und eher einen Expeditionscharakter haben. Da wird dann schon eine kleine Liste aufgestellt mit Sachen und Gegenständen, die unbedingt mitgenommen werden müssen. Wobei ich in solchen Fällen plötzlich furchtbar pingelig werde, denn ich will keineswegs irgendeine Kleinigkeit vergessen, die sich nachträglich als unverzichtbar herausstellen könnte. Da vollziehe ich den Abgleich des Gepackten mit der Liste durchaus fünf Mal – nach Ansicht meiner Gefährtin etwas übertriebene Vorsicht. May be…

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Fotos: 1. und 4. Vera Schwarz, 2. und 3. peter bachstein

Die „Schöne Ecke“ und ihre höchst wechselvolle Geschichte

alte Schreibmaschiene im Wirtshaus HasenheideImmer wenn der Großstadtwanderer auf seinen Touren durch Berlin im Wirtshaus Hasenheide landet, kommt er sich vor wie auf einer Zeitreise. Auslöser ist die nostalgische Gestaltung des Lokals, zu der auch eine eiserne Schreibmaschine gehört, die schon 1970 Old School war…

Der erste Versuch,

Ein ähnliches Modell stand seinerzeit auch auf dem Schreibtisch des Großstadtwanderers, der diesen Namen in jenen fernen Tagen allerdings noch nicht trug. Stattdessen wurde er „rastloser Ede“ genannt weil er ständig unterwegs war auf dem legendären Westberliner Trampelpfad, jener imaginären Tangente der tausend tollen Kunst- Kultur- und Tratschkneipen im Nachklapp der Achtundsechziger. Hier fand er jede Menge kleine Storys, die ihn zum historisch ersten Versuch der Herausgabe einer „Schönen Ecke“ verleiteten.

Mit Matrize und Spiritusdrucker

historisch-erste-schone-ecke-kopieNun gabs damals noch keine kleinformatigen Computer für die komfortable Erstellung der Manuskripte. Daher musste der Großstadtwanderer zunächst den Text mit Hilfe seiner mechanischen Schreibmaschine auf sogenannte Wachsmatrizen hämmern. Anschließend wurden diese Vorlagen per Spiritusdrucker „abgenudelt“ wie man in jenen fernen Tagen zu sagen pflegte. Dieses auch für mittellose Studenten finanzierbare Verfahren tauge jedoch nur für winzige Auflagen – mehr als 250 Exemplare schafften solche Matrizen nicht, dann waren sie „flachgenudelt“.

Das Aussehen des Schriftbildes solcher Self-Made-Blätter war übrigens auch nicht gerade besonders scharf und die letzten Exemplare vor dem Ableben der Matrize waren schon eine echte Herausforderung für die Augen der Leser. Vielleicht war das ja der Grund für das Ende der ursprünglichen „Schönen Ecke“ nach nur drei Ausgaben. Oder Horst Runkel war schuld, der mit seiner ebenfalls abgenudelten „Kreuzberger Neuen Zeitung“ innerhalb der Trampelpfadszene eine übermächtige Konkurrenz darstellte.

Kreuzberger Neue Zeitung Trampelpfadnotizen

Auferstanden nach Jahrzehnten

Jahrzehntelang schien die „Schöne Ecke“ eine vergessene Episode der Geschichte gewesen zu sein obwohl der Großstadtwanderer dem lesefreudigen Publikum weiterhin jede Menge Reisestorys und sogar zwei Bücher servierte. Doch dann im Jahre 2010 erwachte die lang vergessene „Schöne Ecke“ unerwartet und plötzlich zu neuem Leben und zwar als kleine knackige Reisekolumne in einem Berliner Print-Heftchen namens „NETZWERKEN“. Ging einige Jahre gut, ist aber auch schon wieder Schnee von Gestern, denn der herausgebende „NetzStamm“ hat sich aufs digitale verlegt. Die „Schöne Ecke“ schloss sich diesem Trend an und hat zur Freude des Großstadtwanderers sogar das Ende von blog.de und den Wechsel zu wordpress ganz gut überlebt.

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Schöne Ecke in Print?

So ganz kann sich der Großstadtwanderer jedoch nicht vom Gedruckten verabschieden zumal inzwischen zahlreiche seiner Spaziergeschichten weit verstreut herum geistern. Die schreien regelrecht danach, als gesammelte Werke zu erscheinen – zwar nicht in den Ausmaßen einer Bibliothek, aber immerhin zwischen zwei Buchdeckeln.

Da der Großstadtwanderer wie die meisten Blogger eher ein Self-Made-Typ ist, kann er sich auch vorstellen, ein solches Projekt selbst in die Hand zu nehmen – eventuell mit finanzieller Unterstützung der Crowd. Die drucktechnische Realisierung dürfte heutzutage verglichen mit den Zeiten der ursprünglichen „Schönen Ecke“ ein eher kleines Problem sein. Immerhin gibt’s inzwischen unser göttliches Internet und in demselben finden sich zahlreiche Druckereien wie beispielsweise CEWE-Print mit passenden Angeboten. Jedenfalls wäre es einen Versuch wert und es muss ja nicht gleich eine Millionenauflage sein – tausend Stück würden zunächst auch reichen. Man kann ja nachdrucken lassen…

„We Wait“: Syrisches Flüchtlingsdrama als Virtual-Reality-Film

London: Die BBC bedient sich neuer Technologien, um für das Flüchtlingsthema zu sensibilisieren. Mit dem Virtual-Reality-Film „We Wait“ lenkt das britische Medienunternehmen die Aufmerksamkeit auf die aktuelle Krise. Die animierte Reise einer syrischen Flüchtlingsfamilie nach Europa steht auf der Oculus-Plattform gratis zur Verfügung – bisher allerdings nur in englischer Sprache…

Die VR-Fluchterfahrung basiert auf Interviews mit Migranten und Flüchtlingen, die genau diese schwierige Reise auf sich genommen haben, in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft in Europa. Durch ihre VR-Brille werden Interessierte mit auf das Boot eines Schleppers genommen, um von der Türkei aus nach Griechenland zu gelangen. Die BBC holte sich für die Animationen Unterstützung von Aardman, dem Studio, das u. a. „Wallace & Gromit“ oder „Shaun das Schaf“ animierte.