Bundeswettkampf der Vielseitigkeitsreiter findet auf der Rennbahn von Bad Harzburg statt

Nach dem erfolgreichen Verlauf des internationalen Vielseitigkeitsreitens im vergangenen Jahr bekam Bad Harzburg nun den Zuschlag für die Ausrichtung des Bundeswettkampfs 2016, einer CCI 1* Prüfung, die sich durch eine längere Geländestrecke von den CIC Prüfungen unterscheidet. Freunde des Pferdesports und alle, die Interesse an packenden und hochwertigen Sportveranstaltungen haben, können sich schon jetzt auf diese hochklassige Vielseitigkeitsveranstaltung freuen, die vom 12.-14. August 2016 auf dem Gelände der Rennbahn in Bad Harzburg stattfinden wird. Neben zahlreichen internationalen Einzelreitern, wie in den vergangenen Jahren, werden durch den Bundeswettkampf Mannschaften aller Landesverbände Deutschlands erwartet. Die Harzburger Rennbahn mit ihrer natürlichen Charakteristik erfreut sich übrigens größter Beliebtheit unter den Vielseitigkeitsreitern.

Vielseitigkeitsreiten in bad harzburg

Der Bundeswettkampf ist eine der ältesten Reitsportveranstaltungen in Deutschland. Seine Geschichte lässt sich bis ins Jahr 1924 zurückverfolgen. Damals waren die 20 besten Reitervereine Deutschlands am Start, heute sind es die Mannschaften aus allen Landes- bzw. Provinzialverbänden. Übrigens haben zahlreiche Ikonen des Pferdesports zu Beginn ihrer Karriere am Bundeswettkampf teilgenommen. Da finden sich so illustre Namen wie Dr. Reiner Klimke (erfolgreichster Dressurreiter der Welt) oder der seiner Tochter Ingrid Klimke (u.a. Mannschafts-Olympiasiegerin) Auch Leute wie Hinrich Romeike mit Marius (Doppel-Olympiasieger) und Michael Jung (Olympiasieger, Welt- und Europameister) zählten einst zu den Startern des Bundeswettkampfs. Aus der Region startete erfolgreich in den 90er Jahren Maria Mehrdorf mit ihren Pferden.

Foro:Bad Harzburg

Basel ehrt Erasmus von Rotterdam zum 500. Jubiläum von „Novum Instrumentum“

c-Kunstmuseum-Basel-Martin-P.-Bühler-150x182Im Jahre 1516 ließ Erasmus von Rotterdam die Erstausgabe des griechischen Neuen Testaments (Novum Instrumentum) bei Johann Froben in Basel drucken. Damit legte der große Humanist den Grundstein für Luthers deutsche Bibelübersetzung und für den Beginn der Reformation im Jahre 1517. Das 500-jährige Jubiläum dieses Meilensteins der (Basler) Buchdruckgeschichte ist in der Schweiz Anlass für vier Ausstellungen zum Leben und Werk von     Erasmus. Außerdem gibt’s eine auf Erasmus und die Reformation bezogene Stadtführung in Basel.

Erasmus und Basel

Insgesamt über zehn Jahre hat Erasmus von Rotterdam (um 1466/69–1536) in Basel verbracht und ist auch dort gestorben. Von Basel aus pflegte er Korrespondenzen mit Thomas Morus, den Reformatoren Zwingli, Bucer und Capito und natürlich zu Martin Luther. Als Erster gab Erasmus 1516 das Neue Testament in seinem griechischen Urtext heraus. Er vertrat die Idee, dass jeder Zugang zu biblischen Texten haben sollte, um sie selbst auslegen zu können. Auf seiner griechischen Erstausgabe fußte schließlich Luthers deutsche Übersetzung des Neuen Testaments. Die Stadt Basel war dank ihres liberalen Geistes auch der Ort, von dem aus Erasmus sein Gedankengut durch die lokalen Drucker in alle Welt verbreiten konnte. Öffentliche Führungen zur Reformation in Basel lassen Geschichtsinteressierte die Schauplätze dieser folgenreichen Zeit wiedererleben (Kosten 20 Schweizer Franken pro Person). www.basel.com

20.5.–25.9.2016 „ERASMUS MMXVI“, Historisches Museum Basel

Für die Ausstellung setzt das HMB erstmals auf Virtual und Augmented Reality. Besucher erleben das Ausstellungsprojekt dank neuester Technologien als multimediales Ereignis. „ERASMUS MMXVI“ erstreckt sich mit dem „Urban Erasmus Trail“ über das Museum hinaus in den öffentlichen Stadtraum.

Dafür hat der Medienkünstler Oliver Hangl Audioguide entwickelt, der Einblicke gibt in die wegweisenden Ideen des Erasmus von Rotterdam. Die Besucher bewegen sich mit Smartphone und Stadtplan innerhalb eines fiktiven Bild-/Ton-Plots, der unter Einflechtung von Primärquellen und neuen Text- und Soundproduktionen eine filmische Ebene über die realen Bilder des Basler Stadtraums legt. Startpunkt der 60-minütigen, individuellen Tour ist der Eingang des Museums für Geschichte am Barfüsserplatz. Erforderlich für die Teilnahme ist ein Smartphone sowie der kostenlose Download der dazugehörigen „ERASMUS MMXVI“-App (vorkonfigurierte Leihgeräte sind im Museum für Geschichte verfügbar). Weitere Infos mit diesem Link: www.hmb.ch/erasmus.html

24.6.–12.11.2016 „Erasmus-Ausstellung 2016“, Basler Münster

Ein einzigartiger Kraftort ist das gewaltige Basler Münster. Mit roten Sandsteinmauern und Ziegeln sowie den beiden Türmen prägt das Münster das Stadtbild Basels. Die Krypta, der Chor, das Grab von Erasmus von Rotterdam, die Galluspforte und die beiden Kreuzgänge zeugen von einer bewegten Baugeschichte über mehrere Jahrhunderte hindurch. Die Ausstellung der Universitätsbibliothek Basel konzentriert sich ganz auf den Menschen Erasmus von Rotterdam, den produktiven Gelehrten und den um Ausgleich bemühten Kirchenmann. Siehe auch www.baslermuenster.ch

5.7.–24.9.2016 „Setting Erasmus. Zu Besuch in der Druckerwerkstatt Johannes Frobens“ im Pharmazie-Historisches Museum

1516 druckte Johannes Froben die von Erasmus zusammengestellte griechische Fassung des Neuen Testaments. Das Haus zum Sessel am Totengässlein, wo vor 500 Jahren die Druckerpressen von Johannes Froben standen, wird im Rahmen dieser Sonderausstellung der Basler Papiermühle im Pharmazie-Historischen Museum wieder zur Druckerstätte. Hier der passende Link: www.pharmaziemuseum.ch

10.9.2016–8.1.2017 „Archäologie des Heils. Das Christusbild im 15. und 16. Jahrhundert“ im Kunsthaus Basel

Der Jubiläumsbeitrag des Kunstmuseums beschäftigt sich mit dem Christusbild, das Erasmus und seine Zeit geprägt hat, und mit dessen Wandlungen. Gezeigt wird anhand von Leihgaben und vielen selten ausgestellten eigenen Werken eine Blütenlese aus den diversen Bereichen spätmittelalterlicher und frühneuzeitlicher Frömmigkeit. Und mit www.kunstmuseumbasel.ch gibt’s weitere Infos.

Foto: Kunstmuseum Basel, Martin P. Bühler

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Ernst Holbein d. J.; Bildnis des schreibenden Erasmus von Rotterdam

Zürich: Zum DADA-Jubiläum Gastgeberin der Manifesta

Zürich ist Gastgeberin der elften Ausgabe der durch Europa wandernden Biennale Manifesta. Sie ergänzt vom 11. Juni bis 18. September 2016 die Feier rund um das 100-jährige Dada-Jubiläum um eine zeitgenössische, internationale und visionäre Dimension.

Künstler als Kurator

Anstelle eines Teams wurde erstmals in der Geschichte der Manifesta mit Christian Jankowski ein einzelner Künstler als Kurator ernannt. Unter dem Titel „What People Do For Money: Some Joint Ventures“ werden KünstlerInnen mit VertreterInnen diverser Zürcher Berufssparten zusammengeführt. Eine schwimmende Plattform auf dem Zürichsee, der „Pavillon of Reflections“, bildet den Kern des multimedialen Kunstaustausches. Hier werden die zentralen, filmisch dokumentierten Momente der Entstehung neuer Kunstwerke erlebbar.

Das Konzept von Christian Jankowski

Christian Jankowski, der mit seinen Aktionen als Video- und Konzeptkünstler bekannt wurde, bringt nun KünstlerInnen und Repräsentaten verschiedener Berufsgruppen zusammen. Sein kuratorisches Konzept beruht auf drei Grundsätzen: Kollaborationen, dem Einbinden von Publikumsgruppen jenseits des traditionellen Kunstpublikums, sowie der Reflektion von massenmedialen Formen. Die Produktion von Kunst und deren Präsentation wird in das breitgefächerte Spektrum der Zürcher Arbeitswelt integriert. Und hier spricht Jankowski über die Manifesta. www.youtube.com/watch?v=p8LJ5YCOXfQ

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Christian Jankowski (Foto: Schweiz Tourismus)

Ausstellungsorte der Manifesta 11

Der „Pavillon of Reflections“ – eine schwimmende, multifunktionale Plattform mit riesigem LED-Screen – ist das Herzstück der Medialisierung und der Reflektion aller künstlerischen Neuproduktionen. Tagsüber funktioniert der Pavillon als Badeanstalt und als Begegnungsstätte, abends als Ort der Reflektion der präsentierten Kunstwerke. Gezeigt werden Filme, die den Entstehungsprozess der neuen Kunstwerke begleiten. Die Schlüsselmomente werden von Filmteams der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) festgehalten und von SchülerInnen Zürichs, den „Kunstdetektiven“, begleitet. Weitere wichtige Ausstellungsorte sind das Migros Museum für Gegenwartskunst, die Kunsthalle Zürich, das Helmhaus, der LUMA Westbau und Orte, in denen die jeweiligen Gastgeber ihren Beruf ausüben.

Programmieren mit Java: Kostenloser Online-Kurse auf openHPI

Wer sich Schritt für Schritt die populäre Programmiersprache Java aneignen will, hat dazu Gelegenheit auf openHPI, der interaktiven Bildungsplattform des Potsdamer Hasso-Plattner-Instituts (HPI). Dort beginnt am 2. Mai ein kostenloser Online-Workshop mit dem Titel „Einführung in die Testgetriebene Entwicklung mit JUnit“, der zwei Wochen dauern soll. Die Dozenten des MOOC (Massive Open Online Course) sind die am HPI tätigen wissenschaftlichen Mitarbeiter Ralf Teusner und Thomas Staubitz. Interessenten können sich hier anmelden.

Java ist Basis vieler Web-Anwendungen

Für den letztjährigen Einsteiger-Kurs zu Java hatten sich bereits mehr als 16.000 Online-Lerner angemeldet, worüber Staubitz sich jedoch keineswegs wundert. „Nicht ohne Grund“, so der Informatiker, „wurde Java Anfang dieses Jahres in internationalen Rankings zur am weitesten verbreiteten Programmiersprache gewählt.“ Java sei die Basis vieler bekannter Web-Anwendungen und Grundlage des Computerspiels Minecraft. Auch Apps für Android-Mobiltelefone ließen sich mit Java-Kenntnissen programmieren. Der aktuelle Kurs richte sich an alle, die bereits über Grundkenntnisse der objektorientierten Programmierung in Java verfügen, erklärt der HPI-Experte. Übrigens können der Einsteiger-Kurs sowie der Online-Workshop zur Java Programmierumgebung IDE aus dem Vorjahr auf openHPI im Archivmodus immer noch absolviert werden.

Automatisiertes Testen

Beim aktuellen Kurs steht Teusner zufolge das automatisierte Testen im Mittelpunkt. „Die Kursteilnehmer lernen, wie sie selbst mithilfe des Java-Frameworks JUnit wiederholbare Tests für ihre Programme schreiben können“, erläutert der HPI Experte. Damit werde der Aufwand für das zeitintensive manuelle Testen stark reduziert. „Der Umgang mit JUnit erlaubt den Programmierern, sich mehr auf die tatsächliche Entwicklung der Programme zu konzentrieren“, so Teusner. Auch umfangreiche Änderungen des Quellcodes seien somit unkompliziert überprüfbar.

Neuer kostenloser Kurs auf openHPI
Ein neuer Online-Kurs des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) macht Interessenten fit in der Programmiersprache Java. Dozenten sind die HPI-Informatiker Thomas Staubitz (l.) und Ralf Teusner.

Foro: obs/HPI Hasso-Plattner-Institut/HPI/S. Schweiger

Europatreffen der Fans des VW Bulli in Bad Harzburg

In Bad Harzburg wird es im laufenden Jahr nicht nur zwei Oldtimer- und ein Cabrio-Treffen geben, sondern auch ein Europatreffen der Fans des guten alten VW Bulli.Es findet vom 5. bis 8. Mai auf dem Rennbahngelände im Sportpark statt.

blauer vw bulli

Start ist am Donnerstag, 05. Mai, um 9.00 Uhr. Beim Betrachten der kultigen VW Busse können die Besucher den Klängen von Live-Musik lauschen, die an allen Tagen erklingt. Auch ein Teilemarkt und zahlreiche weitere Unterhaltungspunkte gehören zum Programm. Zudem wird eine Ausfahrt zur Biker Schmiede in Zilly angeboten, in der die ,,Big Mama“, ein Motorrad mit Panzermotor, welches auch im Guinnes Buch der Rekorde steht, besichtigt werden kann. Ein weiterer Höhepunkt am Samstag, wird ab 19.00 Uhr die Party im Festzelt sein.

Der Eintritt kostet an allen Tagen 2,00 €, Kinder bis 12 Jahre zahlen keinen Eintritt. Alle die mit einem Bulli anreisen, zahlen ein Nenngeld von 30,00 € pro Fahrzeug. Weitere Informationen sind unter www.vzschladen.com zu erhalten.

Foto: Bad Harzburg

Konzern lässt sich uralte Tomatenpflanze patentiern

Konzerne lassen sich gern was patentieren auch wenn sie es gar nicht erfunden haben. Besonders beliebt sind in dieser Hinsicht alltägliche Lebensmittel, die anschließend nur noch vom sogenannten Rechteinhaber angebaut, produziert und vermarktet werden dürfen. Aktuell konnte sich das Unternehmen Syngenta beim Europäischen Patentamt die Rechte an einer Tomatensorte sichern, die seit Jahrtausenden in Südamerika wächst. Das darf sie nun aber nicht mehr oder nur mit Erlaubnis des Konzerns, der dafür natürlich entsprechende Lizenzgebühren kassieren will.

Die Patentierung und Monopolisierung von alltäglichen Nahrungspflanzen und Lebensmitteln ist natürlich für die jeweiligen Konzerne ein großartiges Geschäft, für die bisherigen Produzenten und sämtliche Verbraucher allerdings weniger attraktiv. Es wäre daher ganz gut, dieses Tomatenpatent anzufechten und zwar mit Hilfe eines Einspruchs, den das Europäische Patentamt prüfen muss. Wenn nun tausende Bürgerinnen und Bürger den Einspruch mit ihrer Stimme stärken, bestehen sehr gute Chancen, das Patent zu kippen.

Allerdings ist die Zeit knapp. Daher müsste sofort gehandelt werden um ein allgemeines Grundnahrungsmittel aus den Fängen von Syngenta zu befreien. Das Kampagnennetzwerk Campact bittet daher alle Bürger um Unterstützung für diesen Einspruch. Dafür ist es nötig, ein PDF-Formular herunterzuladen um es anschließend ausgefüllt und unterschrieben bis zum 21. April an die darauf genannte Adresse zu schicken. Die sortierten Daten aller Mitstreiterinnen und Mitstreiter bekommt dann der Patentanwalt, der den Einspruch vor dem Europäischen Patentamt vertritt. Und hier ist der Link zum PDF-Formular sowie zu weiteren Informationen…

Gesundheitsschwindel mit gefährlichen Lebensmitteln

In Deutschland sind 90 Prozent jener Lebens- und Genussmittel, die mit wertvollen Vitaminen werben in Wahrheit zu süß, zu fettig, zu salzig oder gar gefährlich. Das zeigt eine aktuelle foodwatch-Studie für die Produkte erfasst wurden, die auf der Vorderseite mit Vitaminversprechen werben.

Mit solchen an die Gesundheit appellierenden Versprechen werden Verbraucherinnen und Verbraucher systematisch in die Irre geführt. Sie glauben daran, ein besonders wertvolles Produkt zu kaufen, bekommen in Wahrheit aber überzuckerte Limos oder dick machende Knabbereien. Solche irreführende Werbung ist vollkommen legal, denn bisher gibt es keine Mindestanforderungen an Lebensmittel, die mit Gesundheitsbotschaften werben dürfen, was die Hersteller natürlich gern ausnutzen.

Eigentlich sollte die EU schon längst Regeln (sogenannte Nährwertprofile) festlegen, um die irreführende Gesundheitswerbung zu verhindern. So steht es in einer EU-Verordnung von 2006 zu „Health Claims“. Doch die Regeln wurden seit sieben Jahren nicht eingeführt. Und ob es jemals dazu kommt, ist offen. Denn auf Druck der Lebensmittellobby sollen die Nährwertprofile nun komplett aus der Verordnung gestrichen werden – über einen entsprechenden Antrag stimmt das Europäische Parlament am morgigen Dienstag ab.

Im Interesse der Gesundheit wäre es gut und richtig, wenn die Abgeordneten diesen Antrag ablehnen und sich stattdessen für das Nährwertmodell der Weltgesundheitsorganisation aussprechen würden. Einen entsprechenden Appell hat foodwatch auf den Weg gebracht. Wer ihn gerne unterzeichnen möchte, hat hier die Gelegenheit dazu.