Störche am Neusiedler See

Störche am Neusiedler SeeAm Neusiedler See haben schon die ersten Störche ihr Saison-Quartier bezogen. Rust scheint ihnen besonders gut zu gefallen…

 

 

 

Es klappert, raschelt und rauscht seit einigen Tagen wieder gewaltig rund um die Dächer der kleinen historischen Stadt Rust am Neusiedler See, denn die Störche sind wieder da. Zumindest die ersten Vertreter ihrer Spezies haben seit wenigen Tagen wieder ihr Sommerquartier auf den Schornsteinen hoch über der Weinstadt am Ufer des größten Steppensees Mitteleuropas bezogen. Und täglich werden es mehr. Seit 16. März begrüßen die Ruster und deren Gäste praktisch jeden Tag die gefiederten Neuankömmlinge.

Störche gehören zum Neusiedler See und speziell zu Rust wie der gute Wein. Im vergangenen Jahr waren beispielsweise in Rust 17 Paare ansässig. Davon haben 16 Brutpaare gleich 34 Jungstörche großgezogen. Offensichtlich bietet der Neusiedler See mit seinem außergewöhnlichen Klima beste Brutbedingungen und eine ideale Sommerheimat für diese eleganten Schreitvögel. Übrigens: Sobald das Nest mit der sogenannten Storchenkamera auch bezogen wurde, kann mit diesem Link den Störchen sogar von zu Hause aus bei Bau und Aufzucht zugesehen werden. Weitere Infos zur Urlaubsregion Neusiedler See gibt’s hier…

Foto: Copyright: Mike Ranz/NTG

Kunstausstellung im Wasserschloss – Bildende Künstler können sich noch bis 31. März bewerben

Vom 24. Juni. – 15. Juli.17 finden die 25. Kunsttage im ostfriesischen Wasserschloss Dornum statt. Wer dort gern dabei sein will um seine Werke der bildenden Kunst auszustellen, kann sich noch bis zum 31. März über die Homepage des Kunst- und Kulturverein Dornum e. V. bewerben. Aufgerufen dazu sind Künstler aus der ganzen Welt in den Bereichen Malerei, Fotografie, Grafik, Bildhauerei, Video u. Lichtkunst . Ziel der Veranstalter ist, neben einer großen Bandbreite. insbesondere ein aktuelles Bild der Gegenwartskunst widerzuspiegeln Umrahmt sind die Kunsttage traditionell von einer Vernissage und einer Finissage mit der Verleihung des Dornumer Kunstpreises.

Harzer Mountain-Bike-Cup: Auftakt Rennen am 22. April in Bad Harzbug

Auch in diesem Jahr werden wieder zahlreiche Mountainbiker in den Harz kommen, um bei der Rennserie des Harzer Mountainbike-Cups um den Titel zu kämpfen. Los geht’s am 22. und 23. April in Bad Harzburg mit dem 9. „Protective“ Bike Marathon.

Start und Ziel ist wie in den Vorjahren auf dem Gelände des Sportparks. Den Sportlern steht eine Runde von etwa 18 km zur Verfügung wobei ungefähr 450 Höhenmeter überwunden werden müssen. Gespickt mit schönen Singeltrails und schnellen, teils technischen Abfahrten kommt jeder Typ von Mountainbiker, vom Einsteiger bis zum ambitionierte Fahrer, auf seine Kosten. Außerdem gibt’s am 22. April ab 14:00 Uhr das beliebte Kid´s race für Teilnehmer zwischen 3 und 14 Jahren.

Weitere Stationen des Harzer Mountain-Bike-Cups sind Braunlage-Hohegeiß (6. Mai), Clausthal Zellerfeld (13.Mai), Biesenrode (18. Juni), Sülzhayn (25. Juni) und Schierke (26. August) Informationen sowie die Ausschreibungsunterlagen finden alle, die gerne dabei sein wollen hier

Ich freu mich …

wir waren alle mal bei blog.de

… sehr, dass hier wieder was los ist, in diesem leider von uns stark vernachlässigten Gruppenblog für alle ehemaligen Blog.de Blogger. Passend zum Frühling sind wir dabei, hier bissl frischen Wind reinzubringen und das soll bitte nicht nur so ne enthusiastische Phase gewesen sein, nein, wir möchten gerne fortsetzen, was am vergangenen Wochenende angefangen hat zart zu sprießen. An dieser Stelle aber erst mal herzlichen Dank an die Blogger, die hier in den vergangenen Monaten immer mal wieder gepostet haben und diesen Blog nicht ganz haben verstauben lassen. Danke! 🙂

Ich habe mir nun Gedanken gemacht, womit ich meinen Teil hier beitragen könnte und tataaa … es ist sogar was bei der ganzen Denkerei rumgekommen, et voila!

  • ich möchte gerne eine Fortsetzungsgeschichte mit Euch schreiben und stelle mir das folgendermaßen vor: ich werde bis spätestens kommenden Samstag den Anfang einer Geschichte geschrieben und hier eingestellt haben (so denn Interesse besteht!)…

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Wandern auf dem Rennsteig – empfehlenswert auch für Aktivurlauber mit Seheinschränkung

Kleiner Spaziergang am RennsteigDer knapp 170 km lange Rennsteig ist einer der bekanntesten Fernwanderwege Deutschlands und verläuft hauptsächlich auf dem Kamm des Thüringer Waldes bis hinein ins Thüringische Schiefergebirge. Viele Wanderfreunde begehen ihn in seiner ganzen Länge, was durchaus zehn Tage dauern kann. Aber auch auf Tagestouren von einem festen Standort aus können Aktivurlauber ein bisschen Rennsteigerfahrung sammeln.

 

 

Die Kondition muss stimmen

Ausgehend von unseren persönlichen Erlebnissen ist der Rennsteig auch für blinde und sehbehinderte Wanderfreunde gut geeignet. Allerdings sollte die Bezeichnung „Barrierefrei“, die für einige seiner Etappen angewandt wird, nicht auf Seheinschränkungen bezogen werden. Sie gilt eher für Rollstuhlfahrer. Blinde Wanderer sollten daher in Begleitung gehen denn es sind keine besonderen taktilen Strukturen auf dem Weg angebracht so dass der Langstock hier nicht viel bringt. Übrigens sind auch Sehbehinderte als Begleiter geeignet, weil der Rennsteig für diese Personengruppe außer einigen Stufen oder auch mal eine Baumwurzel keine nennenswerten Hindernisse bereit hält, wie wir immer wieder feststellen konnten.  Nur die Kondition für das ständige Auf und Ab des Weges, der sich zwischen 400 und 800 Höhenmetern bewegt, muss stimmen – aber das betrifft ja nicht nur Wanderer mit Seheinschränkung, sondern alle Anderen auch.

Oberhof als Standort für Spritztouren

Wer nicht unbedingt gleich den ganzen Rennsteig unter die Sohlen nehmen, sondern sich zunächst mal mit ein paar kleinen Spritztouren in der Umgebung eines festen Urlaubsdomizils begnügen will, findet in Oberhof den fast perfekten Ort für dieses Vorhaben. Selbstverständlich ist die berühmte Wintersportstadt so etwas wie die Perle des Rennsteigs – allerdings ist dieser nicht der einzige interessante Wanderweg, der von hier aus erreichbar ist. So gibt es am sogenannten Stein 16 ein Zusammentreffen mit der Zellaer Leube, über die man in Richtung Veilchenbrunnen nach etwa anderthalb Kilometern zum Schützenberghochmoor kommt. Ein besonders empfehlenswertes Ziel ist auch der berühmte Rennsteiggarten mit rund 4000 Pflanzenarten aus den Gebirgen der ganzen Welt.

AWO SANO Ferienzentrum – familienfreundlich und barrierefrei

Oberhof ist aus unserer Sicht natürlich auch empfehlenswert, weil es hier mit dem AWO SANO Ferienzentrum ein familienfreundliches Unterkunftsangebot gibt, das ausdrücklich auch für blinde und sehbehinderte Reisende sehr gut geeignet ist. Das Haus ohne Drehtür aber mit Aufmerksamkeitsfeld im Eingangsbereich ist taktil, kontrastreich und blendarm gestaltet. Die Aufzüge sind mit Sprachausgabe ausgestattet und die Zimmernummern sind taktil erfassbar. Die wesentlichen Wege sind frei von Hindernissen und an Stellen, wo es Hindernisse gibt, sind diese farblich kontrastiert und taktil gestaltet.

ITB: Hindernisparcours und eine spezielle Präsentation für blinde und sehbehinderte Menschen

Die Wege auf der ITB sind nicht wirklich barrierefrei bezogen auf blinde und sehbehinderte Menschen. Diese wurden jedoch von der Reisebranche längst als Zielgruppe entdeckt wie sich bei einem vom ABSV organisierten Treffen auf der Messe zeigt…

Blick auf das Palais am Funkturm

Nicht gerade barrierefrei

Die Verhältnisse auf dem Gelände und in den Räumen der Berliner Messe können aus der Perspektive blinder und sehbehinderter Besucher nicht gerade als barrierefrei bezeichnet werden. Es existieren offensichtlich weder taktile noch kontrastierende Strukturen und so kann ein Spaziergang durch die heiligen Hallen mit den zahlreichen Ausstellern durchaus zu einem Crashkurs werden wie der Großstadtwanderer aus jahrzehntelanger Erfahrung weiß. Höhepunkt an Kontrastverneinung sind übrigens die Toiletten, deren weißgraues Einerlei die Suche nach den Kack- und Waschschüsseln zu einem echten Irrgartenerlebnis macht. Da stellen auch die Behindertentoiletten keine Ausnahme dar.

Auch die diesjährige ITB glänzt erneut mit kreativer Unwegsamkeit und des Großstadtwanderers rastloser Fuß mäht unterwegs immer wieder Barrieren wie Stühle und Hocker sowie Ständer mit Reiseprospekten darnieder. Am finnischen Stand gar schnappt er sich ein Körbchen, in dem er Infomaterial vermutet, zu seiner positiven Verblüffung aber Schokolade vorfindet. Selbstverständlich gibt er der geheimnisvollen Besucherin ein Bisschen davon ab ehe ihn die protestierenden Rufe der Standbetreuerin darauf aufmerksam machen, dass die Schokolade nicht nur für ihn, sondern für die Allgemeinheit gedacht ist. Brav stellt der Großstadtwanderer das inzwischen fast leere Körbchen wieder auf den Tresen woraufhin die Allgemeinheit in Gestalt eines etwa zehnjährigen Mädchens sich die restlichen Schokostücke schnappt.

am finnischen Stand

Natürlich ist dem Großstadtwanderer klar, dass eine Messe mit gut zehntausend Ausstellern für Menschen ohne Adleraugen immer eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Hindernisparcours haben wird. Allerdings wäre es schön, wenn die Aussteller für diese Besuchergruppe zugängliches Infomaterial bereithalten würden. Audio CDs wären da eine gute Idee, die bislang jedoch erst von wenigen Ausstellern umgesetzt worden ist.

Luthermodus und Weinumtrunk

Auch der vom ABSV organisierte gemeinsame ITB-Besuch von blinden und sehbehinderten Menschen verläuft zunächst nicht ganz barrierefrei weil der Fahrer eines Shuttlebusses die Gruppe nicht übers Messegelände schaukeln will. Erst die spontane Intervention einer Mitarbeiterin der Messeleitung sorgt dafür, dass ein weiterer Shuttle auftaucht, der die Gruppe zur Halle 11 befördert.

Hier gibt’s eine höchst informative Audiopräsentation der Bundesländer Sachsen, Thüringen und Brandenburg, die stark vom Reformationsjubiläum geprägt ist. Aus diesem Grund ist aus Jüterbog kein geringerer als der historische Ablassdealer Tetzel gekommen und Erfurt wurde gar von einer Dame vertreten, die den Namen Luther trägt und die Reihe ihrer Ahnen bis zu einem Bruder des Reformators zurück verfolgen kann. Da ist es echt auffällig, dass die Präsentation von MeckPom ganz ohne Reformationsmodus auskommt und sich auf die bewährten Highlights wie Seenplatte und Ostseestrand konzentriert.

Tetzel aus Jüterbog.JPG

Insgesamt scheinen sich die bei diesem Treffen anwesenden vier Bundesländer intensiv um die barrierefreie Gestaltung ihrer Urlaubsangebote zu bemühen. Erfreulicherweise werden mehr und mehr auch die speziellen Bedürfnisse blinder und sehbehinderter Reisender berücksichtigt, während in der Vergangenheit Barrierefreiheit überwiegend auf den Rollstuhl fokussiert gedacht wurde. So bekommt der Großstadtwanderer am Ende den positiven Eindruck, dass die Vielfalt der Reiseziele sich für blinde und sehbehinderte Menschen immer besser erschließen lässt. Das betrifft Städtereisen etwa nach Erfurt, Jüterbog oder Potsdam ebenso wie Strandurlaub an der Ostsee. Auch Aktivurlaub mit sportlichen und kulturellen Angeboten runden die Palette ab.

Frauenkirche taktilNatürlich geht so eine Präsentation nicht ohne Mitbringsel über die Bühne. Daher bekommt jeder Teilnehmer einen prall gefüllten Beutel mit Infomaterial – etliches in Print, was Blinden nicht so viel bringt. Aber immerhin gibt’s die Broschüre „Brandenburg für Alle“ auch auf CD im PDF-Format und sowohl Thüringer wie Sachsen haben gar DAISY CDs mitgebracht. Außerdem stehen tastbare Abbildungen der Dresdener  Frauenkirche zur Verfügung und zum krönenden Abschluss werden edle Rebensäfte in weiß und rot aus den sächsischen Anbaugebieten für einen kleinen Umtrunk serviert.

Quartier des Bains in Genf: Kunst wo einst Maschinen ratterten

Quartier des BainsWo einst in Fabriken Präzisionsmaschinen hergestellt wurden, wird heute Kunst produziert und präsentiert. Inzwischen ist das Quartier des Bains in Genf ein künstlerischer Hotspot geworden…

 

Galerien in ehemaligen Fabriken

Als der Galerist Pierre-Henri Jaccaud 1994 in das einstige Genfer Arbeiterviertel Quartier des Bains kam gab es hier künstlerisch betrachtet so gut wie nichts. Inzwischen hat sich hier eines der innovativsten Kunstviertel Europas entwickelt. Hier finden Reisende und Besucher in Sachen Kunst und Kultur mit dem MAMCO nicht nur das größte Museum für zeitgenössische Kunst in der Schweiz, sondern auch zahlreiche Galerien wie beispielsweise Jaccauds Skopia.

Das Quartier des Bains liegt im Süden Genfs und beherbergte früher Garagen, Uhrenateliers und Fabriken für Präzisionsmechanik. In den Neunzigerjahren mieteten sich in den stillgelegten Werkstätten junge Galeristen und Künstler ein. Neben Pierre-Henri Jaccaud auch Marc Blondeau, der ehemalige Chef von Sotheby’s France. Er verlegte sogar sein Hauptquartier von Paris ins Quartier des Bains und baute in einer einstigen Fabrik eine avantgardistische Galerie, wie man sie sonst nur im New Yorker Szenequartier Chelsea findet.

Nuit des Bains

Um die Jahrtausendwende kam zeitgenössische Kunst in Mode, immer mehr Leute entdeckten das Quartier des Bains. Pierre-Henri Jaccaud organisierte mit zwei weiteren Galeristen – Pierre Huber und Edward Mitterrand – eine gemeinsame Vernissage: Die Idee für die „Nuit des Bains“ war geboren. Heute zieht die „Bädernacht“ tausende von jungen Leuten an, die durch die Galerien und Museen streifen und danach einen Cocktail in einer der coolen Bars der Rue de l’Ecole-de-Médecine trinken.

Auch das MAMCO, das Musée d’art moderne et contemporain, öffnet regelmäßig abends seine Türen: An den „Nocturnen“ erklären Guides den Kunstinteressierten die Werke. Kurz: das Quartier des Bains ist auferstanden! Und wie: 2015 erfuhr die „New York Times“ von der Renaissance des einstigen Arbeiterviertels und ehrte es in einer großen Reportage. Das Quartier des Bains, befand der Journalist, sei das „little SoHo von Genf“. Pierre-Henri Jaccaud ist zufrieden: „Das Quartier des Bains ist eine Erfolgsgeschichte!“

Foto:Unterwegs im Künstlerviertel Quartier des Bains, Schweiz Tourismus / Lauschsich

 

 

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