Drei Fantastische Langlaufgebiete – gut geeignet auch für Läufer mit Sehbehinderung

Doppelspur im Winterwald

Ski Langlauf ist ein Sport mit hohem Gesundheitspotential und kann auch betrieben und empfohlen werden, wenn die visuellen Möglichkeiten der eigenen Augen nicht gerade riesig sind. Stellt sich die Frage, wo auch diese Langläufer passende Skigebiete finden und wie sie dort hin kommen wenn sie unabhängig von autofahrenden Begleitpersonen reisen wollen…

Hier folgen drei Beispiele aus der durchaus umfangreichen Erfahrungskiste des Großstadtwanderers, empfehlenswert für alle Langlauf Fans, die gern in mittleren Lagen (zwischen 800 und 900 Metern) ihre Doppelspur ziehen wollen.
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Schneeblindheit vorbeugen – Augen beim Wintersport vor UV Strahlung schützen

Langlaufpause c Vera SChwarz - KopieMünchen: Wer ohne die richtige Skibrille in den Winterurlaub fährt, riskiert Schneeblindheit. Diese Verbrennung der Hornhaut wird verursacht durch die Fähigkeit des Schnees, das Sonnenlicht und damit die energiereiche ultraviolette Strahlung viel stärker zu reflektieren als eine Landschaft ohne weiße Pracht. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) rät daher allen Winterurlaubern zu einer gut sitzenden, rundum geschlossenen Skibrille mit UV-Filter… Weiterlesen

La Brévine-Bémont: Langlauf im„Sibirien der Schweiz“

langlaufBeim Theme Wintersport in der Schweiz denken viele Menschen wahrscheinlich zunächst an spektakuläre Abfahrten von schwindelnder Höhe ins tiefe Tal. Doch auch für Langläufer hat das Land zwischen Jura und Alpen interessante Loipen auf Lager. Hier ein kleiner Geheimtipp…

Perfekte Schneequalität

Das auf gut 1000 Meter Höhe gelegene Tal La Brévine-Bémont im Neuenburger Jura nahe der Grenze zu Frankreich wird gern als „Sibirien der Schweiz“ bezeichnet. Das hat natürlich nichts mit der Landschaft zu tun, die keineswegs wie Taiga oder Tundra aussieht, sondern geprägt ist von den sanften Höhen des Jura, die das Tal wettertechnisch völlig abschließen. So kommt es, dass hier im Winter oft zweistellige, bis auf 30 Grad minus zurückgehende Temperaturen herrschen, die den Vergleich offenbar heraufbeschworen haben. Es soll in den Achtzigerjahren sogar mal eine Temperatur von 41 Grad minus gegeben haben

Allerdings kommen solche Tiefpunkt Temperaturen auch nicht jeden Tag vor. Warm anziehen ist im winterlichen Vallée de la Brévine-Bémont aber trotzdemn angesagt, was begeisterte Wintersport-Fans selbstverständlich nicht abschreckt. Schließlich ist diese leicht sibirische Kälte Voraussetzung für die perfekte Schneequalität, die Freunden des nordischen Skilanglaufs ideale Bedingungen für ihren Sport bietet.

Blauer Himmel über weißer Pracht

Weil die 10 Kilometer lange Loipe überwiegend flach verläuft, ist sie auch sehr gut für Einsteiger geeignet. Außerdem strahlt das weite Hochtal eine tiefe Ruhe aus, die dem Gleiten auf schmalen Latten in weißer Pracht einen geradezu meditativen Charakter verleiht. An den kältesten Tagen wird das Tal meist von einem wolkenlosen Himmel gekrönt, dessen tiefes Blau im weißen Schnee magische Schattenspiele hervorruft. Bisweilen scheinen Himmel und Schnee eins zu werden. Damit wird trockene winterliche Kälte zur Voraussetzung für ein ganz besonderes Naturerlebnis. Wer möchte kann sich nach einer solchen Tour durchs Sibirien der Schweiz ein Kältediplom abholen. Das gibt’s in den Restaurants des Tals.

Hilfreiche Links:

Weitere Infos auf deutsch sind auf dieser Seite zu finden oder auch auf der Seite von myswitzerland. Und wer seine Kenntnisse der in dieser Gegend gesprochenen französischen Sprache vor Antritt einer Reise dorthin ausprobieren möchte, kann es hier mal versuchen…

Fällt er in den Graben voller Schnee – kleines Langlaufabenteuer im Skigebiet von Altenberg

Von Vera Schwarz

An einem Samstag Morgen des Jahres 2009 schaute Leon aus dem Fenster und fing laut an zu jubeln. Da es mitten im Winter war, wusste Lia sofort, dass es bestimmt frisch geschneit hatte…

Frischer Schnee im Hof

Nun muss man wissen, dass Leon schon immer ein leidenschaftlicher Skifahrer gewesen war. Lia hingegen hatte bis zum damaligen Zeitpunkt noch nie auf den Brettern gestanden. So hielt sich ihre Euphorie über den neuen Schnee in Grenzen. Leon aber war schon dabei, den Fahrplan zu wälzen. Lia rief er, wollen wir nicht mal nach Altenberg fahren? Dort werden bestimmt gerade die Loipen für die Skilangläufer präpariert. Um Lia davon zu überzeugen hatte Leon seinen Leptop bereits hochgefahren und die Altenberger Web- und Facebook Seite aufgerufen. Natürlich gab es da traumhafte Bilder vom weißen Winterwunderland und Leon hatte selbst noch ein paar stimmungsvolle Fotos aus vergangenen Jahren. Alte Erinnerungen eben…

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Skigeschichten die ich schreiben wollte: 2. Vom Diggercamp zum Wintersportparadies

1. Das Berggeschrey von Altenberg

Immer wenn es Winter wird, steht Altenberg ziemlich weit oben im Programm der sportbegeisterten Welt. Dann kommen Olympiasieger und Weltmeister sowie zahllose Freizeitsportler in dieses Winterparadies im Osterzgebirge und die ehemalige Bergbaustadt wird zum Schauplatz spannender Wettkämpfe der Rodler und Bobpiloten, Biathleten und Langläufer.

Wie im Wilden Westen

Es begann ungefähr so wie im Wilden Westen, nur vierhundert Jahre früher, anno 1440. Wandernde Bergleute schürften in den Bächen und Flüssen der Region nach edlem Metall. Im Gebiet des heutigen Altenberg wurden sie fündig. Zwar wuschen sie kein Gold aus dem Sand der Wasserläufe, dafür aber Zinn. Doch auch das war wertvoll genug, um sofort ein heftiges Berggeschrei auszulösen.

Wie das oft zitierte Lauffeuer verbreitete sich die Kunde vom Zinnfund im Osterzgebirge. Aus allen Ecken und Winkeln Europas kamen sie, die Bergleute und Glücksritter, Abenteurer und Grubenunternehmer um teil zu haben an den Schätzen der Erde auf und um den Geisingsberg. Die Neuankömmlinge errichteten ihre Hütten wo sie gerade Platz fanden und möglicherweise gab es auch Auseinandersetzungen um die besten Claims und Schürfstellen.

Ein typisches Diggercamp muss Altenberg damals gewesen sein – doch die glorreiche wilde Zeit dauerte nur wenige Jahre, denn Grubenunternehmer und Landesherren waren an geordneten Verhältnissen interessiert. Sie verpassten der wilden Siedlung der Zinner im Jahre 1451 das Stadtrecht, was nicht nur besondere Privilegien brachte, sondern auch die Verpflichtung zum Aufbau einer geordneten städtischen Struktur.

Mehr als fünfhundert Jahre blühte der Zinnbergbau im Raum Altenberg. Zahllose Generationen von Bergleuten holten das edle Metall aus dem Inneren des Gebirges und es nahm seinen Weg in die ganze Welt. Der Altenberger Bergbau war ein Globel Player – der Name der kleinen Stadt im Osterzgebirge hatte überall einen ausgezeichneten Klang.

Edles Metall aus Altenberg

Doch dann kam das Jahr 1991 und die Erfolgsgeschichte Altenbergs schien ihr Ende erreicht zu haben. Der Bergbau wurde eingestellt, kein Zinner fuhr mehr in den Bauch von Mutter Erde, um edles Metall ans Tageslicht zu fördern. Aber Altenberg wurde nicht wie zahllose Diggercamps zur Geisterstadt, wo nur noch traurige Legenden von der glorreichen Vergangenheit erzählen. Die kleine Kurstadt im Osterzgebirge ist auch keineswegs in einen tausendjährigen Dornröschenschlaf gefallen, sondern lebendiger denn je.

Und wieder geht es hier um edles Metall. Das aber wird nicht von Bergleuten aus der Erde gegraben, sondern von Sportlern aus der ganzen Welt auf schnellen Brettern und Kufen erkämpft. Neben Gold und Silber ist sogar Zinn mit dabei, denn etwa fünfzehn Prozent der Bronzemedaille bestehen aus jenem Metall, das einst in Altenberg gefördert wurde.

Altenberg

2. Goldrush in Kalifornien

Auch im Wilden Westen gibt es einen weltberühmten Wintersportplatz, der während des kalifornischen Goldrush als Diggercamp begann. Diese wilde Siedlung in der Sierra Nevada hieß damals Hang Town und war das Sammelbecken der Gestrandeten, letzter Ort glückloser Goldsucher, die nirgendwo den großen Klumpen gefunden hatten.

Der Mann aus Telemarken

Unter ihnen war auch ein gewisser Jon Thorsteinson aus dem norwegischen Telemarken, der mit den sogenannten Forty Niners ins kalifornische Gold- und Silberland gekommen war. Er fand zwar keinen müden Nugget, konnte dafür aber sehr gut Ski fahren und wurde daher als winterlicher Postbote eingestellt.

Als solcher schleppte er nicht nur Briefe, sondern auch Rucksäcke voll Gold über die tief verschneiten Pässe der Sierra. Auf seinen schnellen Brettern war er allen Wegelagerern überlegen, die bis zum Bauch in der weißen Pracht versanken. Damit wurde Jon Torsteinson aus Telemarken, den sie an den Feuern der Diggercamps bald nur noch Snowshoe Thomson nannten, ganz ohne Revolver zu einer der legendärsten Gestalten des Wilden Westens und ganz nebenbei zum Begründer des US amerikanischen Skisports.

Das Greenhorn aus Missouri

Snowshoe Thomson brachte aber nicht nur Briefe und Gold nach Draußen, sondern auch Post und sogar diverse Waren hinein ins Goldland. Einmal hatte er auch einen Stapel Drucklettern im Rucksack auf die ein gewisser Samuel Longhorne Clemens sehnlichst wartete denn er wollte eine Goldgräberzeitung herausgeben. Damals kannte kein Mensch dieses Greenhorn aus Missouri. Bald aber sollte er als Mark Twain weltberühmt werden. Zu seiner schriftstellerischen Hinterlassenschaft gehören auch Geschichten aus Hang Town, wo es nach seinen Worten täglich zum Frühstück Messerstechereien und ein paar Leichen gegeben haben soll.

Olympisches Gold

Der Goldrush ging vorbei, die Digger zogen weiter und Hang Town, das inzwischen Plecerville hieß, wurde fast zur Geisterstadt. Doch eines Tages erlebte das vergessene Nest in der Sierra Nevada seine Auferstehung als Wintersportparadies, das 1960 gar mit olympischem Gold gekrönt wurde. Sein Name: Squaw Valley. Irgendwo dort gibt es übrigens ein ganz einfaches Grab mit einem seltsamen Kreuz gebildet von zwei altertümlichen Ski aus Holz. Die letzten von Snow Shoe Thomson…

Von Altenberg zur Beerenhütte: Traumhafte Skitour im Osterzgebirge

Nun ist es doch noch was geworden mit dem Winter im Erzgebirge. Das freut die Fans der schnellen Bretter – und schon heißt es auf nach Altenberg, um im drotigen Loipenparadies ein paar traumhafte Runden zu drehen. Der Einstieg in dieses winterliche Vergnügen beginnt ganz nahe beim Bahnhof der WM Stadt. Ziel dieser Tour ist die Beerenhütte beim Lugsteinhotel…

Ehemaliger Bahnhof von AltenbergDer erste Blick ins Altenberger Winterparadies Weiterlesen

Eine Skitour wie im Wintermärchen

„Immer wenn es schneit, hab ich keine Zeit“, sang vor fünfzig Jahren der olympische Skigott Toni Sailer und dem Großstadtwanderer geht es ebenso. Kaum fallen doch noch ganz unerwartet einige Flocken, schnappt er sich die schnellen Bretter und steigt in den Zug nach Dresden. Dort wartet schon die geheimnisvolle Besucherin und zusammen fahren sie via Haidenau mit der altehrwürdigen Erzgebirgsbahn bis hinauf ins tief verschneite Altenberg…

Endlicvh Schnee in Altenberg Weiterlesen