Albrecht Dürer und die Reformation: Ausstellung in Nürnberg thematisiert ein schwieriges Verhältnis

Modell des Dürerhauses im Dürerhaus zu Nürnberg - KopieDas Reformationsjubiläum gehört zu den heißen Ereignissen des Jahres – auch in der fränkischen Metropole Nürnberg Übrigens hockte seinerzeit ein gewisser Albrecht Dürer im Großen Rat der alten Kaiserstadt, als der folgenschwere Beschluss über Nürnbergs Beitritt zum neuen Glauben gefasst wurde. Das Nürnberger Dürerhaus thematisiert mit der Ausstellung „Neur Geist und Neuer Glaube“ das Verhältnis zwischen dem Künstler und der Reformation… Weiterlesen

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Dichter, Denker und Reformation: Tübingen im Lutherjahr

Das Jahr 2017 zeigt sich kulturell und touristisch voll im Luthermodus. Der alte Reformator scheint omnipräsent zu sein und auch die alte Universitätsstadt Tübingen ist in diesem Zusammenhang ein geschichtsträchtiges Pflaster. Ein geführter Rundgang bietet Einblicke in die spannende religiöse Vergangenheit… Weiterlesen

Reformationsjubiläum auch in der Schweiz

Überall wird heftig das 500. Jubiläum der Reformation zelebriert – sogar in der Schweiz, obwohl sie dort zum ersten Mal erst 1519 eingeführt wurde. Zehn Schweizer Orte mit besonderer historischer Beziehung zur Reformation haben ein spannendes Programm kreiert und wie sich das heutzutage gehört, gibt’s auch eine kostenose App bei Google Play und im App Store. Die nennt sich „R-City Guide“ und bietet Nutzern interaktive Rundgänge sowie einen Veranstaltungskalender und Informationen zu den historischen Schauplätzen der Reformation im Land der Eidgenossen.

Hier nun eine kleine Auswahl an interessaten Stationen für eine Reise in die Schweiz in Sachen Reformationsjahr… Weiterlesen

Filmreportage im Ersten über einen Berliner Muslim, der Sterbende begleitet

Ehrenamtliche Sterbebegleitung? Hussam Khoder (44), der in Berlin aufgewachsen ist, konnte erst gar nichts damit anfangen. Inzwischen aber ist er der erste deutsch-arabische Sterbebegleiter in Berlin. Am Sonntag, den 27. November, also am ersten Advent, gibt’s im Ersten um 17:30 einen Film über ihn.

Ist einer krank, dann kümmert sich die Familie um ihn. Ist jemand sterbenskrank, dann erst recht. So ist das durchaus noch immer übliche Tradition in orientalisch-deutschen Familien und auch völlig okay so. Wer möchte nicht gern im Kreis der Familie seine letzten Tage verbringen? Doch diese Strukturen, die es ja auch mal in deutschen Familien gab, fangen auch in muslimischen Familien an zu bröckeln; Ehen werden geschieden, Frauen und Männer sind berufstätig – wo soll da Zeit für alte und kranke Angehörige bleiben? Ehrenamtliche Sterbebegleitung kann da sehr willkommen sein. Andererseits muss man „ihnen erst einmal die Angst nehmen, dass wir kommen und ihnen den Sterbenden wegnehmen. Dass er in einem Heim einfach verschwindet“, sagen Hussam und seine Kollegin Senay, die er für das Ehrenamt des Lazarus-Hospiz in Berlin-Mitte gewinnen konnte. Fast jeder zwanzigste Patient ist inzwischen muslimischer Herkunft.

Hussam sieht in diesem Ehrenamt die Möglichkeit als gläubiger Mensch etwas Gutes zu tun. Seit gut zwei Jahren begleitet der gebürtige Palästinenser Menschen auf ihrem letzten Weg, egal welcher Herkunft. Aber wird es ihm weiterhin gelingen seinen hektischen Alltag zwischen der Arbeit als Labor-Assistent, alleinerziehendem Vater und Ehrenamt unter einen Hut zu bringen? Hinzu kommt, dass er sich darum kümmert, weitere Ehrenamtliche mit arabischen und türkischen Sprachkenntnissen zu finden. In der eigenen Familie findet er nicht nur Verständnis für sein Engagement.

Die Reportage von Mosjkan Ehrari begleitet Hussam und nimmt die sich verändernden Lebensrealitäten in den muslimischen Gemeinden genau unter die Lupe. Die essentielle Frage stellt sich nicht nur hier sondern kulturübergreifend und keineswegs nur in der Adventszeit: Kann das Ehrenamt ersetzen, was sonst die Familie übernommen hatte?

Auch nach dem Tod weiter leben – als Baum

Das Austricksen des Todes ist bei den großen Religionen ein fester und wesentlicher Programmpunkt. So glauben die Christen an die leibhaftige Auferstehung und die Hindus an die Wiedergeburt in irgendeiner Lebensform – z. B als Pflanze. Letzteres will das spanischen Start-up „Bios Urn“ jetzt verwirklichen. Hierbei geht es jedoch nicht um Glaube und Religion, sondern um High Tech mit Hilfe einer ganz besonderen Urne.

Selbige trägt die Bezeichnung „Bios Incube“ und lässt aus der Asche eines Verstorbenen ein Pflänzchen wachsen. Dazu beherbergt dieser biologisch abbaubare Topf in der oberen Hälfte den Samen eines Baumes und im unteren Bereich die Asche des Verstorbenen, die allmählich durch die Wurzeln des werdenden Baumes durchdrungen wird. Das Hegen und Pflegen übernehmen technische Features und überwacht wird das Gedeihen der Pflanze von Sensoren, die alle erhobenen Daten via Smartphone-App an die Hinterbliebenen übermitteln. So werden diese mit Hilfe eines Algorithmus auch darüber informiert, ob die Pflanze Wasser oder Düngemittel benötigt. Den Entwicklern zufolge hätte der Bios Incube das Zeug dazu die Art und Weise, wie Menschen den Tod empfinden zu verändern. Das Ende des Lebens werde zu einer Rückkehr ins Leben durch die Natur transformiert.

Und überhaupt…

stelle ich mir gerade vor, dass meine Lebensgefährtin diese Methode nach meinem Ableben anwendet. Dann steht eines Tages in ihrem Garten ein Apfelbaum, den sie liebevoll Peter nennt. Ob ihr die Äpfel schmecken werden?

Der olle Herr von Ribbek mit seinem Birnenbau lässt grüßen…

Okay, für Alle, die ihren Liebsten dereinst auch als Baum in Garten haben wollen, gibts hier noch mehr Infos…

Botanischer Garten Berlin expressiv

Welcome United: Fernsehdoku über ein einzigartiges Fußballprojekt des SV Babelsberg 03

Im folgenden geht es mal nicht um Reisen oder Wandern, sondern um Fußball, was ja nicht zwangsläufig zu den Hauptthemen dieser Seite gehört. Weltoffenheit aber auf jeden Fall und daher soll ein einzigartiges Fußballprojekt des Potsdamer Vereins SV Babelsberg 03 hier vorgestellt werden mit dem Hinweis, dass der rbb auch einen Film darüber produziert hat.

Das preisgekrönte Projekt ist eine Fußballmannschaft, die nur aus Flüchtlingen besteht, vor einem Jahr gegründet wurde und „Welcome United“ heißt. Die Begeisterung für den Fußball und die Hoffnung auf ein besseres Leben einen die Spieler, unabhängig von Herkunft und Religion. Mit großem persönlichen Einsatz betreuen die Mitglieder von SV Babelsberg 03 die Flüchtlingsmannschaft. Der Verein stellt Trainingsplatz, Umkleidekabinen und Trikots zur Verfügung und unterstützt die Spieler auch intensiv im täglichen Leben. Das Team wurde in den Verein aufgenommen und unter Überwindung bürokratischer Hürden in den offiziellen DFB-Spielbetrieb eingegliedert. Erster Höhepunkt war das Vorrundenspiel um den Kreispokal gegen USV Potsdam am 2. August,  das Welcome United 03 mit 8:2 nach Verlängerung gewann.

Dieter Brennecke hat für den rbb über das Projekt einen Film produziert. Er begleitet die Anstrengungen des Klubs, transportiert aber auch die dramatischen Schicksale einzelner Flüchtlinge. Sendetermine sind Samstag, 5. September um 19.25 Uhr im Ersten und am 9. September um 22.45 UHR im rbb Fernsehen.