Blindlings ins Abenteuer oder: Vom Versuch, einen Roman zu schreiben

peter mit kaffee - Kopie - KopieSeit Ewigkeiten versuche ich einen Roman über meine unglaublichen Abenteuer zu schreiben. Doch auf der Suche nach dessen Anfang lande ich immer wieder beim Urknall. Er allein ist schließlich schuld daran, dass es mich und diesen beknackten Plan überhaupt gibt sowie meine Unfähigkeit, ihn zielstrebig in ein Buch mit Weltbestseller-Status zu verwandeln. Um mit dem ersten kosmischen Startschuss zu beginnen, bräuchte ich allerdings mehr Zeit, als seit jenem Ereignis vergangen ist. Sie wird ohnehin langsam knapp, was nicht an meinem Lebensalter liegt, sondern an dem voll gepfropften Terminkalender. Momentan muss ich zum Beispiel beim Retten der Welt helfen, einen neuen Lästersong über Weihnachten ausbrüten und die Quelle der Spree suchen, die kaum ein Berliner kennt. Außerdem will die Kleene von nebenan mal wieder massiert werden und der Gerichtsvollzieher hat sich auch für heute angekündigt. Ein guter Freund von mir, der öfter mal vorbeischaut…

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Am Internationalen Tag der Netzhaut kostenlose Aufnahme ins Patientenregister

pro retina logo - KopieAm „internationalen Tag der Netzhaut“ (30.09.2017) öffnet die Patientenorganisation PRO RETINA ihr Patientenregister. An diesem Tag können sich Menschen mit Netzhauterkrankung, unabhängig von einer PROT RETINA-Mitgliedschaft in das Patientenregister aufnehmen lassen. Weiterlesen

Film über einen sehbehinderten Mann, der unbedingt Gastronom werden will

Der Film „Mein Blind Date mit dem Leben“ erzählt die Geschichte eines Mannes, der innerhalb kürzester Zeit seine Sehkraft bis auf einen 5-Prozent-Rest verliert, aber keinen Bock auf die Arbeit in einer Behindertenwerkstatt hat. Stattdessen will er Gastronom werden und verschweigt daher beim Ringen um einen entsprechenden Ausbildungsplatz seine Sehbehinderung… Weiterlesen

Sehen für Blinde im digitalen Zeitalter

Wie hier auf der Schönen Ecke hin und wieder angedeutet wurde, sind iphone & Co im Zusammenspiel mit speziellen Apps für Menschen mit Seheinschränkung sehr brauchbare Helferlein. Hier hab ich nun auf lydias welt einen artikel gefunden, der sich u. a. mit der App „be my eyes“ befasst. Mit Hilfe dieser App werden voll sehende Menschen und Menschen, die blind oder sehbehindert sind, miteinander vernetzt mit dem Ziel, das der sehende Mensch via Internet dem blinden oder sehbehinderten Menschen quasi seine Augen zur Lösung kurzfristiger Probleme zur Verfügung stellt.

Für Reisende mit Seheinschränkung kann das beispielsweise das Lesen eines Fahrplans sein. Dagegen kann eingewandt werden, dass es dafür doch als ebenfalls hilfreiche App den Abfahrtsmonitor gibt. Das ist richtig – doch der läuft nicht in jedem Land und es gibt auch blinde oder ehbehinderte User, die den nicht besonders mögen. Für solche ist auf Reisen be my eyes eine prima Alternative und im Alltag sowieso, wie in folgendem Artikel von Lydia beschrieben wird…

Lydia's Welt

Auf dem Foto halte ich mein Smartphone in der Hand.
die Kamera ist in Richtung meiner Bluse gerichtet.

Ich bin mächtig aufgeregt. Heute habe ich einen Termin mit einer Redakteurin, die über meine Arbeit berichten wird. Das Outfit dafür habe ich gestern zusammen mit einer Freundin ausgesucht und griffbereit auf einen Bügel gehängt. Also alles palletti. Wenn nicht diese blöde Milchtüte umgefallen wäre. So was passiert nur heute, und nur weil ich mich bereits angezogen hatte. Was mache ich jetzt? Es ist keiner in meiner Nähe, den ich fragen kann ob die Kleidung sauber geblieben ist. Und viel Zeit bleibt mir nicht mehr.

Stopp, heute ist das kein Grund zur Panik. Dafür gibt es , Link, be my eyes, https://appsto.re/de/NN-81.i . eine Möglichkeit mir per Videotelefonie sehende Hilfe zu holen. Die entsprechende App habe ich schon lange auf meinem IPhone und bin somit angemeldet.
Und so sieht der Eingangsbildschirm aus…

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Packen vor der Reise: Ob mit Liste oder spontan – irgendwas fehlt immer

gepack-zwoWer immer unterwegs ist muss immerzu packen und zwar richtig. Doch was ist richtiges Packen und sind Packlisten oder -zettel dabei hilfreich? Fragen, die ich während eines langen Reiselebens irgendwo vergessen hatte und die mir nun durch die Bloggerparade der Fernwehkinder plötzlich wieder ins Bewusstsein geraten sind…

 

Packen per Zettel oder Verlass auf Routine

Nun, ich habe Reisen mit und ohne Packlisten vorbereitet und in beiden Fällen fehlte am Ende immer irgend etwas. Möglicherweise war es diese Erfahrung die dazu führte, dass ich organisiertes Packen mit Hilfe von Listen immer seltener praktizierte und mich inzwischen mehr auf eine aus langjähriger Erfahrung geborenen Routine verlasse. Dabei haben sich einige Standardprogramme bezogen auf die jeweilige Art der Reise herausgebildet. Weiterlesen

Aktion „Blinde gehen baden“ – die blinde Berliner Malerin Silja Korn war mit dabei

Am 14. September wurde hier auf die politische Aktion „Blinde gehen baden“ hingewiesen. Mit dieser wollten blinde und sehbehinderte Menschen bildhaft darauf hinweisen, dass die Teilhabe der Betroffenen am gesellschaftlichen Leben durch das neue Bundesteilhabegesetz quasi baden gehen könnte. Nun hat die blinde Berliner Malerin Silja Korn und Teilnehmerin der Aktion uns mit dem unten stehenden kurzen Bericht ihre Eindrücke geschildert.

Als ich von dieser Aktion „Blinde gehen baden“ erfuhr, war für mich gleich klar, dass ich daran auf jeden Fall teilnehmen muss und werde; ohne wenn oder aber! Aufgerufen dazu hatte der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV). Anlass war der Beginn des parlamentarischen Verfahrens für das Bundesteilhabegesetz, das am 22. September. 2016 in erster Lesung im Deutschen Bundestag beraten wurde.

Am Mittwochvormittag,  den 21. September 2016 sind dann mit mir noch weitere 30 blinde und sehbehinderte Menschen mit ihren Begleitern in die Spree gestiegen. Direkt gegenüber vom Reichstagsgebäude hatten wir unseren Protest gegen das Bundesteilhabegesetz zum Ausdruck gebracht. Gelbe Badekappen mit drei schwarzen Punkten und ein großes Schild mit der Aufschrift „Teilhabe“ hat die Botschaft von uns schwimmenden Demonstranten unterstrichen (Der vollständige Text vom Schild lautet: Die Teilhabe blinder und sehbehinderter Menschen darf einfach nicht mit dem neuen Gesetz untergehen.)

Für diese Aktion wurde der Schiffsverkehr eine halbe Stunde lang
unterbrochen. Vom Spreeufer aus wurden wir von ungefähr 100 Unterstützern begleitet. Die Presse war zahlreich erschienen, was mich sehr froh stimmt. Die Aktion hat sich auf jeden Fall gelohnt!

 

Silja Korn