Albrecht Dürer und die Reformation: Ausstellung in Nürnberg thematisiert ein schwieriges Verhältnis

Modell des Dürerhauses im Dürerhaus zu Nürnberg - KopieDas Reformationsjubiläum gehört zu den heißen Ereignissen des Jahres – auch in der fränkischen Metropole Nürnberg Übrigens hockte seinerzeit ein gewisser Albrecht Dürer im Großen Rat der alten Kaiserstadt, als der folgenschwere Beschluss über Nürnbergs Beitritt zum neuen Glauben gefasst wurde. Das Nürnberger Dürerhaus thematisiert mit der Ausstellung „Neur Geist und Neuer Glaube“ das Verhältnis zwischen dem Künstler und der Reformation… Weiterlesen

Hundertwasser-Bahnhof Uelzen: Begehbares Kunstwerk in der Welt des Reisens

Bahnhof UelzenImmer wenn der Großstadtwanderer zwischen Hamburg und Hannover pendeln muss, fährt er wenn es die Zeit erlaubt, gern mit dem Metronom. Dieser weiß-blau-gelbe Doppelstockzug mit dem strengen Alkoholverbot ist allerdings viel langsamer unterwegs als ein ICE und bringt die Reisenden zunächst nur bis Uelzen. Für den Großstadtwanderer ist das der entscheidende Grund wür die Wahl dieses Zuges denn er ist ein absoluter Fan des Uelzener Hundertwasser-Bahnhofs… Weiterlesen

Die Kunst des Runden: Hans-Arp-Ausstellung im Kröller-Müller Museum Arnheim

Hans Arp war einer der bedeutendsten Künstler der europäischen Moderne. Insbesondere das Runde stand im Zentrum seines Schaffens. Eine Kunstausstellung im niederländischen Arnheim zeigt zum ersten Mal die Vielschichtigkeit seines Gesamtwerkes zwischen Bildender Kunst und Lyrik… Weiterlesen

Kunstausstellung im Wasserschloss – Bildende Künstler können sich noch bis 31. März bewerben

Vom 24. Juni. – 15. Juli.17 finden die 25. Kunsttage im ostfriesischen Wasserschloss Dornum statt. Wer dort gern dabei sein will um seine Werke der bildenden Kunst auszustellen, kann sich noch bis zum 31. März über die Homepage des Kunst- und Kulturverein Dornum e. V. bewerben. Aufgerufen dazu sind Künstler aus der ganzen Welt in den Bereichen Malerei, Fotografie, Grafik, Bildhauerei, Video u. Lichtkunst . Ziel der Veranstalter ist, neben einer großen Bandbreite. insbesondere ein aktuelles Bild der Gegenwartskunst widerzuspiegeln Umrahmt sind die Kunsttage traditionell von einer Vernissage und einer Finissage mit der Verleihung des Dornumer Kunstpreises.

Quartier des Bains in Genf: Kunst wo einst Maschinen ratterten

Quartier des BainsWo einst in Fabriken Präzisionsmaschinen hergestellt wurden, wird heute Kunst produziert und präsentiert. Inzwischen ist das Quartier des Bains in Genf ein künstlerischer Hotspot geworden…

 

Galerien in ehemaligen Fabriken

Als der Galerist Pierre-Henri Jaccaud 1994 in das einstige Genfer Arbeiterviertel Quartier des Bains kam gab es hier künstlerisch betrachtet so gut wie nichts. Inzwischen hat sich hier eines der innovativsten Kunstviertel Europas entwickelt. Hier finden Reisende und Besucher in Sachen Kunst und Kultur mit dem MAMCO nicht nur das größte Museum für zeitgenössische Kunst in der Schweiz, sondern auch zahlreiche Galerien wie beispielsweise Jaccauds Skopia.

Das Quartier des Bains liegt im Süden Genfs und beherbergte früher Garagen, Uhrenateliers und Fabriken für Präzisionsmechanik. In den Neunzigerjahren mieteten sich in den stillgelegten Werkstätten junge Galeristen und Künstler ein. Neben Pierre-Henri Jaccaud auch Marc Blondeau, der ehemalige Chef von Sotheby’s France. Er verlegte sogar sein Hauptquartier von Paris ins Quartier des Bains und baute in einer einstigen Fabrik eine avantgardistische Galerie, wie man sie sonst nur im New Yorker Szenequartier Chelsea findet.

Nuit des Bains

Um die Jahrtausendwende kam zeitgenössische Kunst in Mode, immer mehr Leute entdeckten das Quartier des Bains. Pierre-Henri Jaccaud organisierte mit zwei weiteren Galeristen – Pierre Huber und Edward Mitterrand – eine gemeinsame Vernissage: Die Idee für die „Nuit des Bains“ war geboren. Heute zieht die „Bädernacht“ tausende von jungen Leuten an, die durch die Galerien und Museen streifen und danach einen Cocktail in einer der coolen Bars der Rue de l’Ecole-de-Médecine trinken.

Auch das MAMCO, das Musée d’art moderne et contemporain, öffnet regelmäßig abends seine Türen: An den „Nocturnen“ erklären Guides den Kunstinteressierten die Werke. Kurz: das Quartier des Bains ist auferstanden! Und wie: 2015 erfuhr die „New York Times“ von der Renaissance des einstigen Arbeiterviertels und ehrte es in einer großen Reportage. Das Quartier des Bains, befand der Journalist, sei das „little SoHo von Genf“. Pierre-Henri Jaccaud ist zufrieden: „Das Quartier des Bains ist eine Erfolgsgeschichte!“

Foto:Unterwegs im Künstlerviertel Quartier des Bains, Schweiz Tourismus / Lauschsich

 

 

t

Groninger Museum präsentiert Maarten Baas als Einzelausstellung

Verbrannte Klassiker und Möbel aus KneteSeit dem 18. Februar präsentiert das Groninger Museum die erste große Einzelausstellung des gefeierten niederländischen Designers Maarten Baas. Unter dem Titel „Hide & Seek, Maarten Baas“ werden viele jener Entwürfe gezeigt, mit denen Baas Weltruhm erlangte, darunter die Serien „Smoke“ und „Clay“. Aber auch mit aktuellen Entwürfen und Videopremieren kann das Museum auftrumpfen. Die Ausstellung ist bis 24. September zu sehen.

Kunst, Design oder Beides?

Baas‘ Arbeiten sind angesiedelt in den Weiten des Grenzgebietes zwischen Kunst und Design und werden vom Museum als „konzeptuell, humorvoll, rebellisch und theatralisch“ bezeichnen. Sein Studium schloss Maarten Baas (Jahrgang 1978) 2002 an der namhaften Design Academy in Eindhoven mit der Serie „Smoke“ ab. Dafür zündete er Designklassiker an und überzog sie mit transparentem Epoxidharz, wodurch sie wieder brauchbar wurden. „Clay“ ist eine von Hand mit synthetischer Modelliermasse verkleidete Möbelreihe. Das Mendini Restaurant im Groninger Museum wurde vollständig mit den Unikaten dieser „Clay“-Serie eingerichtet. Typisch für Baas ist auch das bemerkenswerte Projekt Real Time (2009): Eine Uhr, in der ein Mann im blauen Overall jede Minute malt und wieder wegwischt. Baas verbindet hier Theater, Kunst, Film und Design.

Neue Arbeiten

Hide & Seek, Maarten Baas“ zeigt auch aktuelle Arbeiten wie „Tree Trunk Chair“, „Carapace“ und „Close Parity“. Überdies gibt es eine Vorschau auf sein neuestes Projekt „May I have your attention, please?“, eine Kooperation zwischen Maarten Baas und Lensvelt für die Mailänder Designmesse im April 2017. Und erstmals zu sehen ist das acht Videos umfassende Hide & Seek.

Zum Groninger Museum

Das Groninger Museum ist das bedeutendste seiner Art im Norden der Niederlande. Es ist extrovertiert sowie farbenfroh und beherbergt eine vielseitige Sammlung mit Kunst, Design und Mode von der Steinzeit bis zur Gegenwart. Für zahlreiche Kulturreisende sind nicht nur die verschiedenen Ausstellungen, sondern die im Pavillonstil gestalteten Museumsgebäude selbst ein Highlight. Sie wurden in den Neunzigerjahren nach Entwürfen errichtet, die u. a. vom italienischen Designer und Architekten Alessandro Mendini stammen und erstrecken sich von allen Seiten gut sichtbar auf einer Insel im Groninger Verbindungskanal. Mendini, der übrigens als Vater des postmodernen Design gilt, legte immer Wert auf Kooperationen. So arbeitete er auch bezüglich des Groninger Museums mit weiteren Architekten und Designern wie etwa Coop Himmelb(l)au zusammen.

Foto: Ventialotren: Groninger Museum / presseportal.de

Basel und die Picasso Bilder

Die Bewohner von Basel scheinen eine intensive Beziehung zur Kunst und insbesondere zu Picasso zu haben. Vor 50 Jahren gingen sie mit der Parole „All you need is Pablo“ für zwei Bilder des großen Spaniers sogar auf die Straße…

Kampf um Picassos Bilder

Damals war die Basler Kunstwelt voll in Aufruhr. Die zwei Picasso-Bilder „Die beiden Brüder“ und „Sitzender Harlekin“ hingen als Leihgabe des Kunstsammlers Rudolf Staehlin im Baseler Kunstmuseum. Weil Staehlins Familie plötzlich keine Kohle mehr hatte, sollten die Bilder ins Ausland verkauft werden. Darauf formierte sich der Widerstand junger Basler. Sie bewegten das Basler Stimmvolk dazu, mehr als sechs Millionen Franken für den Kauf der beiden Picasso-Bilder aufzuwenden. Picasso selbst war über die Liebesbekundung der Bewohner von Basel so bewegt, dass er der Schweizer Stadt am Rhein gleich drei weitere Gemälde und eine Zeichnung schenkte. Die phantastischen Bilder des großen Spaniers hängen auch heute noch im Kunstmuseum Basel und zwar im zweiten Stock des Hauptgebäudes. Dazu gesellten sich im Laufe der Zeit auch weitere Vertreter der klassischen Moderne wie etwa Henri Matisse Joan Miró oder Paul Klee.

Überall in Basel Kunstwerke

Übrigens muss man in Basel nicht unbedingt in eines der zahlreichen Museen gehen um Kunst zu genießen. Stattdessen bietet sich auch ein schöner Kunstspaziergang an denn in der Rheinstadt können Besucher an allen Ecken und Enden Kunstwerke entdecken. Picasso ist übrigens auch dabei. Dazu gibt’s insbesondere für Reisende und Kultururlauber mit „Kunst in der Stadt“ sogar eine kleine Broschüre – auch als PDF, die 25 dieser frei zugänglichen Objekte beschreibt.