Zwischen Altaigebirge und Wüste Gobi: MDR bringt fünfteilige Reisereportage von Thomas Junker

Mehr als 16.000 Kilometer hat der Journalist und Filmemacher Thomas Junker für seine neue fünfteilige Reisereportage „ Tschai, Pelmeni und Nomaden“ zurückgelegt. Seine Reise führt Thomas Junker diesmal durch Kasachstan, das russische Altaigebirge und die Mongolei. Er nimmt die Zuschauer mit in moderne Großstädte, entlegene Hochgebirge, endlose Wüsten, Öl- und Gasimperien, einen Weltraumbahnhof und die boomende Wirtschaftsregion zwischen Almaty in Kasachstan und Ulaanbaatar, der Hauptstadt der Mongolei.

Menschenleere Wüsten und moderne Millionenstädte

Gewaltige Steppen, noch größere Kornkammern aber auch das nach wie vor verseuchte Atomtestgebiet der ehemaligen UdSSR: Kasachstan boomt dank Öl- und Gasvorkommen wie kein anderes Land der ehemaligen Sowjetunion. Sichtbarstes Beispiel dafür ist die neue Hauptstadt Astana, die in den letzten 25 Jahren von Dorfgröße zu einer Millionenstadt mit einer imposanten und architektonisch anspruchsvollen Skyline herangewachsen ist.

Das russische Altaigebirge südlich von Novosibirsk und Gorno-Altaysk ist dagegen ein eher ruhiges Gebiet. Hier lebt ein Seefahrer mit einem Viermaster. Allerdings nicht am Wasser, sondern an Land. Nur eine von vielen scheinbaren Kuriositäten. Das Altaigebirge – eines der entlegensten Hochgebirge der Welt – ist Russland pur, jedoch anders, als Reisende es in Moskau und St. Petersburg kennen lernen können.

Die Mongolei vermittelt Besuchern oft den Eindruck, nicht mehr in dieser Welt zu sein. In der grandiosen Wüste Gobi, in der außer Nomaden mit all ihren Traditionen und kulturellen Bräuchen niemand lebt, betragen die Entfernungen selbst zwischen kleinen Dörfern oft mehr als 400 Kilometer. Doch auf der anderen Seite entwickelt sich die Mongolei zu einem modernen Rohstofflieferanten. An der Grenze zum benachbarten China sind in den letzten Jahren riesige Bergbaugebiete entstanden, die einzig und allein das „Gelbe Reich“ beliefern.

Geschichten und Porträts

Thomas Junker versteht sich als Geschichtensammler. So ist „Tschai, Pelmeni und Nomaden“ vor allem ein Porträt der Menschen, denen er auf seiner Reise begegnet. Bereits am heutigen Donnerstag, den 12. November wird Thomas Junker bei „MDR um 4“ zu erleben sein und als Gast zum Kaffee bei Moderatorin Anja Koebel Platz nehmen. Anhand von zahlreichen Filmausschnitten soll es um besonders beeindruckende und prägende Erlebnisse seiner jüngsten Reise gehen, die auch den privaten Thomas Junker zeigen.

PICT0018„Tschai, Pelmeni und Nomaden“ eine fünfteiligen Reisereportage aus Kasachstan, Russland und der Mongolei, gibt es vom 16. bis 19. und am 21. November, jeweils 19.50 Uhr im MDR FERNSEHEN. Einen Eindruck des Reiseprojekts vermittelt ein Clip, der hier abrufbar ist

Berlin – Stadt der Füchse: rbb produziert Doku über unsere wilden Nachbarn

Er schleicht um das Brandenburger Tor, springt über S-Bahn-Gleise und wohnt sogar am Bundeskanzleramt ohne dass die Security ihn schnappt. Kein Zweifel – dieser schlaue Fuchs hat Berlin erobert und ist bei Sonnenaufgang in Adlershof, mittags in Mitte oder nachts in Zehlendorf unterwegs – also rund um die Uhr. Als Big City Fuchs ist er wie die meisten Berliner ständig auf Wohnungssuche und lebt im Gestrüpp von Patchworkfamilien. An Hektik und Lärm der Metropole hat er sich längst gewöhnt.

Fuchs Doku mit Beteiligung des Publikums

Im Frühjahr dieses Jahres hat der rbb mit dem Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung das Fuchsbeobachtungsprojekt „Füchse in der Stadt“ gestartet. Über 1.400 Menschen aus Berlin und Brandenburg haben ihre Erlebnisse per Foto oder Video eingesandt. Die schönsten Fuchs-Geschichten der Zuschauer und ein erstes Resümee der Wissenschaftler werden in der Sendung „Füchse in der Stadt“ präsentiert. Außerdem stellt Moderator Sascha Hingst den Tag eines solchen Big City Fuchses vor, der mit etwa 1600 weiteren seiner Zunft all überall in Berlin zu Hause ist. Und es werden immer mehr…

Besuch im Fuchsstimmenarchiv

Sascha Hingst begibt sich selbst auf die Suche nach dem Großstadtfuchs. Er entdeckt Fuchsbaue an ungewöhnlichen Orten, besucht das größte Fuchsstimmenarchiv im Berliner Naturkundemuseum und trifft Prominente wie Schauspielerin Uta Schorn, Handball-Nationaltorwart Silvio Heinevetter vom Bundesligaverein Füchse Berlin und Liedermacher Reinhard Mey. Zudem gibt es seltene Aufnahmen von Rotfüchsen aus den Berliner Nachkriegsjahren zu sehen.

Das Fuchsbeobachtungsprogramm „Füchse in der Stadt“ wird auch in den nächsten Monaten fortgesetzt. Die Wissenschaftler vom Leibniz-Institut bleiben dem Fuchs auf der Spur und die Zuschauer können sich weiterhin an dem Projekt beteiligen. Information gibt es unter www.rbb-online.de/fuechse.

Die Sendung gibt’s am Fr 27. November ab 20:15 im rbb Fernsehen