Weihnachtsmarkt in den Weinkellern von Traben-Trabach

Jetzt geht es langsam wieder los mit den beliebten Weihnachtsmärkten. Die meisten finden auf Straßen und Plätzen statt. Oder auch im Keller, wie in Traben-Trarbach an der Mosel, wo sich das bunte Treiben unterm Tannenbaum etwas abgewandelt „Mosel-Wein-Nachts-Markt nennt.

Weihnachten und Wein

Weihnachten ohne Wein ist in der um 830 erstmals erwähnten Moselstadt natürlich nicht möglich. Zum Glück geht es dabei nicht nur um die gekochte Variante sondern um edle Tropfen aus den zahlreichen Weinkellern der Weingüter und Hotels. Da passt es doch sehr gut, dass dieser weinselige „Wein-Nachts-Markt“ gleich in diesen alten unterirdischen Quartieren stattfindet. Platz ist genug vorhanden, denn der größte Teil des Stadtzentrums ist unterkellert. So werden auf insgesamt 3000 Quadratmetern Fläche regionale wie internationale Aussteller an über 100 Ständen Kunsthandwerk, Schmuck oder Design anbieten und vor allem natürlich Speis und Trank, wobei der Wein bestimmt im Vordergrund steht.

Weihnachtliche Stadtbesichtigung

Die Bevölkerung ist bei der Organisation und Gestaltung des Mosel-Wein-Nachts-Marktes übrigens aktiv mit dabei. Manche Leute sind z. B. als lebende Infosäulen anzutreffen. Sie dienen als Wegeleitung für Besucher und können individuelle Hintergrundinformationen servieren. Zum Programm des Marktes gehören außerdem thematische Führungen durch die unter- und überirdische Architektur der Stadt. Besonders interessant ist beispielsweise die Jugendstilarchitektur von Bruno Möhring, der hier nicht nur einige Wohnhäuser und Villen, sondern auch ein ausgewachsenes Brückentor hinterließ. Nach so einer Besichtigungstour geht’s wieder hinunter in die weihnachtlichen Weinkeller um vielleicht einen trockenen Riesling zu probieren, der natürlich nicht nur zur Weihnachtszeit, sondern auch im neuen Jahr ein willkommener Tropfen ist. Na, dann mal Prost…

Mosel-Wein-Nachts-Markt Traben-Trarbach 2016

Öffnungszeiten

25. November – 18. Dezember 2016

Freitag bis Sonntag: 11:00-21:00 Uhr

22. Dezember – 3. Januar 2017

täglich: 11:00-21:00 Uhr

bis auf

24.-25. Dezember 2016: geschlossen

31. Dezember 2016: 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Freitag, 25. November: 18.00 Uhr: Große Eröffnungsveranstaltung

Panettone, Pasta und Merlot: Genussreise ins Tessin

Edle Tropfen aus der Cantina-Sociale_Mendrisio-©Ticino-TurismoDas Tessin im Süden der Schweiz gehört zu den sagenumwobenen Genussregionen Europas. In den dortigen Küchen, Kellern und geheimnisvollen Grotti werden seit Urzeiten einzigartige Köstlichkeiten kreiert, die für Magen und Gaumen ein kulinarisches Erlebnis der besonderen Art versprechen und auch halten. Es lohnt sich also auf jeden Fall, eine Genussreise in den sonnigen Schweizer Süden zu unternehmen und die dortigen Leckerbissen wie Salami, Schinken, Panettone, oder frische Pasta zu genießen, wobei der Wein des Ticino, wie die Gegend auf Italienisch heißt, natürlich nicht fehlen darf. Serviert werden neben allerlei Gaumenfreuden auch jede Menge Infos über Herstellung, Tradition und Geschichte von Speis und Trank der Region.

Der Wein des Tessin – Trauben ernten und edle Tropfen degustieren

Weinfreunde denken bezüglich des Tessin natürlich sofort an den weltberühmten und von der Sonne des Südens verwöhnten Merlot. Hier im Tessin ist seine Heimat, hier hängen seine Trauben an 90 Prozent der Weinstöcke und hier können Genießer in gut 40 Weinkellereien diesen besonderen Tropfen probieren. Dazu gibt’s auch eine fundierte Einführung in die Geheimnisse der Weinproduktion und -kultur. Weitere Infos dazu können hier abgerufen werden.

Wer nicht nur vom edlen Wein kosten, sondern auch mal ein Bisschen was über seinen Werdegang erfahren möchte, kann während einer solchen Erlebnisreise im Mendrisiotto und im Basso Ceresio einen Tag lang bei der Vendemmia – der Weinernte – mithelfen. Natürlich gibt’s bei diesem Einstieg ins Winzerhandwerk auch die verdiente Erholung und ein gemeinsamen Mittagessen mit weiteren Tessiner Spezialitäten. Hier klicken um näheres darüber zu erfahren.

Salami- und Rohschinken-Produktion hautnah miterleben

Seinen köstlichen Geschmack verdankt die „Salame dei Castelli di Bellinzona“ dem Reifeprozess im Kellergewölbe der Burg Montebello. Hier herrscht das perfekte Klima zur Lagerung der berühmten Tessiner Spezialität. Charcutiers (Schlachter) führen Besucher in die Kunst der traditionellen Salami-Bindung ein, eines der ältesten Tessiner Handwerke. Eine Burgführung mit Informationen zur Geschichte des von der UNESCO im Jahr 2000 zum Weltkulturerbe erklärten Ortes sowie ein Aperitif mit lokalen Weinen, Salami, Speck und rohem Schinken runden das kulinarische Erlebnis ab. Als Erinnerung erhalten alle Teilnehmer nach vollendeter Reifung die selbst gebundene Salami nach Hause gesandt.

Auch wer lieber den traditionellen Rohschinken entdecken möchte, kann sich auf eine ebenso schmackhafte Genussreise begeben. Auf der Alpe Piora erhalten die Gäste Einblicke in die Produktion des berühmten Piora-Schinkens. Nach der Fahrt mit der steilen Ritom-Standseilbahn in das Naturschutzgebiet Parco Alpino Piora im nördlichen Tessin geht es auf dem Naturlehrpfad entlang des Ritomsees direkt zu den Kellern. Hier reifen die Tessiner Rohschinken in der reinen Bergluft und verfeinern mehr und mehr ihren Geschmack. Nach der Führung werden die Besucher zum Aperitif eingeladen, bei dem zur Prosciutto-Verkostung der passende Tessiner Wein degustiert wird. Infos hier: www.ticinella.com

Pasta e Pesto fatto in casa – frische Pasta hausgemacht

Pasta ist in der Tessiner Küche wie in Italien in sämtlichen Formen erhältlich. Ob Spaghetti, Maccheroni, Fusilli oder frische Gnocchi – wer einmal selbstgemachte Pasta gegessen hat, weiß sie zu schätzen, denn hausgemachte Frischprodukte schmecken einfach intensiver. Noch das richtige Pesto dazu, und schon ist jedes Pastagericht ein purer Genuss. Der Feinkostladen „Pasta e Pesto“ in Lugano bietet Kochkurse an für alle, die das Handwerk der Pasta-Herstellung mal ausprobieren oder gar für Zuhause erlernen möchten. Und nach getaner Arbeit werden die selbstgemachten feinen Kreationen natürlich mit der entsprechenden Weinbegleitung gemeinsam verspeist. www.pastaepesto.com

 Das Geheimnis des Panettone

Okay, Weihnachten steht noch nicht direkt vor der Tür, aber wenn man etwas später im Jahr eine Genussreise ins Tessin unternimmt, wird man merken, dass es dort in der feierlichen Jahreszeit nicht ohne Panettone geht. Das ist einfach eine uralte regionale Tradition wie in anderen Gegenden der Stollen. Außerdem wird die süße Nachspeise inzwischen das ganze Jahr über hergestellt und angeboten, was sich ja bezüglich des Stollens auch bereits andeutet. Die Panettone besteht traditionell aus Weizensauerteig und wird in speziellen Papiermanschetten gebacken, wodurch der Kuchen eine Kuppelgestalt bekommt. Der Weihnachtskuchen enthält meistens kandierte Früchte und Rosinen.

Die Bäckerei und Konditorei Poncini im Valle Maggia hat sich unter anderem auf die Produktion von Panettone spezialisiert. Wer sich für die Herstellung der Tessiner Süßspeise interessiert, der kann an einem geführten kostenlosen Rundgang bei Poncini teilnehmen und dabei fleißig naschen. www.panetteria-poncini.ch

Tessiner Grotti – charmante Rustici an lauschigen Plätzen

Und dann noch diese geheimnisvollen Tessiner Grott! Nirgendwo lässt sich das kulinarische Tecino besser erleben als in einem dieser ganz besonderen Restaurants. Weil sich diese Traditionslokale meist an abgelegenen und schattigen Orten befinden, ist die Temperatur das ganze Jahr über konstant kühl. An Tischen und Bänken aus Granit und unter Jahrhunderte alten Laubbäumen servieren die Gastgeber nur einheimische Produkte und Gerichte wie Würste und Käse, Risotto, Minestrone oder Polenta aus dem Kupfertopf. Aus dem klassischen Boccalino oder dem Tazzino trinkt man die typische Gazzosa (Limonade) und selbstverständlich die einheimischen Weine.

Foto: Ticino Turismo

Radebeul bei Dresden: Treppenlauf zum Spitzhaus

Diesmal ist der Großstadtwanderer zusammen mit der geheimnisvollen Besucherin nach Radebeul bei Dresden gefahren – aber nicht, um Old Shatterhand oder den Alten vom Tann in der Villa Bärenfett zu besuchen. Auch das sehenswerte Zeitreise Museum mit seiner alle möglichen Gebiete des Alltags umfassenden DDR-Sammlung steht ausnahmsweise mal nicht im Vordergrund. Nein, diesmal ist Treppensteigen angesagt – allerdings nicht in irgendeinem imposanten Gebäude, sondern unter freiem Himmel am Goldenen Wagen vorbei Richtung Spitzhaus.

Treppenaufsteig am Goldenen Wagen vorbeiTreppauf Richtung Spitzhaus

Selbiges thront weit oben über einem denkmalgeschützten Weinberg der Lößnitz und lockt mit den entsprechenden Getränken sowie köstlichen Speisen. Grund genug für den Großstadtwanderer und die geheimnisvolle Besucherin, die 397 Stufen des historischen Aufstiegs mal eben unter die Sohlen zu nehmen. Ist übrigens eine weltberühmte Treppe, denn hier findet alljährlich der härteste Treppenlauf der Welt statt. Dabei müssen die Sportler innerhalb von 24 Stunden hundert Mal hoch und runter traben.

Nicht die Gebäude sondern lediglich die Treppe ließ ein gewisser August, genannt der Starke errichten. Er wollte nämlich mit dem starken Ausblick, den man von oben hat, vor seinen Besuchern ein bisschen angeben. Zum selber Hochlaufen war er aber nicht stark genug – dafür hatte er Sänftenträger. In den Besitz des Spitzhauses kam der alte August übrigens durch die von ihm zuerst vernaschte und dann eingesperrte Gräfin Cosel, die es vorher von irgendeinem Gönner geschenkt bekam.

Blick über die WeinbergeDer Ausblick von Oben über das Elbtal bis nach Dresden ist allerdings wirklich stark und für heutige Besucher ein triftiger Grund, die geringen Strapazen des Aufstiegs ganz ohne Sänftenträger und gut gelaunt zu genießen. Dazu lockt natürlich auch die Küche des Spitzhauses, die so leckere Sachen wie Schweinefilet unter Senfkruste zubereitet. Und für alle, die nach dem Erklimmen der 397 Stufen statt Wein erst mal was gegen den Durst brauchen, gibts natürlich auch ein schwarzes Bergbier. Die geheimnisvolle Besucherin verschmäht zunächst beides und verlang auf der Stelle erst mal einen Humpen klares Wasser…

Spitzhaus

Ach ja: All Jene, die nicht ganz so genusssüchtig sind oder im Gegensatz zu den Protagonisten dieser kleinen Story über die notwendigen Adleraugen verfügen, finden natürlich auch einen Weg zum Spitzhaus, der mit dem Auto befahren werden kann.