EU-Forschungsprojekt zur altersabhängigen Makuladegeneration: Änderung des Lebensstils kann vor Erblindung schützen

Berlin, 6. August 2019 – Eine rechtzeitige Lebensstiländerung kann Menschen mit hohem Risiko, an altersabhängiger Makuladegeneration (AMD) zu erkranken, bis ins fortgeschrittene Alter vor dem Verlust des Sehvermögens schützen. Das ist ein zentrales Zwischenergebnis des europäischen Forschungsprojekts EYE-RISK. Wer besonders gefährdet ist, wie das individuelle Risikoprofil ermittelt wird und welche drei Lebensstil-Faktoren bei der Prävention entscheidend sind, erläuterten Experten auf einer Pressekonferenz der PRO RETINA Deutschland e.V, die am 6 August in Berlin stattfand.

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Wandern im Wald macht Spaß und ist gesund

Fingerhut im Wald beim Oybin c peter bachstein - KopieDer Winter geht, der Frühling kommt und der Wald ruft. Die ersten Wanderer schnüren schon bald ihre Schuhe und schnappen sich den Rucksack um hinaus zu ziehen ins Grüne. Das sorgt für positives Feeling sowie gute Laune und fördert obendrein die Gesundheit…

Wald statt Apotheke

Wandern im Wald hat viele positive Aspekte. Man atmet frische saubere Luft, kann Tiere beobachten und wilde Pflanzen bewundern. Man kann es auch sportlich betrachten und ganze Marathonstrecken zurücklegen oder unter einem grünen Blätterdach faulenzen um vor sich hin zu träumen. Ein großartiges Feeling in jedem Fall und die gesundheitliche Wirkung kommt fast unbemerkt auf leisen Sohlen – ganz ohne Pülverchen und Pille – ganz ohne Arzt oder Apotheker. Weiterlesen

Netzhaut News für die Hosentasche als Podcast für Smartphone

Menschen mit Sehproblemen, die auf einen Defekt in der Netzhaut (Retina) zurück­zufüh­ren sind, suchen ständig nach aktuellen Informationen zu möglichen Therapieansätzen für diese bislang weitgehend unheilbaren Erkrankungen. Aus diesem Grund gibt es seit einigen Jahren als kostenlosen Newsletter die PRO RETINA News mit aktuellen Nachrichten aus den Bereichen Forschung und Therapie. Dieser Newsletter steht neuerdings auch als Podcast für das Smartphone zur Verfügung. Weiterlesen

Den medizinischen Alltag im Fokus: 5. Begegnung der Patientenorganisation PRO RETINA

Am 14. Oktober findet die 5. Kölner Begegnung der Patientenorganisation PRO RETINA statt, die sich diesmal mit dem Thema Versorgungsforschung bezogen auf Menschen mit Erkrankungen der Netzhaut befasst. Die Veranstaltung soll ein Forum sein für den Austausch zwischen Patienten, Politikern, Krankenkassen, Wissenschaftlern und Ärzten. Weiterlesen

Therapeutische Wirkung von Akupunktur bei Netzhauterkrankungen noch nicht genügend erforscht

Menschen, die an erblichen Netzhauterkrankungen wie etwa Retinitis Pigmentosa oder Zapfen Stäbchen Dystropie leiden, wird mitunter angeboten, die Erkrankung mittels Akupunktur zu behandeln. Als Begründung wird meist angeführt, dass Akupunktur zur Verbesserung der okulären Durchblutung führt. Aus diesem Grund wandten sich viele Betroffene an die Patientenorganisation PRO RETINA mit der Frage, ob eine solche Behandlung sinnvoll sei. Daher hat sich der Arbeitskreis Klinische Fragen (AKF) der PRO RETINA mit dieser Problematik beschäftigt und die veröffentlichte Literatur dahingehend geprüft, ob klinische Studien zur Wirksamkeit von Akupunktur bei den oben genannten Erkrankungen vorliegen bzw. veröffentlicht wurden.

Pilotstudie zur Wirksamkeit von Elektroakupunktur

Allzu viele Forschungsergebnisse scheinen zu diesem Punkt bislang noch nicht vor zu liegen, vor allem gibt es offenbar keine klinischen Studien. Der oben genannte Arbeitskreis konnte im wesentlichen nur eine Pilotstudie finden, die sich mit der Wirksamkeit von Elektroakupunktur bei Retinitis Pigmentosa befasste. Dafür wurden 12 Patienten entsprechend behandelt und vorher sowie nachher mit verschiedenen Tests untersucht. Wie die Autoren der Studie berdegenerationichten, sollen 6 der 12 Patienten gewisse Verbesserungen bei der Wahrnehmung vor allem in der Dunkelheit erlebt haben, die über die anzunehmenden Messschwankungen hinaus gegangen sein sollen. Außerdem sollen sich bei jeweils einem Patienten Änderungen von Sehschärfe und Gesichtsfeld gezeigt haben. Allerdings ist die Aussagefähigkeit dieser Studie nicht optimal, da es keine Kontrollgruppe gab, die mit Scheinakupunktur behandelt wurde.

Weitere Studien abwarten

Darüber hinaus soll es bei Veröffentlichungen bislang nur Patientenbefragungen geben oder vorläufige Hinweise aus Tierversuchen. Aus Sicht des Arbeitskreises Klinische Fragen können diese jedoch nicht als Wirksamkeitsnachweis betrachtet werden. Auch könnten bislang mögliche Schäden bei der Anwendung dieser Akupunktur beim Menschen nicht ausgeschlossen werden. Interessante Ansätze seien aber dabei. Der Arbeitskreis kommt daher zu dem Schluss, dass eine Akupunkturbehandlung bei den genannten Netzhauterkrankungen nicht ohne Weiteres empfohlen werden kann und in jedem Fall noch weitere Studien abgewartet werden müssen.