Ostern in der Schweiz: Archaische Bräuche und bunte Frühlingsfeste

Hier ein paar kleine Reisetipps für alle, die um Ostern gern mal in die Schweiz fahren wollen. Da ist allerhand los – z. B. veranstalten die Klageweiber von Romont ihre archaisch anmutende Prozession und in Bischofszell wird mit den bunt geschmückten Osterbrunnen die warme Jahreszeit begrüßt… Weiterlesen

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Frühlingswandern im Tessin, dem südlichsten Kanton der Schweiz

Panorama Lago Maggiore (c) Ticino Turismo Christof Sonderegger KopieNoch ist Winter in der alpinen Schweiz. Doch im Tessin beginnt schon bald der Frühling. Hier ist das Klima mediterran geprägt und die milden Temperaturen sorgen im südlichsten Kanton der Eidgenossenschaft dafür, dass ab Februar ein buntes Blütenmeer zu leuchten beginnt. Der betörende Duft von Mimosensträuchern, das Farbenspiel von Kamelien, Magnolien, Azaleen, Pfingstrosen und Rhododendren, gepflegte Palmengärten und herrliche Ausblicke auf den tiefblauen Lago Maggiore und den Lago di Lugano – das erwartet Naturliebhaber bei einer Frühlingswanderung im Tessin oder Ticino, wie es hier in der italinisch sprachigen Schweiz auch heißt… Weiterlesen

Fahrradurlaub in der Schweiz: Neue Broschüre informiert über passende Unterkünfte

Fahrradurlaub in der Schweiz mag zunächst etwas ungewöhnlich klingen denn die meisten Menschen haben die Eidgenossenschaft in erster Linie als Reiseziel für Wintersportler und Bergsteiger im Fokus. Tatsächlich aber bietet die kleine Alpenrepublik exzellente Bedingungen nicht nur für Mountainbiker, sondern für Alle, die im Urlaub gern mal in die Pedalen treten wollen. Spezielle Unterkünfte für Radler gibt’s auch…

Bike-Hotel „Le Petit Relais“ in Saanenmöser, Berner Oberland. © Schweiz Tourismus, Fotograf Christof Schuerpf Weiterlesen

Im Herbst auf die Gipfel der Schweizer Alpen – zu Fuß oder per Bahn

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Jetzt im Herbst, wenn die Täler der Schweizer Alpen im Nebel verschwinden, haben Bergtouren auf hohe Gipfel im Sonnenlicht ihren ganz besonderen Zauber. Zu keiner anderen Jahreszeit ist von dort oben die Aussicht so klar und weit wie in der kurzen Zeit vor Anbruch des Winters. Hier nun vier Tipps für herbstliche Gebirgstrips in der Schweiz und wer nicht den ganzen Aufstieg zu Fuß absolvieren will, kann auch spannende Fahrten mit Seil- und Zahnradbahn wählen.

Diavolezza (Graubünden)

Umgeben von mehreren Dreitausendern und hoch über den Gletschern Pers und Morteratsch wartet die 2978 Meter hohe Diavolezza im Engadin mit einer beeindruckenden Aussicht auf. Das einzigartige Panorama des Bernina-Massivs und die wilden Gletscherlandschaften sind beliebte Fotomotive. Höhepunkt aber ist der Blick über das Engadin mit seinen bunt gefärbten Arvenwäldern bis zum Nationalpark – dem ältesten der Alpen.

Säntis (Ostschweiz)

Wer von Deutschland aus ins hochgebirgige Nachbarland kommt, findet in der Ostschweiz die wild zerklüftete Bergwelt des Alpsteinmassivs. Der Blick vom 2502 Meter hohen Gipfel gehört zum Spektakulärsten, was die Schweiz an Panoramen zu bieten hat. Von hier oben aus kann man sowohl den Schwarzwald wie die Vogesen erkennen und dazu natürlich die großen Bündner, Glarner und Berner Gipfel. Wem der Genuss der Bergwelt allein nicht reicht, kann an den monatlichen Vollmondfahrten mit der Säntisbahn teilnehmen. Auf dem Gipfel gibt’s dann ein Vollmondbuffet und Musik.

Harder Kulm (Bern – Berner Oberland)

Mit dem Zug zum Bahnhof Interlaken Ost fahren um dort umzusteigen und zwar in eine Seilbahn kann ja auch mal ein spannendes Erlebnis sein. Mit dieser geht es seit über 100 Jahren wahnsinnige 735 Meter durch den Wald und hinauf zum Harder Kulm auf 1322 Metern Höhe. Okay, das ist jetzt nicht ganz so die schwindelnde Höhe wie bei den anderen Tipps. Doch der Blick von der Aussichtsplattform mit Glasfläche ist auch unheimlich eindrucksvoll und erfasst nicht nur die Jungfrau, sondern auch den Mönch und den Eiger sowie die Herbstlandschaft des Brienzer- und Thunersees.

Gornergrat (Wallis)

Die höchste im Freien angelegte Zahnradbahn Europas bringt die Gäste an 365 Tagen im Jahr vom Bahnhof Zermatt direkt auf den Gipfel des Gornergrats auf 3089 Metern. Die Fahrt dauert 33 Minuten und überwindet 1469 Höhenmeter. Sie führt über eindrucksvolle Brücken, durch Galerien und Tunnel, und es geht vorbei an Wäldern mit Lärchen und Arven, an Steinschluchten und Bergseen. Das Panorama ist nicht nur im Herbst einmalig: Der Gornergrat ist umgeben von 29 Viertausendern, wozu natürlich auch die Dufourspitze gehört, die mit 4634 Metern der höchste Schweizer Berg ist. Außerdem ist auch der Gornergletscher zu sehen, der zweitgrößte Eisstrom der Alpen.

Foto:Schweiz Tourismus Toni Mohr

Zum 25. Todestag des Schweizer Kunstrebellen Tinguely zahlreiche Ausstellungen und Aktionen in seiner Heimnatstadt Fribourg

Der zeitgenössische Schweizer Künstler Jean Tinguely ist vor allem für seine poetischen Maschinen-Skulpturen bekannt. Etwas weniger bekannt ist möglicherweise die Verbindung des Lebensabenteurers mit der schweizerischen Stadt Fribourg, wo Tinguely im Jahre 1925 das Licht der Welt erblickte. Dort verbrachte er zwar nicht sein ganzes Leben, kehrte aber 1969 in den Kanton zurück und lebte bis zu seinem Tod 1991 im Dorf Neyruz, wo er auch begraben ist. Anlässlich seines 25. Todestages haben sich Kulturinstitutionen seiner Geburtsstadt nun zusammengetan, um unter dem Titel „TINGUELY2016“ das umfassende Werk des Künstlers mit zahlreichen Ausstellunbgen und Führungen zu präsentieren.

Espace Tiguely Copyr_Pascal-Gertschen

Tinguely und die Rennautos

Höhepunkt des Jubiläumsjahres ist der „Grand Prix Tinguely“ am 3. September 2016, ein schräger Umzug mit alten Rennautos, der Tinguely-Maschine „Le Safari de la Mort Moscovite“ und Umzugswagen, die auf einer Sternfahrt aus allen Teilen des Kantons für das Volksfest am 3. und 4. September nach Fribourg kommen. Ausgangspunkt für den Grand Prix ist die Leidenschaft Jean Tinguelys für Rennautos und seine enge Beziehung zu dem Rennfahrer Jo Siffert, den er an der Schützenmatte in Fribourg auch mit einem Brunnen geehrt hat. Dieser und andere Orte werden auf den öffentlichen Tinguely-Rundgängen des Freiburger Erzähler-Vereins Contemuse lebendig. Die 90-minütige Führung ist seit dem 1. Juli bis Ende des Jahres unter info@fribourgtourisme.ch buchbar.

Tinguely der Rebell

Fri Art stellt den Rebell Tinguely in den Mittelpunkt und verwandelt die Kunsthalle Fribourg zusammen mit dem Kurator Mathieu Copeland vom 28. August bis 26. November in ein „Anti Museum“. Eine weitere Ausstellung mit dem Titel „Tinguelys Werkzeugkästen“ ermöglicht Kindern, sich interaktiv mit dem Handwerk des Künstlers vertraut zu machen. Die Wanderausstellung ist vom 25. August bis 11. November in Fribourg und vom 15. November bis 15. Dezember in Estavayer-le-Lac zu sehen.

Das Künstlerpaar

Das „Espace Jean Tinguely – Niki de Saint Phalle“ in einem alten Tramdepot sowie das nahe gelegene Museum für Kunst und Geschichte Freiburg zeigen ganzjährig die Arbeiten des Künstlerpaares. Das alte Tramdepot ist ein magischer Ort, der durch die Zwiesprache mit den Werken Jean Tinguelys und Niki de Saint Phalles eine poetische Dimension gewinnt. Die Besucher entdecken hier unter anderem Tinguelys Meisterwerk, den „Altar des westlichen Überflusses und des totalitären Merkantilismus“ (1989/90) und Saint Phalles „Remembering“, 22 Reliefs aus farbig gefasstem Polyester (1997/98). Das Gutenberg Museum wiederum präsentiert Freiburger Kunstschaffende, die in den letzten 30 Jahren von einem Aufenthalt im Jean-Tinguely-Atelier in Paris profitieren konnten.

Der Ausstellungs-Pass TINGUELY2016 kostet 30 Schweizer Franken. Programm und weitere Informationen unter:www.tinguely2016.ch

Foto: „Espace JT“ von Pacal Gertschen

Bever Lodge im Engadiner Hochtal – hölzernes Hotel für Outdoor Fans

Heute (13. Dezember) hat im Engadiner Hochtal, genauer gesagt im dem idyllisch gelegenen Dorf Bever (Graubünden) das erste Schweizer Modulhotel eröffnet, das ganz aus Holz besteht. Die Zimmer formen zusammengefügt ein modernes und funktionales Indoor-Ambiente, von dem sich Outdoor-Fans, die nicht unbedingt unterm Himmelszelt übernachten wollen, wahrscheinlich besonders stark angezogen fühlen.

Da der hölzerne Laden namens Bever Lodge pünktlich zur Wintersaison eröffnet wurde, könnte er aktuell zunächst mal zum Aufenthaltsort für Skifahrer werden. Immerhin liegt der Einstieg in ein 200 Kilometer langes Loipennetz direkt vor der Tür und der Langlauf-Coach und Gastgeber Marco Zeller höchstselbst hat jede Menge Routentipps auf Lager. Wer stattdessen Abfahrten zwischen gemächlich und rasant bevorzugt, findet in der Gegend auch ein entsprechendes Pistennetz von etwa 350 Kilometern Gesamtlänge vor.

Zum Präparieren und Pflegen der schnellen Bretter besitzt des Haus eine eigene Werkstatt und Wachsstation. Die Nutzung ist im Übernachtungspreis enthalten. Dieser beträgt 160.00 bis 270.00 Euro für zwei Personen im Doppelzimmer, was bezogen auf das Preisniveau in der Schweiz gar nicht mal so teuer ist. Frühstücksbuffet gibt’s dafür zum Glück auch und der Besuch des Fit- und Wellnessbereichs ist ebenfalls inklusive. Damit die Gäste auch im Engadiner Hochtal nicht von der großen weiten Welt abgeschnitten sind, bietet die Bever Lodge im ganzen Haus freies WLAN an. Aber das gibt es in der Schweiz neuerdings auch auf den meisten Skipisten. Weitere Informationen gibt’s unter: www.beverlodge.ch

Übrigens: Es liegt aktuell wirlich Schnee in der Gegend. Allerdings auch nicht so viel, wie man es aus früheren Zeiten kennt..