Urlaubsregion Eifel: Atemberaubende Natur und einmalige Kulturdenkmale

Die Eifel, zwischen Aachen und Trier gelegen, zählt für Leute, die nicht gerade aus der dortigen Gegend stammen, zu den eindrucksvollsten Urlaubsregionen Europas. Sie punktet mit spektakulären Landschaftsformationen, einer vielfältigen Natur und Zeugnissen einer Besiedlungsgeschichte, die schon in der Steinzeit begann. Die Urlaubsregion Eifel bemüht sich übrigens um weitgehende Barrierefreiheit, was auch taktile Wanderwege für sehbehinderte und blinde Menschen einschließt.

Ein Eifel Urlaub ist die Begegnung mit einer Landschaft, die teilweise vulkanischen Ursprungs ist. Diesem verdankt die Eifel einige ihrer landschaftlichen Highlights wie beispielsweise die typischen Kraterseen, die hier Maare genannt werden. Dazu gehören aber auch die markanten Basaltkegel wie etwa die Hohe Acht bei Adenau. Sie ist mit ihren 746,9 Metern die höchste Erhebung in der Eifel und bietet einen phantastischen Fernblick, der bei gutem Wetter bis ins Bergische Land und ins Sauerland reichen kann.

Neben den landschaftlichen Highlights bietet eine Reise in die Eifel die Möglichkeit, zahlreiche kulturhistorische Sehenswürdigkeiten wie Schlösser, Burgruinen und Klöster zu besichtigen. Besonderes Beispiel ist die Abtei Maria Laach am Laacher See. Ihre gut erhaltene Klosterkirche mit sechs Türmen und dem prachtvollen Westeingang, der auch Paradies genannt wird, gilt als einzigartiges Denkmal romanischer Baukunst nördlich der Alpen, ein Stückchen Italien im rauen Klima der Eifel. Für Kulturfans ein echter Leckerbissen und nach ausschweifender Besichtigungstour durch Kreuzgang und Krypta gibt es erfreulicherweise die Möglichkeit, im Klosterrestaurant ein kühles Bierchen und ein paar sattmachende Happen zu verputzen.

veras kamera 158Übrigens ist die Bezeichnung „Laacher See“ etwas verschroben, denn Laach kommt vom althochdeutschen Wort Lacha und das wiederum vom lateinischen Wort Lacus, was übersetzt See bedeutet. Offenbar hatte der Laacher See zu Zeiten der Klostergründung (1093) noch keinen Namen, war also einfach nur „der See“. So bekam das Kloster den Namen „Abbatia Mariae ad Lacum“, was „Marienabtei am See“ heißt. Allmählich vergaßen die Leute dann die Bedeutung von Laach und so wurde aus dem lateinischen See eine deutsche Ortsbezeichnung und der namenlose See zum „Laacher See“. Endlich hatter er einen Namen…

Und hier ein paar wichtige Links für Interessenten an barrierefreien Reisezielen in der Urlaubsregion Eifel:

http://www.eifel-barrierefrei.de/

http://www.eifel.info/barrierefreie-ausflugsziele-eifel.htm

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Grünen Kartoffelsalat essen in Berlin Neukölln

Back in Berlin und jedes Mal stellt die geheimnisvolle Besucherin die gleiche Frage: Wann gehen wir grünen Kartoffelsalat essen? Das weiß der Großstadtwanderer leider auch nie, denn sowohl der Old School Papierkalender wie auch das allwissende iPhone offenbaren prinzipiell deckungsgleich einen Terminplan, der zwar auch mit allerlei Arbeit, aber ebenso mit zahlreichen Ess- und Trinkvorhaben mehr als bestens gefüllt ist. Da sei kein Platz mehr für grünen Kartoffelsalat, erklärt er kleinlaut der geheimnisvollen Besucherin.

Diese Aussage gefällt ihr aber gar nicht und sie weist energisch darauf hin, dass grüner Kartoffelsalat für sie zum stilbildenden Element einer jeden Berlin Reise gehöre und ein Verzicht auf dessen Genuss der Attraktivität eines Besuchs in der Stadt an Havel und Spree einen entscheidenden Tiefschlag versetzen würde. Und überhaupt hätte der Großstadtwanderer ja damit angefangen, sie bei ihrem ersten Berlin Aufenthalt in den damaligen Stehtischladen am Rathaus Neukölln zu locken mit dem Hinweis, dort hätte er schon in den holden Tagen der Kindheit seine Leidenschaft für diesen grünen Kartoffelsalat entwickelt. Nun sei sie selber beinahe süchtig danach und er könne ihr nicht ernsthaft zumuten, nach so langer Abwesenheit ohne den lang ersehnten Genuss des grünen Kartoffelsalates wieder hinaus in die große weite Welt fahren zu müssen.

Grüner Kartoffelsalatmit Fisch und BierchenNein, es kommt wie üblich nicht zum Eklat, weil sich ein netter Nachmittagsspaziergang vom Neuköllner Stummel der Bouché- zur Karl Marx Straße einbauen lässt und der Großstadtwanderer hat ohnehin nichts gegen einen Happen zwischendurch. Außerdem muss für diesen kleinen schmackhaften Abstecher in Kropps Fisch- und Feinkostladen, wo heutzutage Tische mit Stühlen auf die Gäste warten, die geplante Shoppingtour merklich verkürzt werden. Und das ist für den Großstadtwanderer ein sehr angenehmer Nebeneffekt. Er geht nämlich lieber essen als einkaufen…

Jugendherbergen entdecken Reisende mit Seheinschränkung als Zielgruppe

Barrierefreies Reisen für Menschen mit Seheinschränkung setzt das Vorhandensein entsprechender Quartiere voraus. Das haben Hotellerie und Gastgewerbe allgemein bereits erkannt, im Detail aber noch nicht flächendeckend umgesetzt. In diesem Zusammenhang lohnt sich auch mal ein Blick auf die deutschen Jugendherbergen. Die meisten von ihnen besitzen heutzutage ein Niveau, das mit Mittelklassehotels vergleichbar ist und sie stehen seit Jahrzehnten selbstverständlich auch Senioren und Familien offen. Sind sie aber auch auf Gäste eingestellt, die blind oder sehbehindert sind?

Lernphase

In dieser Hinsicht „befinden wir uns in einer Lernphase“, meint Knut Dinter, Pressesprecher des Deutschen Jugendherbergswerks. Prinzipiell sei es natürlich ganz normal, dass auch blinde und sehbehinderte Menschen zu den Gästen der Jugendherbergen zählen. Das gelte übrigens für alle Behindertengruppen und das Feedback sei durchweg positiv. Allgemein werde aus diesem Kreis die Hilfsbereitschaft sowohl des Personals wie der Gäste hervor gehoben.

Zum Beispiel Duisburg

Andererseits, so Dinter weiter, fehle es sehr oft noch an kontrastreicher Gestaltung und auch tastbare Beschriftung sei noch längst nicht Standard. Es sei aber ein Denkprozess in Gang gekommen, was sich zunächst jedoch eher bei Neubauten auswirke. Dinter wies hier besonders auf die neue Duisburger Jugendherberge im Sportpark Wedau hin. Die sei z. B. auch mit Hinweisplaketten in Punktschrift ausgestattet. Außerdem würden einige bayrische Jugendherbergen aktuell mit farblichen Kontrasten experimentieren. Dinter wies außerdem darauf hin, dass trotz des allgemeinen Haustierverbots in deutschen Jugendherbergen blinde Gäste selbstverständlich ihren Führhund mitbringen können.

Preislich unschlagbar

Vom Preis her sind die Jugendherbergen auch verglichen mit gleichwertigen Hotels natürlich unschlagbar. Zwar wird eine Mitgliedskarte benötigt und die kostet für Erwachsene bzw. für Familien, Ehepaare oder Lebenspartnerschaften pro Jahr 22.70 Euro. Doch bei Preisen wie 37.90 Euro pro Person und Nacht plus Frühstück im Doppelzimmer, wie in der Jugendherberge Köln Deutz relativiert sich der Kartenpreis schon nach wenigen Tagen. Das spricht eindeutig für diesen Unterkunftstyp. Doch welche Kosten entstehen für die Begleitperson, die Menschen mit Behinderung teilweise benötigen?

Status der Begleitperson

Hinsichtlich einer eventuell notwendigen Begleitperson ist die Situation bei den deutschen Jugendherbergen unterschiedlich. In den 22 Häusern des Landesverbandes Berlin – Brandenburg können die Begleitpersonen individuell reisender Menschen mit Behinderung ab sofort kostenlos übernachten. Voraussetzung ist natürlich das „B“ im Ausweis. Damit nimmt der Landesverband eine Vorreiterrolle ein. Die übliche Praxis sah bisher nämlich vor, dass die Leistungen von der Begleitperson bezahlt werden müssen. Eine eigene Mitgliedschaft im DJH war – und ist – aber nirgends erforderlich, heißt es offiziell. Jedoch ist es in seltenen Fällen vorgekommen, das in der einen oder anderen Jugendherberge zu diesem Punkt Unsicherheit herrscht. Es ist daher besser, diesen Aspekt vor Antritt der Reise genauestens zu klären, was allerdings bei den Jugendherbergen allgemein problemlos funktioniert.

Barrierefreie Unterkünfte für den Urlaub in der Schweiz suchen und finden

Seit April 2015 können Menschen mit Behinderung, die in der Schweiz Urlaub machen wollen, über die Website der Stiftung Claire & George barrierefreie Ferienunterkünfte finden. Mit besseren Informationen zur Barrierefreiheit von Hotels unter www.claireundgeorge.ch will die Stiftung zusammen mit touristischen Partnern die Potenziale des barrierefreien Tourismus aufzeigen. Ziel ist die Berücksichtigung von Menschen mit Behinderungen im gesamten touristischen Angebot im Urlaubsland Schweiz

Aus diesem Grund stellt die Stiftung neben allgemeinen Informationen zum Hotel auch Informationen zur Barrierefreiheit zur Verfügung. Angaben werden zu öffentlichen Bereichen wie Zugängen, Lift und Behindertenparkplätzen gemacht. Auch die Zimmer und Badezimmer inklusive Toilette und Dusche werden auf ihre Barrierefreiheit überprüft. Nach einer Testphase sollen die Informationen im Herbst 2015 in die Hoteldatenbank von hotelleriesuisse aufgenommen und allen Leistungsträgern des Tourismus zur Verfügung gestellt werden.
Alle Informationen zu den Claire & George Hotels unter:
www.claireundgeorge.ch/de/hotels