Nicht der Atlantik, nur die Ostsee oder: Kleine Wassertour in der Wohlenberger Wiek

BWohlenberger Wiek Blick nach Nordwest c peter bachsteinSommer, Sonne, Strand und Meer? Nicht nur – ein Bisschen Nebel, Regen und Wind bis hart an die Sturmgrenze sind bei dieser Wassertour in der Wohlenberger Wiek auch dabei. Zum Glück, meint der Großstadtwanderer, dessen Sehnsucht nach Erlebnis und Abenteuer ein notorisch blauer Himmel nicht zu stillen vermag… Weiterlesen

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Bei Verlust von Giro- oder Kreditkarte Sperr-Notruf wählen

Reisen macht verdammt viel Spaß. Man kann dabei die tollsten Sachen erleben – manchmal allerdings auch das böse Erwachen, wenn beispielsweise Giro-, Kredit- oder Krankenkassenkarten plötzlich weg sind. Dann heißt es schnell handeln und die Dinger sperren lassen. Dafür gibt’s den Sperr-Notruf… Weiterlesen

Spontan ins Zittauer Gebirge oder: Mit der Old School Schmalspurbahn zum Sagenberg Oybin

Zittauer Gebirge - Felsentor am Hang des Oybin - KopieDas ist schon ein Spitzenerlebnis für Eisenbahnnostalgiker und romantisch angehauchte Wanderfreunde: Im Zittauer Gebirge erst mit dem Schmalspurexpress durch Dörfer und Wälder wackeln und dann zum Gipfel des Oybin mit seinen Burg- und Klosterruinen wandern. Der Großstadtwanderer hats ausprobiert und dabei mal wieder die Pferde der Fantasie ein bisschen  durchgehen lassen… Weiterlesen

Neue App für mehr Barrierefreiheit beim Fahren mit der Bahn

Spickzettel auf dem SmartphoneNeue Smartphone App soll Usern mit Behinderung das Bahnfahren erleichtern. Interessierte Nutzer aus dem genannten Personenkreis sind eingeladen, sich an der Gestaltung der App zu beteiligen.

Das Smartphone hat sich längst als hervorragendes Hilfsmittel für blinde und sehbehinderte Menschen erwiesen. So gibt es z. B. zahlreiche Navi Apps, die besonders auf die Bedürfnisse des genannten Nutzerkreises zugeschnitten sind und das Reisen ein bisschen barrierefreier ermöglichen.

Nun will die Deutsche Bahn eine neue App entwickeln um ganz allgemein das Zugfahren für Menschen mit Behinderung zu vereinfachen. Diese App soll den entsprechenden Usern u. a. barrierefreien Zugang zu allen relevanten Infos im Bahnhof verschaffen oder den Weg zum reservierten Platz im Zug zeigen um nur einige Beispiele zu nennen. Für Reisende mit Seheinschränkung wäre das mit Sicherheit ein Riesenvorteil.

Die Qualität einer solchen App ist natürlich abhängig vom Input bzw. Feedback der Zielgruppe. Das wissen die Macher der App natürlich auch und so bieten sie interessierten Personen in der Entwicklungsphase die Beteiligung an den Testreihen an. Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband begrüßt dieses Angebot und ruft ausdrücklich zur Teilnahme auf. Wer also gerne Einfluss nehmen möchte auf die Gestaltung dieser App kann sich dafür mit einer formlosen E-Mail anmelden. Hier die Adresse: msz@deutschebahn.com.

Bahnhof Zoo Regionalbahn

 

Guter Rat per App bringt Ratgebern eine Hand voll Dollar

Guter Rat ist bekanntlich nicht gerade billig sondern manchmal sogar teuer. So dachten anscheinend auch die Macher der App „Atlis“. Mit dieser können sich Ratsuchende Empfehlungen geben lassen und jene, die angenommen werden, bringen den Ratgebern per PayPal eine Handvoll Dollar.

Mit Apple im Big Apple

Kling interessant, läuft erfreulicherweise sowohl bei Android wie Apple, aber bisher leider nur im „Big Apple“, wie New York gern genannt wird. Für eine New York Reise kann die App aber sehr hilfreich sein denn User können dafür alles erfragen, was sie über die Stadt am Hudson River wissen möchten, etwa: „Wo gibt es die besten Pastrami-Sandwiches der Stadt?“ Aber die Empfehlungen beziehen sich nicht nur aufs Essen, sondern zum Beispiel können auch gute Blumengeschäfte oder Zahnärzte innerhalb der App gesucht werden. Daraufhin trudeln in Echtzeit Ratschläge von New Yorkern beziehungsweise New-York-Kennern ein und diese werden dann auch noch von anderen Nutzern bewertet und in der Liste weiter hinauf gewählt, wenn sie gut sind. Wenn der Fragesteller dann tatsächlich einer Empfehlung folgt, darf sich der Ratgeber über fünf Dollar freuen.

Keine negativen Kritiken

Mit dieser Herangehensweise, zu der übrigens auch der Ausschluss negativer Kritiken gehört, soll sich Atlis von anderen Bewertungsportalen wie etwa Yelp unterscheiden. Dieses hat sich nämlich das Recht eingeräumt, die Reihenfolge der Bewertungen zu ändern und kann so mitbestimmen, wie prominent gute oder schlechte Kritiken platziert werden.

Kleines Abenteuer auf der Suche nach dem E Haus

Nein, jetzt geht’s nicht hinaus in die Wildnis, sondern hinein in die heiligen Hallen der Berliner Messe. Trotzdem müssen auch hier abenteuerliche Pfade gemeistert werden um jenen versteckten Ort zu erreichen, wo das IFA-Feierabendtreffen mit der Vorstellung eines E Hauses stattfinden soll…

Lückenlose Sicherheit

Vorher aber warten die lückenlosen Schranken eines ausgeklügelten Sicherheitskonzepts, mit dem die Messe allen Spitzbuben den Zutritt verweigern will. Da aber besagter Feierabend nicht am Ende, sondern vor der offiziellen Eröffnung der IFA stattfindet, ist noch kein einziger Sicherheitsmensch zu erblicken. Dafür sind alle Türen verriegelt und verrammelt, was aber Routiniers wie den Großstadtwanderer und die geheimnisvolle Besucherin nicht am Betreten der Messe hindern kann. Schließlich gibt’s da noch diesen chaotischen Ladebereich, wo tausend fleißige Leute jede Menge Material aus Transportern zerren und in die Tiefen der Hallen schleppen.

Im Strom dieser emsigen Arbeitsbienen lässt es sich problemlos mit hinein schwimmen und da taucht dann tatsächlich doch noch eine einsame Security Lady auf und fragt nach den Tickets. Technik affine Besucher haben so was natürlich auf den Smartphones – nur der Scanner in Händen der Sicherheitsdame will die Codes nicht schlucken und so müssen die Beiden ihren Weg eben völlig ungecheckt fortsetzen.

Gar nichts statt wenig

Für die Messe ist das keine Gefahr – für die Beiden aber schon, denn in den Hallen wird fieberhaft am Aufbau der Stände gearbeitet. Überall trampeln Menschen in undefinierbaren Gerümpelhaufen herum und da kommt plötzlich ein dicker blauer Teppich angerollt, der den Großstadtwanderer glatt von den Socken haut. Er landet in einem flachen Karton voller Styroporflocken und Jemand fragt, ob er sich weh getan hat. Hat er zum Glück nicht, nur seine Brille ist weg und ohne diese kann er nicht nur wenig, sondern gar nichts sehen. Aber wie immer sind die meisten Menschen hilfsbereit und so wühlen zahlreiche Hände im Styropor herum um die Brille zu finden, was fast den Charakter eines Wettkampfs annimmt. Diesen gewinnt am Ende die geheimnisvolle Besucherin.

Im Stolpermodus zum E Haus

Mit der Brille endlich wieder auf der Nase ist der Großstadtwanderer in seinem Bewegungseifer wie üblich nicht zu bremsen. Er zerrt die geheimnisvolle Besucherin kreuz und quer durch die Hallen ohne den genauen Weg zu kennen. Er weiß aber aus Erfahrung, dass er am Ende immer am Zielort ankommen wird. Vorher muss nur noch eine völlig kontrastfreie Treppe im Stolpermodus gemeistert werden, was zu zweit meist besser gelingt weil man sich gegenseitig am Hinfallen hindern kann. Dafür werden die drei mit Wasser gefüllten Eimer am unteren Ende der Treppe niedergemäht, was aber niemanden stört weil hier öfter mal was umkippt, wie einer der Arbeiter ganz nebenbei erwähnt.

Dann endlich ist jene Halle erreicht, wo der IFA Feierabend stattfindet und es gibt auch schon Häppchen und Bier sowie die Gelegenheit, das E Haus zu besichtigen. Da reichen ein paar sanfte Gesten um die Rollladen vor den Fenster hoch- und runter zu fahren. Die geheimnisvolle Besucherin interessiert sich jedoch viel mehr für die Spracheingabe. Doch die will momentan nicht mitspielen, weil es drumherum zu laut ist. Vielleicht liegts am Schnarchen des Großstadtwanderers, der sich auf dem Bett des Hauses für ein kurzes Schläfchen niedergelassen hat.

PS: Hinter dem Kürzel IFA verbirgt sich die Internationale Funkausstellung, die Anfang September in Berlin stattfand.

 

EMBRACE Hotels – gut geeignet auch für Reisende mit Seheinschränkung?

Bekanntlich ist das Reisen eine Leidenschaft, der man sich auch mit geringer oder gar keiner Sehkraft aus vollem Herzen widmen kann. Allerdings wird die Suche nach passenden Übernachtungsmöglichkeiten jenseits der bewährten Aura Hotels manchmal zu einer etwas zeitaufwendigen Herausforderung, denn längst nicht alle Betriebe sind im Sinne von Menschen mit Seheinschränkung barrierefrei. Das gilt – bezogen auf die räumliche Ebene – zumindest teilweise auch für die EMBRACE Hotels. Trotzdem lohnt es sich, die Häuser dieses Verbundes bei der Wahl der Unterkunft besonders zu berücksichtigen, weil hier beim Abbau von Barrieren in den Köpfen eine hervorragende Arbeit geleistet wird.

Keine Gewinner oder Verlierer

Der Begriff EMBRACE Hotels steht nicht für ein Unternehmen, sondern für einen im Jahre 2006 gegründeten Verbund von aktuell 43 Betrieben in Griechenland, Belgien, Schweiz, Italien und Deutschland, die sich den Prinzipien von Inklusion und Integration verschrieben haben. Daher arbeiten in den Mitgliedshäusern Menschen mit und ohne Behinderung kollegial und professionell zusammen. Auch jeder Gast ist willkommen egal ob er ein sogenanntes Handicap hat oder nicht. Prinzipiell werden die Menschen hier nicht in Gewinner und Verlierer eingeteilt.

Barrierefreiheit mit gewissen Einschränkungen

Dementsprechend steht natürlich die Barrierefreiheit im Vordergrund – allerdings eher fokussiert auf den Rollstuhl. Wenn man z. B. die Homepage des Verbandes aufruft, findet sich bei der Vorstellung der Mitgliedshäuser überwiegend der Hinweis auf Barrierefreiheit für Menschen mit Gehbehinderung. Diese Sicht ist aber keineswegs ein Spezifikum der EMBRACE Hotels, sondern ein allgemein gesellschaftliches Phänomen. Man sollte daher – wie in anderen Hotels – auch hier besonders nachfragen, ob in dem jeweiligen Haus auf die Anforderungen von blinden und sehbehinderten Menschen eingegangen wird. In den EMBRACE Hotels bekommt man immer eine positive Antwort mit dem eindeutigen Hinweis, dass blinde oder sehbehinderte Gäste selbstverständlich willkommen sind und auch bereits begrüßt wurden. Das klingt natürlich gut – jedoch sollte man sich damit nicht zufrieden geben, sondern durchaus nach Details wie etwa taktiler oder kontrastreicher Gestaltung fragen. Hier muss zwar meistens mit einer negativen Antwort gerechnet werden. Doch nicht nur hier, sondern allgemein ist diese Frage wichtig, um die Branche für die Belange sehbehinderter oder blinder Gäste zu sensibilisieren.

Hotel „Grenzfall“ in Berlin-Mitte

Als Beispiel mag an dieser Stelle das vom Verein „Schrippenkirche“ betriebene Hotel „Grenzfall“ in Berlin-Mitte dienen, dessen Personal zu 80 Prozent aus Menschen mit Behinderung besteht. Darunter sind auch Mitarbeiter mit Seheinschränkung wie etwa der farbenblinde Restaurantleiter. Auch an der Rezeption arbeitet eine Kollegin mit nur 20 Prozent Sehkraft, die mit Hilfe einer Software namens Zoom Text die anfallenden Computerarbeiten problemlos erledigt.

Die Zielgruppe des Hotels, in dem auch Seminare und Tagungen großer Unternehmen wie etwa Deutsche Bahn stattfinden, sind keineswegs nur Menschen mit Behinderung sondern alle Reisenden. Darunter befinden sich ständig auch blinde und sehbehinderte Gäste. Allerdings sind die Räumlichkeiten nicht speziell für diesen Personenkreis gestaltet – es gibt beispielsweise keine Zimmernummern in Punktschrift. Trotzdem ist das Hotel „Grenzfall“ zum Übernachten während eines Aufenthalts in Berlin auch für allein reisende blinde Menschen empfehlenswert, weil diese sich auf die umfassende Hilfe seitens der hoch motivierten Mitarbeiter verlassen können.