Nicht der Atlantik, nur die Ostsee oder: Kleine Wassertour in der Wohlenberger Wiek

BWohlenberger Wiek Blick nach Nordwest c peter bachsteinSommer, Sonne, Strand und Meer? Nicht nur – ein Bisschen Nebel, Regen und Wind bis hart an die Sturmgrenze sind bei dieser Wassertour in der Wohlenberger Wiek auch dabei. Zum Glück, meint der Großstadtwanderer, dessen Sehnsucht nach Erlebnis und Abenteuer ein notorisch blauer Himmel nicht zu stillen vermag… Weiterlesen

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Unterwegs auf dem Bodensee mit dem SChweizer Fischer Rolf Meier

Seit über 20 Jahren fährt der Schweizer Berufsfischer Rolf Meier morgens um vier Uhr mit seinem kleinen Boot zum Fischen auf den Bodensee hinaus. Manchmal nimmt er auch zwei interessierte Gäste mit, denen er damit einen kleinen Einblick ins Handwerk eines Fischers vermittelt. Später gibt’s den Fang frisch auf den Tisch in seinem Familienrestaurant… Weiterlesen

Störche am Neusiedler See

Störche am Neusiedler SeeAm Neusiedler See haben schon die ersten Störche ihr Saison-Quartier bezogen. Rust scheint ihnen besonders gut zu gefallen…

 

 

 

Es klappert, raschelt und rauscht seit einigen Tagen wieder gewaltig rund um die Dächer der kleinen historischen Stadt Rust am Neusiedler See, denn die Störche sind wieder da. Zumindest die ersten Vertreter ihrer Spezies haben seit wenigen Tagen wieder ihr Sommerquartier auf den Schornsteinen hoch über der Weinstadt am Ufer des größten Steppensees Mitteleuropas bezogen. Und täglich werden es mehr. Seit 16. März begrüßen die Ruster und deren Gäste praktisch jeden Tag die gefiederten Neuankömmlinge.

Störche gehören zum Neusiedler See und speziell zu Rust wie der gute Wein. Im vergangenen Jahr waren beispielsweise in Rust 17 Paare ansässig. Davon haben 16 Brutpaare gleich 34 Jungstörche großgezogen. Offensichtlich bietet der Neusiedler See mit seinem außergewöhnlichen Klima beste Brutbedingungen und eine ideale Sommerheimat für diese eleganten Schreitvögel. Übrigens: Sobald das Nest mit der sogenannten Storchenkamera auch bezogen wurde, kann mit diesem Link den Störchen sogar von zu Hause aus bei Bau und Aufzucht zugesehen werden. Weitere Infos zur Urlaubsregion Neusiedler See gibt’s hier…

Foto: Copyright: Mike Ranz/NTG

Nordsee Feeling statt Karneval-Kater?

Für manche Menschen ist die heiße Endphase des Karnevals der Höhepunkt des Lebens. Andere schalten, wenn der Konfetti-Regen droht, in den Fluchtmodus. Sehnsuchtsziel zahlreicher Karnevalsflüchtlinge scheint u. a. die ostfriesische Nordseeküste zu sein. Für diese Leute wurde im Nordseeheilbad Norden-Norddeich ein Pappnasen-freies Veranstaltungsprogramm auf die Beine gestellt.

Naturerlebnis

Bereits zum vierten Mal bietet der ostfriesische Küstenort damit eine originelle Alternative zu organisiertem Massenfrohsinn mit anschließendem Mega Kater. Stattdessen „steht für unsere Gäste in dieser besonderen Zeit das Naturerlebnis in Ostfrieslands rauer Winterlandschaft an erster Stelle“ meint Norddeichs Tourismus-Chef Armin Korok. Diese Besucher wollen „Durchatmen im vitalisierenden Reizklima, am Meeresstrand spazieren gehen, das Auge ins weite Land schweifen lassen und auch den Ohren eine Auszeit gönnen“.

Kulturelles

Dennoch: ganz ohne kulturelle Angebote soll der Ausflug an die Küste für die meisten Karnevalsmuffel dann doch nicht vorübergehen. „Nach einem langen Deichspaziergang in die ganz eigene ostfriesische Kultur abtauchen – das ist schließlich auch zu Karneval ein wichtiges Urlaubsmotiv unserer Gäste“, so der Reisefachmann. Zu diesem Programmteil, der das Naturerlebnis ergänzen soll, gehört beispielsweise das Erlernen des Netzeknüfpens unter Anleitung aktiver friesischer Fischer. Des weiteren erzählen und übersetzen regionale Autoren spannende und unterhaltsame Geschichten „up Platt“. Wer mag, kann sich auch unter Leitung ortskundiger Guides „immer der Nase nach“ auf die Spur der berühmten ostfriesischen Teemischungen begeben.

Flotte Kugel und Ostfriesenkrimi

Zur „Rauszeit“ gerät die Auszeit von Kamelle und Co. dagegen spätestens dann, wenn leidenschaftliche Boßler aus dem Norderland Urlauber auf eine flotte Kugel einladen oder Wattführer und Nationalpark-Ranger in die geheimnisvolle Welt des Weltnaturerbes Wattenmeer entführen. Und da zur dunklen Jahreszeit in Ostfriesland längst auch ein guter Ostfriesenkrimi dazugehört wie der berühmte Kandis zum Tee, dreht sich in der Krimihochburg Norden auch an Karneval eine ganze Reihe von Veranstaltungen rund um den kleinen Nervenkitzel zwischen Deich und Düne.

Was ist Boßeln?

Boßeln ist ein friesischer Volkssport der mit Kugeln ausgeübt wird. Mit Kegeln, Bowling oder Boule hat Boßeln jedoch nur geringe Ähnlichkeit. Inzwischen hat sich Boßeln längst zu einem internationalen Leistungssport entwickelt. Weiteres dazu ist hier zu finden…

Spreewaldtour: Unterwegs im Labyrinth der Wasserwege

Von Vera Schwarz

Es ist schon Ewigkeiten her seit ich das letzte Mal im Spreewald gewesen war. Die entsprechenden Kindheitserinnerungen sind völlig andere verglichen mit den heutigen Bildern. Damals gab es in Lehde, diesem Dorf an den Ufern verschiedener Spreearme, weniger Kneipen und auch die Kähne sahen anders aus.

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Per Kahn den Spreewald erkunden

Für diese aktuelle Reise in den Spreewald hab ich mich einer gut gelaunten Stammtischgruppe bestehend aus mehr oder weniger sehbehinderten Menschen angeschlossen. Treffpunkt ist Berlin Alexanderplatz. Von dort aus geht es mit dem Zug zunächst nach Lübbenau und anschließend 15 Minuten zu Fuß weiter bis zur ersten Kneipe namens „Hanschick“. Diese ist ein Anlaufpunkt für Reisende, die gerne per Kahn, dem typischen Verkehrsmittel des Spreewaldes, diese verwunschene Landschaft erkunden wollen. Auch der Kahnfährmann Sebastian wartet dort bereits. Mit seiner weißen Skippermütze sieht er aus wie ein echter Kapitän, ist im Hauptberuf aber Elektromeister mit eigenem Betrieb.

Spreewaldproviant und ein Rudel für den Kahn

Bevor es mit dem Kahn weiter geht, gibt es für jeden erst mal ein Päckchen Proviant bestehend aus Schmalzstullen und kleinen Spreewaldgürkchen.

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Dann sind es nur noch ein paar Schritte durch den Wald und schon schwankt hinter einem schmalen Deich auf den Wellen eines Spreearms der Kahn. Dort hinein platziert Sebastian zunächst die Teilnehmer, ehe er selber an Bord springt. Nebenbei erklärt er noch sein Rudel, womit übrigens keine Horde gemeint ist, sondern eine vier Meter lange, am Ende breit und flach auslaufende Stange.

Mit diesem Rudel bewegt und steuert er den Kahn über weit verzweigte Spreearme, die zwischen ein und drei Meter tief sein können, durch das Dorf Lehde. In diesem Dorf sind viele Häuser nur über Wasserwege oder kleine Fußgängerbrücken erreichbar. Zur Schule müssen die Kinder auch mit dem Boot gebracht werden oder sie rudern gar allein dort hin. Die Versorgung der Bewohner von Lehde erfolgt ebenfalls mit Wasserfahrzeugen, wie Sebastian erklärt. Er selbst transportiert mit seinem Kahn nicht nur Reisegruppen durch den Spreewald, sondern auch Kühlschränke und Waschmaschinen zu seinen Kunden. Sollte mal eine Reparatur anstehen, muss er meistens auch mit dem Boot anreisen. Motorboote stehen dafür übrigens nicht zur Verfügung, die dürfen nur von Notdiensten benutzt werden.

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Signale der Natur

Insbesondere bei schönem Wetter ist der Spreewald offenbar ein beliebtes Ausflugsziel. Auch heute sind hier mit Kajaks, Kanus und Ruderbooten zahlreiche Reisende unterwegs, von denen sich Einige allerdings nicht an die Verkehrsregeln halten, wie Sebastian resigniert feststellt. Überall anzutreffen sind natürlich diese typischen Spreewaldkähne, die bis zu dreißig Personen transportieren können. Dann wäre es an Bord jedoch sehr eng, erklärt Sebastian. Daher würde er immer nur 19 Teilnehmer mitnehmen.

Eine gute Idee, wie sich zeigt, denn auf Sebastians Kahn ist genug Platz um bequem am Tisch sitzend auch mal ein wenig Saft oder ein Bier aus den Beständen des Fährmanns zu trinken. Der kennt zum Glück auch einsame Wege, wo er die gesprächige Gruppe zum Schweigen auffordert um den Signalen der Natur zu lauschen. Bisweilen werden die Wasserwege so schmal, dass man bequem ins Schilf greifen könnte, wovon der umsichtige Fährmann jedoch ausdrücklich abrät, weil die langen schlanken Blätter messerscharf sind. Vor den Schlangen, die hier manchmal zu sehen sind, braucht man aber keine Angst zu haben, denn es handelt sich dabei um ungiftige Ringelnattern.

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Garagen mitten im Wasser

Wie ich eingangs erwähnte, gab es in Lehde zu DDR Zeiten nur drei Kneipen. Heute hingegen sind am Rande der verschlungenen Wasserwege immer wieder Gasthäuser anzutreffen. Zehn seien es bis vor kurzem gewesen, erklärt Sebastian, eins wäre jedoch inzwischen abgebrannt. Aber nicht das Restaurant Oppott an der Quodda. Am dortigen Anleger macht Sebastian zur Mittagspause den Kahn fest.Serviert wird deftiges aus der Spreewaldküche…mittagstisch

Anschließend geht es noch etwa zwei Stunden durch die zahlreichen Arme der Spree, wobei der Hauptarm von den anderen nicht zu unterscheiden ist. Überall an den Ufern stehen Gebäude, die wie Garagen aussehen, jedoch mit Wasser gefüllt sind. Darin parken die hier lebenden Leute, von denen viele wie Sebastian zumindest nebenbei vom Tourismus leben, natürlich keine Autos, sondern ihre Boote. Da gibt es beim Aussteigen bestimmt auch manchmal nasse Füße…

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Regeln wie am Taxenstand

Diese Spreewaldtouren sind übrigens nicht nur für Reisegruppen, sondern auch für Einzelpersonen möglich. Die Kahnfährleute warten dann an speziellen Haltepunkten wie dem Restaurant Hanschick, bis genügend Teilnehmer zusammen gekommen sind. Da gibt es klare Regeln wie am Taxenstand – also immer der Reihe nach. Jedoch haben einige der Fährleute – meist Ältere – einen gewissen Vorrang, weil sie hauptberuflich mit dem Kahn unterwegs sind und allein davon leben müssen.

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Keine Hürde

Auch für blinde und sehbehinderte Reisegruppen sind diese Touren keine Hürde, sondern durchaus empfehlenswert. Bei der beschrieben Tour, die von der Pro Retina Gruppe Berlin-Brandenburg ausgeheckt wurde, ist auch niemand ins Wasser gefallen und Sebastian war immer zur Stelle um beim Einsteigen behilflich zu sein. Wer es probieren möchte, kann ihn unter 0172 6692770 erreichen.

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Fotos: 1. Vera Schwarz, alle anderen peter bachstein

Terra X: Unterwegs in Sachen Evolution

Die gute alte und immer wieder neue Evolution hat u. a. Elefanten, Regenwürmer und Primaten hervorgebracht und natürlich auch Menschen, die wissenschaftliche Fernsehdokus wie Terra X produzieren. Nun sind die „Sternstunden der Evolution“ in Form eines Dreiteilers von und mit Dirk Steffens selbst Thema des beliebten Dauerbrenners aus dem Hause ZDF geworden.

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Der Urahn und die Forscher

Steffens nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise durch die Geschichte des Lebens. Sie lernen Luca kennen, den Urahn aller Lebewesen, und sind dabei, wenn Katastrophen einen Großteil des Lebens zerstören oder unscheinbare Arten ihre Chance für einen Neustart nutzen. Unterwegs trifft Steffens auch einige bedeutende Forscher unserer Zeit wie etwa Jane Goodall, Richard Dawkins und George Church.

Als Kulisse für die Moderationen dient ein Baumhaus auf Bali, mitten im Dschungel – einem der artenreichsten Lebensräume der Erde. Faszinierende Bilder zeigen die Wunder der Natur, aufwändige Computeranimationen lassen längst ausgestorbene Arten und vergangene Welten auferstehen, und Zeichentricks erklären auf unterhaltsame Weise die komplexen Zusammenhänge im Gefüge des Lebens.

Ei und Sex sind unkaputtbar

In der ersten Folge, „Der Anfang von allem“, am Sonntag, 28. August, geht es um den Ursprung des Lebens und Charles Darwins Evolutionstheorie, die keineswegs der Gegensatz zu Revolution war, sondern höchstselbst eine solche. Die zweite Folge, „Untergang und Neubeginn“, am 4. September erzählt, wie das Leben auf der Erde fünf Mal beinahe vor dem Aus stand, einige „Erfindungen“ der Evolution – zum Beispiel das Ei und der Sex – aber alle Katastrophen überstanden. Die dritte Folge am 11. September sucht nach Antworten auf die großen Rätsel der Evolution: Warum zum Beispiel schlafen wir, und wie unterhalten sich Tiere?

Diese Terra X Folgen gibt’s an den entsprechenden Sonntagen immer um 19.30 Uhr auf ZDF und ZDFneo zeigt die drei Folgen am Samstag, 3. September 2016, ab 14.55 Uhr.