Kunst als Therapeutikum: Wiener Kunstraum zeigt Heinz Derka Retrospektive

Heinz Derka, BronzeskulpturKunstinteressierte Reisende, die in der zweiten Aprilhälfte zufällig oder mit Absicht nach Wien fahren wollen, können sich auf eine spannende Begegnung mit dem vielseitigen Werk des Multikünstlers Heinz Derka freuen. Ort des künstlerischen Rendezvous ist der Kunstraum in den Ringstrassen Galerien, wo in einer künstlerischen Retrospektive so ungewöhnliche Skulpturen wie „Das Rätsel“ zu sehen sein werden. Weiterlesen

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(Werbung) Ansichtskarten mit eigenen Fotos verschicken? Eine App machts möglich

Okay liebe Leute, dieser Artikel enthält zwar ein bisschen Werbung, allerdings für ein digitales Angebot, das uns selbst ausgesprochen gut gefällt. Es trägt den Namen „MyPostcard“ und bietet Nutzern die Möglichkeit, auf Basis eigener Fotos via Internet ganz persönliche Ansichtskarten zu generieren, die am Ende voll im Old School Modus vom Postboten direkt in den häuslichen Briefkasten gesteckt werden. Kann die Empfänger positiv überraschen, weil sie seit Jahrzehnten keine Ansichtskarten mehr bekommen haben…

Ansichtskarten verschicken mit MyPostcard - Kopie Weiterlesen

Ausstellung mit Werken von Jonathan Bragdon im Kunstmuseum Appenzell

Die Ausstellung „Jonathan Bragdon – Dasein“, die seit 27. August im Kunstmuseum Appenzell zu sehen ist, stellt erstmals in der Schweiz den Zeichner Jonathan Bragdon vor. Mit Arbeiten von 1964 bis heute wird das herausragende Werk eines Künstlers gewürdigt, der in der Zeichenkunst neue Maßstäbe gesetzt hat.

Zeichen setzen in der Bergwelt / Jonathan Bragdon im Kunstmuseum Appenzell
Jonathan Bragdon / Blick in Richtung Valais, von Rochers-de-Naye aus, Nr. 2, 2015/2016 / Graphit auf Papier, 28,5 x 76,5 cm / Cpoyright: Jonathan Bragdon /

Der Mann mit dem Bleistift

Bragdon, 1944 in Wilmington/Delaware, USA geboren, lebt seit 1979 in Holland. Schon seit Kindheitstagen ist er eng mit der Schweiz verbunden und seit 2006 arbeitet er immer wieder in der Umgebung von Bex im Waadtland. Die eigens für das Kunstmuseum Appenzell zusammen mit Bragdon inszenierte Ausstellung zeigt mit über 300 Zeichnungen, Gemälden, Gedichten und Fotoarbeiten die künstlerische Haltung Bragdons – und den aktuellen Paradigmenwechsel in der Betrachtung von Natur, Selbst, Welt und Kunst.

Die herausragende handwerkliche und intellektuelle Qualität der Zeichnungen des Künstlers ist in unserer Zeit einzigartig. Bragdon hat in seinen Bleistiftzeichnungen eine besondere Weltsicht entwickelt, die Intuition und Verstand vereinigt. In zwei Hauptserien zu „inneren und äußeren Landschaftsbildern“, formuliert Bragdon konzentriert und konsequent die Wiedergabe verschiedenster „Wahrnehmungsphänomene“ – immer im Bewusstsein der eigenen historischen Position.

Zeichnungen und Selfies

Scheinbar in der Tradition amerikanischer „Draftsmen“ stehend, visualisiert Bragdon das weite Feld des „In-der-Welt-Seins“. Seit einigen Jahren werden die zeichnerischen „Zeit-Protokolle“ von digitalen, mit dem Auge des Notebooks generierten „Selfies“ begleitet. Während die Bleistiftzeichnungen ästhetische Transformationen mit Werkcharakter sind, wirken die Fotografien spielerisch und witzig – und stellen doch die Frage, was ist „Dasein“ überhaupt, was stellt das dar?

Dazu ein Begleitbuch

Das Begleitbuch Jonathan Bragdon – Dasein | Being there erscheint im Steidl Verlag Göttingen. Mit Essays und Gedichten von Jonathan Bragdon himself sowie Dorothée Brill, Magdalena Holzhey, Ulf Küster und Roland Scotti; 140 Abb., 136 Seiten, dt./engl. CHF 42.-

Buchvernissage : Donnerstag, 15. September, 18 Uhr im Kunstmuseum Appenzell.

Bild: „obs/Heinrich Gebert Kulturstiftung Appenzell/Urs Baumann,Gais“

Die blinde Berliner Künstlerin Silja Korn: Unterwegs mit Pinsel, Farbe und Fotoapparat

Die aufgeklärte Menschheit hat sich allmählich daran gewöhnt, dass es blinde Musiker gibt oder blinde Sportler. Auch die Tatsache, dass eine blinde Seilschaft schon mal auf dem Mount Everest war, löst zwar große Bewunderung, aber kaum noch ungläubiges Erstaunen aus. Selbst die Existenz blinder Kneipenwirte gilt nicht mehr als besonders spektakulär. Doch bei der Erwähnung der blinden Malerin Silja Korn aus Berlin sind sogar die Blinden selbst irritiert,

Silja Korn im Gespräch

Silja Korn im Gespräch mit Besuchern ihrer Ausstellung in der Berliner  s…cultur (Foto: Brinkmann)

Barriere der Blindheit nicht vorhanden

Im kollektiven Bewusstsein der Menschheit,scheint künstlerisches Gestalten mit Farbe und Pinsel prinzipiell mit der Sehfähigkeit der gestaltenden Person verbunden zu sein. Silja Korn aber zeigt, dass so was auch ganz ohne Sehkraft geht. Diese Berliner Künstlerin zaubert expressive Farbfantasien auf die Leinwand, als wäre für sie die Barriere der Blindheit nicht vorhanden – zumindest nicht, während sie malt. Dann scheint sie die Farben gewissermaßen sogar zu sehen.

Reflexionen auf das Hier und Jetzt

Dieses Sehen der Farben ist natürlich ein Erinnern an Dieselben, denn bis ins Teeniealter konnte Silja Korn noch sehen. Ihre Bilder aber entstammen keineswegs den Tagen ihrer Kindheit, sondern sind Reflexionen auf ihr Leben im Hier und Jetzt mit den Empfindungen und Assoziationen, die sich daraus ergeben. Dieses Hier und Jetzt ist übrigens nicht nur der Malerei gewidmet, denn die geballte Kreativität dieser Künstlerin ist zu umfassend für ein einziges Genre. So spielt Silja Korn auch noch Theater, schreibt Geschichten und fotografiert. Außerdem veranstaltet sie Workshops für Leute, die gerne malen wollen. Bei all der Vielfalt dürfte Silja Korns Arbeit als Erzieherin in einer Berliner Kita kaum noch überraschen.

Aktuell sind fotografierte Bilder bzw. Fotos der Künstlerin in der Bibliothek von Ostrava (Tschechien) noch bis zum 27. Mai zu sehen. Weitere Ausstellungen in Tschechien folgen ab Juni. Außerdem zeigt das Akademie Hotel Berlin, Heinrich Mann Straße 29 eine vielfältige Auswahl von Silja Korns Gemälden noch bis Ende Juni.

Silja Korn und ihre interaktive Skulptur Begegnung

Silja Korn bei der Präsentation ihrer interaktiven Skulptur „Begegnung“ (Foto: peter bachstein)

Silja Korn ist eine in Richtung Öffentlichkeit orientierte Person. Daher überrascht es wol kaum, dass sie aktuell das neue Werbegesicht der Berliner Firma Möbel Hübner werden möchte. Das läuft über ein Internet Casting noch bis zum 22. Mai. Wer gern für Silja stimmen möchte,  kommt mit diesem Link auf die entsprechende Seite.

Und hier gehts zu Silja Korns Homepage…

wunschbrunnen

Dieses Gemälde von Silja Korn trägt den Titel „Wunschbrunnen“ (Foto: Vera Schwarz)

Bilder aus der Unterwasserwelt von David Doubilet auf dem MUNDOLOGIA Festival in Freiburg

(ots) – Vom 29. bis 31. Januar 2016 zeigt NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND im Rahmen des MUNDOLOGIA-Festivals in Freiburg eine Retrospektive des weltbekannten Naturfotografen David Doubilet. In seinem Werk dokumentiert der US-amerikanische Fotograf die faszinierende Schönheit der Unterwasserwelt, aber auch ihren fragilen Zustand sowie ihre Zerstörung.

Mehr als die Hälfte seines Lebens verbrachte David Doubilet im Wasser. 1946 in New York City geboren, begann er während eines Sommerlagers eher zufällig mit dem Tauchen. Die Welt unter Wasser hat ihn fortan nicht mehr losgelassen. Es folgten fünf Jahrzehnte voller Abenteuer und fotografischer Expeditionen. Mehrere Dutzend Reportagen für NATIONAL GEOGRAPHIC haben ihn rund um den Globus in alle Ozeane geführt.

Für Doubilet ist es eine persönliche Herausforderung, nicht nur die Schönheit der Unterwasser-Paradiese zu zeigen, sondern auch ihre andauernde Zerstörung. Dabei thematisiert er auch die verheerenden Auswirkungen des Klimawandels. Als einer der bekanntesten und renommiertesten Unterwasser-Fotografen der Welt hat David Doubilet wie kein anderer den Blick auf die Weltmeere mit ihren unterschiedlichen Landschaften und Lebensformen geprägt. Seine Bilder zeigen einen zerbrechlichen und unersetzlichen Lebensraum, dessen Schönheit und Kostbarkeit es zu bewahren gilt.

In der Ausstellung im Rahmen der MUNDOLOGIA werden rund 60 Fotografien von David Doubilet aus über drei Jahrzehnten gezeigt. Doubilet wird am 29. Januar 2016 um 17 Uhr auf der MUNDOLOGIA auch einen Live-Vortrag mit dem Titel „Coral Kingdoms and Empires of Ice“ halten. Die Ausstellung findet statt im Konzerthaus Freiburg, Konrad-Adenauer Platz 1. Siehe auch http://www.mundologia.de/