Terra X: Unterwegs in Sachen Evolution

Die gute alte und immer wieder neue Evolution hat u. a. Elefanten, Regenwürmer und Primaten hervorgebracht und natürlich auch Menschen, die wissenschaftliche Fernsehdokus wie Terra X produzieren. Nun sind die „Sternstunden der Evolution“ in Form eines Dreiteilers von und mit Dirk Steffens selbst Thema des beliebten Dauerbrenners aus dem Hause ZDF geworden.

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Der Urahn und die Forscher

Steffens nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise durch die Geschichte des Lebens. Sie lernen Luca kennen, den Urahn aller Lebewesen, und sind dabei, wenn Katastrophen einen Großteil des Lebens zerstören oder unscheinbare Arten ihre Chance für einen Neustart nutzen. Unterwegs trifft Steffens auch einige bedeutende Forscher unserer Zeit wie etwa Jane Goodall, Richard Dawkins und George Church.

Als Kulisse für die Moderationen dient ein Baumhaus auf Bali, mitten im Dschungel – einem der artenreichsten Lebensräume der Erde. Faszinierende Bilder zeigen die Wunder der Natur, aufwändige Computeranimationen lassen längst ausgestorbene Arten und vergangene Welten auferstehen, und Zeichentricks erklären auf unterhaltsame Weise die komplexen Zusammenhänge im Gefüge des Lebens.

Ei und Sex sind unkaputtbar

In der ersten Folge, „Der Anfang von allem“, am Sonntag, 28. August, geht es um den Ursprung des Lebens und Charles Darwins Evolutionstheorie, die keineswegs der Gegensatz zu Revolution war, sondern höchstselbst eine solche. Die zweite Folge, „Untergang und Neubeginn“, am 4. September erzählt, wie das Leben auf der Erde fünf Mal beinahe vor dem Aus stand, einige „Erfindungen“ der Evolution – zum Beispiel das Ei und der Sex – aber alle Katastrophen überstanden. Die dritte Folge am 11. September sucht nach Antworten auf die großen Rätsel der Evolution: Warum zum Beispiel schlafen wir, und wie unterhalten sich Tiere?

Diese Terra X Folgen gibt’s an den entsprechenden Sonntagen immer um 19.30 Uhr auf ZDF und ZDFneo zeigt die drei Folgen am Samstag, 3. September 2016, ab 14.55 Uhr.

Diesjähriger Fernsehpreis EMIL geht an „Raketenflieger Timmi“ aus der Sandmann-Reihe

Die Programmzeitschrift TV Spielfilm kürt mit dem EMIL seit 1995 jährlich herausragende kindgerechte Fernsehproduktionen, die erstmals im deutschsprachigen Fernsehen ausgestrahlt wurden. In diesem Jahr wurde der Animationskurzfilm „Raketenflieger Timmi – Der Technikplanet“ vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) aus der „Sandmann“ Sendung mit diesem Kinderfernsehfilmpreis  ausgezeichnet.

Den Stecker gezogen

Raketenflieger Timmi und Teddynaut fliegen zum Technikplaneten. Alles blinkt und summt. Die Bewohnerinnen und Bewohner sitzen an Computern, klopfen auf Tastaturen, blicken auf Bildschirme, telefonieren und wollen nicht gestört werden. Erst als Timmi und Teddynaut den Stecker ziehen, entdecken sie ihre Umgebung und freuen sich, einander zu treffen und miteinander zu reden.

Die Reihe „Raketenflieger Timmi“

In der Animationsreihe, entstanden als Sandmann-Koproduktion von rbb, MDR und NDR, träumt der Junge Tim davon, zu den Sternen zu fliegen. Er hat sich eine kleine Rakete gebastelt. Und weil er selbst nicht hineinpasst, vertreten ihn „an Bord“ die Papierfiguren Timmi und Teddynaut. Vor dem großen Flug ins All fragt Tim die beiden stets, ob im Cockpit alles „superrogerpupsokay“ ist. Wenn dem so ist, kann die Reise zu den fernen Planeten losgehen. Tim spricht und spielt alle Rollen selbst und fabriziert auch die nötigen Geräusche. Die Planeten und deren Bewohner sind sichtbar von ihm gebastelt. MotionWorks erweckt die Figuren im 3D-Programm zum Leben. Autor und Regisseur ist Andreas Strozyk.

Originelle Sandmann-Produktion

Die Botschaft ist klar“, lobt die Jury. In Zeiten der vielfältigen Mediennutzung, ja, Überreizung zeige Timmi, das man die Kisten auch mal ausmachen kann um nicht eine ganze Menge vom Leben zu verpassen. Seit Jahren, so die Jury, stehe der rbb für originelle, liebevolle und hochwertige Sandmännchen-Produktionen. Der Animationskurzfilm ‚Raketenflieger Timmi‘ hebe sich von diesen noch mal in zweifacher Hinsicht ab. Einerseits „ durch die fabelhafte, sehr einfallsreiche Optik, die dazu anregt, selbst kreativ zu werden“ und andererseits durch „die Kunst, eine kluge Message sympathisch rüberzubringen. Gut gemacht – oder um es mit den Worten von Raketenflieger Timmi zu sagen: Superrogerpupsokay!“

Dada ist als DADA DATA wieder da – als interaktives Online Portal

Strasbourg (ots) Dada ist wieder da und zieht als DADA DATA auch im digitalen Zeitalter zahlreiche Besucher aus der ganzen Welt auf das neue interaktive Portal. Seit der Veröffentlichung am Freitag verzeichnete DADA DATA bereits in den ersten vier Tagen über 120.000 Aufrufe. Der an DADA DATA beteiligte Sender ARTE freut sich besonders über den internationalen Zuspruch: 45% der Besucher kamen aus Frankreich, 20% aus Deutschland und bemerkenswerte 35% aus dem internationalen Raum – davon 20% aus den USA.

DADA DATA stellt, wie die Kunstbewegung damals, den grenzüberschreitenden Austausch von Know-How und Kreativität ins Zentrum. Es ist eine moderne, interaktive und transmediale Erzählung mit Collagen, Manifesten, Tweets und Ready Mades. Bis zum 5. März laden jeden Freitag neue interaktive Übungen den User dazu ein, mit sogenannten „Dada-Hacktionen“ Dada kennen zu lernen und zu erfahren. ARTE feiert das Dada-Jubiläum übrigens bimedial: Am Sonntag, den 14. Februar, wird um 17.30 Uhr die Dokumentation Viva Dada von Régine Abadia im TV ausgestrahlt.

DADA DATA, vom Kreativstudio Akufen programmiert und co-realisiert, ist eine internationale Koproduktion der Schweizerischen Radio- und Rundfunkgesellschaft SSR mit ARTE und DOCMINE. Außerdem gehören institutionelle Partner dazu wie Pro Helvetia, die Zürcher Hochschule der Künste und natürlich das Cabaret Voltaire, wo Dada vor hundert Jahren geboren wurde. Die DADA DATA Regisseure sind Anita Hugi und David Dufresne (u.a. zweifacher Gewinner des Grimme Online Awards mit Prison Valey und Fort McMoney).

Bartträger unter Dshihadistenverdacht oder „Es lebe das Klischee“

Als Einstieg erst mal eine Artikelempfehlung zum Thema „Rassistische Stereotype und Klischees in Film und Fernsehen“. Der Kollege Mohamed Amjahid hat sich nämlich zum Filmcasting für „Homeland“ angemeldet; die US-Serie sucht Statisten als Terroristen und da passt er schon vom Namen her ins Klischee der Agenturen. Außerdem kann er „akzentfrei arabisch jodeln“ und sein ‚Allahu Akbar’ würde definitiv jeden Drohnenpiloten in Alarmbereitschaft versetzen“. Doch eine Sache spricht dann doch gegen den Dreh.

Und überhaupt…

…gibt es nicht nur in der Filmbranche nette Mitmenschen, die jeden Bartträger – also auch mich – prinzipiell für einen Dshihadisten halten. Dabei hab ich den Bart schon fast fünfzig Jahre und damals war der Dshihadist bei uns noch keine Marke. Der Terrorist schon so im RAF Format. Worunter sich z. B. deutsche Polizisten immer schräge auffällige Vögel mit meterlangem Haar und – erraten – Bart vorstellten, die in klapprigen Autos unterwegs waren. Zwar sah keiner der gesuchten RAF Leute so aus und in einer ollen Ente fuhren die auch nicht rum. Doch der durchschnittliche deutsche Dorfsheriff kam über den Tellerrand seines liebgewordenen Klischees nicht hinaus und lochte Leute wie mich mit Freuden ein überzeugt davon, endlich einen der bösen Untergrundkämpfer erwischt zu haben.

Solche Dorfsheriffs gabs übrigens nicht nur auf dem platten Land oder in den bayrischen Bergen, sondern auch in den Städten. So kam es, dass ich aus den oben beschriebenen Gründen 1970 in Heidelberg mein Nachtquartier kurzfristig im Polizeiknast aufschlagen durfte. Ein Jahrs später passierte selbiges auch im Zusammenhang mit Dorfsheriffs in Westberlin, woraus ersichtlich wird, dass diese Insel seinerzeit dem gern und häufig beschriebenen Dorfcharakter entsprach.

Dshihadistenklischee bedienenGut, heute passiert mir das nicht mehr und der Polizist als Dorfsheriff ist ja auch nur noch so ein banales Klischee, oder?  Ich werde nur noch als Dshihadist beschimpft von glattrasierter deutschtümelnder Männlichkeit. Dabei hat mein Bart aktuell garnicht die vorschriftsmäßige Dshihadistenlänge. Doch die Fans des simplen Klischees können beruhigt sein – ich bin nämlich gerade dabei, mir mein Winterfell wachsen zu lassen und mit der Tischdecke uff’m Kopp seh ick doch fast echt zum fürchten aus wa?

Internationale Funkausstellung Berlin: ARD mit gläsernem Digi Studio dabei

Die Internationale Funkausstellung, kurz und knapp IFA genannt, wird am 4. September mal wieder ihre Tore öffnen und sicher für viele Leute während einer Berlin Reise die Funktion eines Besuchermagneten ausüben. Wer dabei auch mal Radio und Fernsehen live erleben und dazu Information, Unterhaltung sowie die neuesten Technik-Trends serviert bekommen möchte, wird in Halle 2.2. von der dort aktiven ARD entsprechend versorgt.

Thematisch dreht es sich in Halle 2.2 um Digitalradio, den HbbTV-Standard und um die Programme der ARD. Mit dem IFA-Radio aus einem gläsernen Digitalradio-Studio liefert die ARD den Sound zur Funkausstellung, während ARD Digital im „digitalen Wohnzimmer“ über aktuelle Innovationen sowie Chancen der klassischen und neuen Verbreitungswege informiert. Dazu gibt es viel Neues zu entdecken, darunter die weltweit erste virtuelle 360-Grad-Videodokumentation von ARTE. Darüber hinaus bieten Top-Journalisten und Unterhaltungs-Stars der ARD als Gäste und Akteure auf der ARD-Bühne Abwechslung für die ganze Familie. Weitere Infos gibt’s hier: www.ifa.ard.de.