München im Frühling: Events zwischen Kunst Design und Wissenschaft.

München - KopieWer im aktuellen Frühjahr eine Reise nach München plant, kann nicht nur das gerade begonnene Faust Festival besuchen, sondern weitere Events zwischen Kunst aus den 20ern, Design von Heute, Blick in den Kosmos und Party. Hier eine kleine bunte Auswahl…

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Historische Kinderwagen im Stadtmuseum Meißen

Sportkinderwagen im Schubkarrenformat c peter bachstein

Das Stadtmuseum der sächsischen Porzellanstadt Meißen präsentiert z. Zt. eine Sonderausstellung zum Thema „Kinder in Fahrt: Mit 100 Kinderwagen durch die Geschichte“.  Die spannende Schau zeigt, wie sehr sich dieses inzwischen alltägliche Transportmittel für die Kleinsten im Laufe von 160 Jahren gewandelt hat. Die Ausstellung, in der auch dieses Schubkarrenmodell zu sehen ist,  kann noch bis zum 25. Februar besucht werden…

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Kammermusik, Kulturfenster und Design im Schweizer Bergdorf Vals

Sommer-Veranstaltungen in ValsKleiner Kulturtipp für Schweiz-Urlauber: Vals im Kanton Graubünden präsentiert in diesem Sommer gleich drei Mal Kultur vom Feisten. Zunächst gibt im Valser Musiksommer zwischen dem 30. Juli und 4. August ein vierköpfiges Kammermusik-Ensemble den Ton an und am 19. August eröffnet das Valser Kulturfenster sein dreiwöchiges Programm. Während des ganzen Fest- und Kulturprogramms gastiert die AGI-Ausstellung „COEXISTENCE“ im Bergdorf Vals. Weiterlesen

Groninger Museum präsentiert Maarten Baas als Einzelausstellung

Verbrannte Klassiker und Möbel aus KneteSeit dem 18. Februar präsentiert das Groninger Museum die erste große Einzelausstellung des gefeierten niederländischen Designers Maarten Baas. Unter dem Titel „Hide & Seek, Maarten Baas“ werden viele jener Entwürfe gezeigt, mit denen Baas Weltruhm erlangte, darunter die Serien „Smoke“ und „Clay“. Aber auch mit aktuellen Entwürfen und Videopremieren kann das Museum auftrumpfen. Die Ausstellung ist bis 24. September zu sehen.

Kunst, Design oder Beides?

Baas‘ Arbeiten sind angesiedelt in den Weiten des Grenzgebietes zwischen Kunst und Design und werden vom Museum als „konzeptuell, humorvoll, rebellisch und theatralisch“ bezeichnen. Sein Studium schloss Maarten Baas (Jahrgang 1978) 2002 an der namhaften Design Academy in Eindhoven mit der Serie „Smoke“ ab. Dafür zündete er Designklassiker an und überzog sie mit transparentem Epoxidharz, wodurch sie wieder brauchbar wurden. „Clay“ ist eine von Hand mit synthetischer Modelliermasse verkleidete Möbelreihe. Das Mendini Restaurant im Groninger Museum wurde vollständig mit den Unikaten dieser „Clay“-Serie eingerichtet. Typisch für Baas ist auch das bemerkenswerte Projekt Real Time (2009): Eine Uhr, in der ein Mann im blauen Overall jede Minute malt und wieder wegwischt. Baas verbindet hier Theater, Kunst, Film und Design.

Neue Arbeiten

Hide & Seek, Maarten Baas“ zeigt auch aktuelle Arbeiten wie „Tree Trunk Chair“, „Carapace“ und „Close Parity“. Überdies gibt es eine Vorschau auf sein neuestes Projekt „May I have your attention, please?“, eine Kooperation zwischen Maarten Baas und Lensvelt für die Mailänder Designmesse im April 2017. Und erstmals zu sehen ist das acht Videos umfassende Hide & Seek.

Zum Groninger Museum

Das Groninger Museum ist das bedeutendste seiner Art im Norden der Niederlande. Es ist extrovertiert sowie farbenfroh und beherbergt eine vielseitige Sammlung mit Kunst, Design und Mode von der Steinzeit bis zur Gegenwart. Für zahlreiche Kulturreisende sind nicht nur die verschiedenen Ausstellungen, sondern die im Pavillonstil gestalteten Museumsgebäude selbst ein Highlight. Sie wurden in den Neunzigerjahren nach Entwürfen errichtet, die u. a. vom italienischen Designer und Architekten Alessandro Mendini stammen und erstrecken sich von allen Seiten gut sichtbar auf einer Insel im Groninger Verbindungskanal. Mendini, der übrigens als Vater des postmodernen Design gilt, legte immer Wert auf Kooperationen. So arbeitete er auch bezüglich des Groninger Museums mit weiteren Architekten und Designern wie etwa Coop Himmelb(l)au zusammen.

Foto: Ventialotren: Groninger Museum / presseportal.de

Gewitterwolke für Zuhause mit Bloutooth- und LED-Technik

Wie wäre es mit einer Wolke im Schlafzimmer, die mit Blitz und Donner so richtig Gewitter macht? Klingt vielleicht ein bisschen gewöhnungsbedürftig, ist aber die neueste Kreation des US-amerikanischen Kunststudios Richard Clarkson und trägt die treffende Bezeichnung „Making Weather“.

Technisch gesehen ist diese tolle Wettermacherwolke ein Bluetooth-Lautsprecher, kann natürlich auch ganz normal als ein Solcher verwendet werden und wurde von den Amis gemeinsam mit dem niederländischen Start-up Crealev entwickelt. Sie kann mit Hilfe magnetischer Kräfte in wenigen Zentimetern Abstand frei über einem dazugehörigen Bodenteil schweben, was den Wolkeneindruck erhöht. Damit unterscheidet sie sich ein bisschen von der Smart Cloud aus der selben Designerbude, die allerdings per Kabel sowohl mit der Stromversorgung wie auch mit der Zimmerdecke verbunden war. Die Blitze werden übrigens mit LED-Lichtern erzeugt, sodass „Making Weather“ nicht nur eine kleine Gewittershow im Schlafzimmer liefern kann, sondern sich bei Bedarf auch in eine simple Leselampe verwandeln lässt.

Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist und die Donner-und-Blitz Wolke sofort kaufen will – beispielsweise als Weihnachtsgeschenk für geliebte Bettpartner – hat allerdings Pech, denn es gibt von ihr bislang nur einen funktionierenden Prototyp. Aber bis zum Tannenbaum- und Kerzenfest ist ja noch ein bisschen Zeit, vielleicht klappts ja bis dahin noch.

Hier gibt’s ein Video zu Making Weather und hier von der Smart Cloud am Kabel, die auch schon blitzt und donnert. Sind allerdings nur direkt auf der Seite von Clarkson zu bewundern. Direkt veröffentlicht werden geht in Deutschland noch nicht…

Kickkoff: Erstes Kamingespräch des Berliner NetzStamms in der S…Cultur

Neben seinen zahlreichen Spaziergängen und Trekkingtouren ist der Großstadtwanderer gern auch als Moderator kleiner Talkrunden unterwegs. Gerade gestern, am Donnerstag den 6. Oktober war es mal wieder soweit. Da brachte der NetzStamm unter dem Titel „Kamingespräch“ das Kickoff seines neuesten Formats auf die berühmte Klappbühne in der Neuköllner S…Cultur.

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Der Großstadtwanderer inmitten seiner beiden Talkgäste Silja Korn und Klaus Hoffmann. Foto: Christian Polinna www.fotojournalist-berlin.de

Als Talkgäste konnte der Großstadtwanderer zwei besonders kreative Akteure der Berliner Kultur- und Designszene begrüßen. Da war zum einen die blinde Malerin Silja Korn, die neulich erst als Teilnehmerin der politischen Aktion „Blinde gehen baden“ vor dem Bundestag durch die Spree geschwommen war. Bei der Talkrunde in der S…Cultur präsentierte sie zwei ihrer inzwischen gut sechshundert Gemälde. Dabei erläuterte sie den Besuchern des Events ihr Verhältnis zu den Farben, die sie aus der Erinnerung kennt. Zum anderen saß in der Dreierrunde auch Klaus Hoffmann, der wohl zu den ungewöhnlichsten Fashion Designern Berlins gehört. Im ersten Leben war er weltweit aktiver Stadtplaner und während Andere im wohlverdienten Ruhestand faulenzen, fühlte Klaus Hoffmann sich dazu berufen, Fliegen zum selber binden zu entwerfen. Inzwischen ist er bei einer Kollektion Boxershorts aus Seide angelangt.

kamin_kickoff-20-kopieWie sich am Ende herausstellte, hatte sich auch Silja Korn neuerdings ein wenig mit dem Bereich Modedesign befasst. Eines der Ergebnisse trug sie an diesem Abend als Shirt. Sie hat aber nicht nur dieses eine mit ihren eigenen Motiven gestaltet, sondern eine ganze Kollektion, die auf der Seite von Handicapsports zu sehen und zu kaufen sind.

 

Das war damals Avantgarde: Zwei spannende Ausstellungen in der Kunsthalle Wien

Wien (ots) – Die Kunsthalle Wien betrachtet in ihren Sommerausstellungen wichtige Avantgarde-Bewegungen der Moderne durch das Prisma der zeitgenössischen Kunst. Dazu meint Nicolaus Schafhausen, Direktor der Kunsthalle Wien: „Das Überwinden von Genregrenzen in zeitgenössischen Ausstellungen ist ein Thema, das mich extrem interessiert. Wir freuen uns mit diesen Projekten neue, relevante Aspekte von Architektur- und Designbewegungen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts vorzustellen.“

Zunächst dreht sich alles um Beton (25.6.-16.10.2016)

Ab 25. Juni thematisiert die Gruppenausstellung „Beton“ die sozialen Utopien der Architektur der 1960er und 1970er Jahre und wirft ein Schlaglicht auf die Aktualität des Werkstoffs Beton in der Auseinandersetzung zeitgenössischer Künstler/innen. Hier stehen die Modernität des Materials und die ästhetische Radikalität ebenso im Zentrum, wie die sozialen und ideologischen Implikationen vergangener Betonarchitektur. Hochhäuser, freischwingende Brücken und andere spektakuläre Insignien des 20. Jahrhunderts wären ohne Beton nicht möglich gewesen.

Dennoch galt Beton lange Zeit als Material ohne Eigenschaft, als Baustoff der modernen Massengesellschaft. Die „Unwirtlichkeit der Städte“ verbindet sich für viele mit der grauen Anonymität schnell errichteter Bauten in einheitlichem Look. Übersehen wird dabei oft, welche Innovation mit dem Bauen in Beton verbunden war und welche stadtplanerischen Ideen sich damit realisieren ließen. Die Kompromisslosigkeit des Materials, sein Bekenntnis zur Gegenwart und der Bruch mit Traditionen spiegeln eine Zeit, die emphatisch an eine architektonische Gestaltbarkeit der Zukunft glaubte. Der Blick der Künstler/innen auf die Betonbauten und Stadtplanungen der Nachkriegszeit lässt auch die Euphorie der damaligen Zeit wieder aufleben.

Die Potenziale dieses Materials sind nicht nur richtungsweisend für die Vergangenheit, sondern auch für utopische Projekte der Zukunft. Die Ausstellung zeigt u. a. Werke von internationalen Künstler/innen wie Olaf Metzel, Sofie Thorsen, Heba Amin oder Susanne Kriemann, die mit installativen Arbeiten vertreten sind. Des weiteren sind skulpturale Objekte von Isa Genzken oder Jumana Manna und Fotoarbeiten von Thomas Demand, Werner Feiersinger oder Heidi Specker zu sehen.

Nathalie Du Pasquier und die Vermischung der Genres  (15.7.- 13.11.2016)

Die Künstlerin und Designerin Nathalie Du Pasquier zeigt mit BIG OBJECTS NOT ALWAYS SILENT in der Kunsthalle Wien ihre weltweit erste derart umfangreiche Schau. Nathalie Du Pasquier war Gründungsmitglied des legendären Mailänder Design- und Architekturkollektivs Memphis, das in den 1980er Jahren ikonische Objekte in bunten Farben schuf und damit einen unverwechselbaren Stil prägte. Seit den späten 1980er Jahren widmet sich Nathalie Du Pasquier vor allem der Malerei.

In dieser Ausstellung werden Malerei und Muster, Skulptur und Design, textile Objekte und Keramik in komplexen Arrangements zusammen zusammengeführt. Mit dieser Methode werden die vielfältigen Beziehungen der Objekte zueinander wie auch die Vermischung der Genres sichtbar. So entsteht ein lustvolles Spiel von Farben, Formen und Medien.

Weitere Infos gibt’s hier