Die Rivalen von WhatsApp

Unter den Messengern ist WhatsApp der absolute Gigant mit Nutzerzahlen im Milliardenbereich. Im Vergleich dazu wirken die Konkurrenten noch sehr klein. Allerdings sind einige doch schon erfolgreich dabei, gegenüber WhatsApp Boden gut zu machen…

Telegramm

So hat der Cloud basierte Instant-Messenger Telegramm inzwischen auch schon 200 Millionen Nutzer und ist damit zum führenden Rivalen von WhatsApp geworden. Dieser Messenger, einst entwickelt von digitalen Nomaden, bietet nicht nur die von WhatsApp hinlänglich bekannten Funktionen, sondern darüber hinaus weitere Features – z. B. sich selbst löschende Nachrichten. Außerdem kannst Du mit Hilfe von Bots Telegram an Deine persönlichen Bedürfnisse anpassen indem Du beispielsweise Suchmaschinen oder Übersetzer mit einbaust. Weiterlesen

Passende Apps zum sicheren Surfen in öffentlichen WLAN-Netzwerken

Spickzettel auf dem SmartphoneDie meisten Leute sind hinsichtlich Datensicherheit allgemein sehr sorglos – besonders beim Surfen in öffentlichen WLAN-Netzwerken. Damit öffnen sie selbst Anfängern unter den Hackern bereitwillig alle Türen zu ihrer Privatsphäre und fordern Cyberkriminelle geradezu zum Diebstahl ihrer Daten auf. Nun meldet silicon.de, dass mit Hilfe von Nortons App Wi-Fi Privacy ein solcher Datendiebstahl angeblich verhindert werden kann. Kostenpunkt: Knapp 30 Euro im Jahr. Dafür gibt’s den Schutz für ein mobiles Endgerät sowie In-App-Support rund um die Uhr. Demnächst soll die App auch für PCs, Macs und als Mehrgeräte-Lizenz verfügbar sein.

Ohne Sorgen unterwegs im Internet

Nun hat Norton Recht mit der Annahme, dass die Leute sich furchtbar sorglos über öffentliche WLAN-Netzwerke im Internet tummeln. Sie lassen gern ihre Bankdaten und Passwörter durch diese Webzugänge flutschen und können sich offenbar überhaupt nicht vorstellen, dass sie dadurch dicke Probleme bekommen könnten. Das belegen beispielsweise Zahlen eines Reports des Marktforschungsunternehmens Edelman Intelligence, der allerdings von Norton selbst in Auftrag gegeben wurde.

Die Befragung erfolgte online und bezog sich nur auf Personen die öffentliches WLLAN nutzten. Sie fand in neun Ländern unter insgesamt 9135 Teilnehmern ab 18 Jahren statt. In Deutschland wurden 1005 Personen befragt. Dabei zeigte sich z. B. dass 58 Prozent der Deutschen offenbar felsenfest daran glauben, dass ihre Daten in ungesicherten WLAN-Netzwerken sicher sind, wobei die Jüngeren – die sogenannten Millenials – mit 68 Prozent Sorglosigkeit Hackern den geringsten Widerstand entgegensetzen. Hingegen sind die älteren Hasen (55 plus) mit passenderweise 55 Prozent Blauäugigkeit sogar etwas besser in puncto Sicherheit positioniert. Besonders beruhigend ist diese Quote jedoch auch nicht. Noch erschreckender ist jedoch, dass sogar 66 Prozent der Eltern felsenfest an die Sicherheit in öffentlichen WLAN-Netzwerken glauben – da wundert es nicht, dass die Kids sich in dieser Hinsicht kaum noch Gedanken um die Sicherheit ihrer Daten machen. Übrigens sind kinderlose Personen etwas weniger gutgläubig. Von ihnen gehen nur 59 Prozent von einer allgemeinen Datensicherheit aus, wenn sie über offene WLAN-Hotspots surfen.

Wie der Report auch zeigt, loggt sich insgesamt mehr als die Hälfte der deutschen Internetnutzer unter Verwendung ungesicherter WLAN-Hotspots in persönliche Mail-Accounts ein und 43 Prozent der Befragten melden sich mit persönlichen Daten in Social-Media-Accounts an – zur großen Freude von Cyberkriminellen…

Ähnliche Apps von anderen Anbietern

Nun ist Norton keineswegs der Vorprescher hinsichtlich sicherem Zugang in öffentlichen WLAN-Netzwerken. Seit Ende April gibt’s z. B. von Opera einen kostenlosen VPN-Client ohne Datenlimit als Bestandteil seines Desktop-Browsers. Nutzer können verschlüsselt und anonym online gehen sowie einen virtuellen Standort wählen. Seit Anfang Mai gibt es ihn samt Werbeblocker und Trackingschutz auch als App für iOS. Auch VPN-Apps wie sie Avast, Avira, G Data und F-Secure anbieten, versprechen ähnlichen Schutz zu unterschiedlichen Preisen und bieten sogar weitere Funktionen.

Wer es noch etwas ausführlicher möchte, kann hier klicken..

Internetfirmen lassen sich per Datenschutzerklärung weitreichende Rechte einräumen

Seit es das heilige oder manchmal gar allmächtige Internet gibt, sind dort Firmen unterwegs die sich u. a. als Sammler betätigen – sie sammeln vor allem bienenfleißig möglichst viele Daten ihrer Kunden. Konzerne wie Amazon, Facebook oder Microsoft sind in dieser Hinsicht besonders hungrig und schlucken nach dem Motto „was man hat das hat man“ alles an Userdaten, was sie bekommen können auch wenn manches zunächst noch gar nicht brauchbar erscheint.

Datenschutzerklärungen oft schwammig formuliert

Es gehört auch zum üblichen Geschäftsgebaren zahlreicher Internetfirmen, sich per Datenschutzerklärung zum Teil weitreichende Rechte einzuräumen. Darüber informieren sie die Kunden aber oft nur mit unverständlichen Formulierungen. Einige Firmen geben die Daten der Nutzer auch an Dienstleister im Ausland weiter, überwachen bei Onlinespielen den Chat und die Gespräche der Spieler und erstellen durch die Verknüpfung der Daten umfangreiche Benutzerprofile.

In diesem Zusammenhang hat Stiftung Warentest die Datenschutzerklärungen von 16 Internetfirmen geprüft. Dabei hätte sich gezeigt, dass die Dokumenten mit bis zu 45 Seiten zwar sehr lang, aus Verbrauchersicht aber kaum aussagekräftig sind. Nur rund ein Drittel der Unternehmen klärt nach Ansicht der Tester die Kunden halbwegs verständlich auf, darunter Maxdome, Napster oder Otto. Der größere Teil versteckt sich hinter unklaren, schwammigen Formulierungen.

Datenschutzerklärung als Freibrief zum Sammeln von Daten

Statt den Kunden weitgehende Souveränität über seine Daten einzuräumen, „ähneln einige Datenschutzbestimmungen eher einem Freibrief zum Sammeln und Speichern“, heißt es in einer Pressemitteilung von Stiftung Warentest. Der Musikdienst Spotify lasse sich sogar das Recht erteilen, die Daten der User auch an Dienstleister in Brasilien, den USA oder Singapur zu übertragen, in denen die Kunden „weniger Rechte in Bezug auf ihre personenbezogenen Daten haben“. Microsoft wiederum lasse die Kunden wissen, dass die bei der Nutzung seiner Dienste anfallenden Daten verknüpft werden. Mithilfe der Daten des Emailkontos Outlook, dem Skype-Internettelefondienst, der Suchmaschine Bing und des Clouddienstes OneDrive kann das Unternehmen so ein umfangreiches Benutzerprofil erstellen. Außerdem erklärt der Konzern, bei Onlinespielen über die Spielekonsole Xbox den Chat und die Gespräche der Spieler stichprobenartig zu überwachen.

Der ausführliche Test Datenschutzbestimmungen von Internetfirmen ist bereits jetzt kostenfrei hier abrufbar, erscheint aber auch in der März-Ausgabe der Zeitschrift test (ab 26.02.2016 am Kiosk)

Kostenloser Onlinekurs zum Thema Datensicherheit in Social Media

Mit einem zweiwöchigen kostenlosen Online-Workshop zum Thema „Social Media – What No One has Told You about Privacy“ startet openHPI, die Online-Bildungsplattform des Potsdamer Hasso-Plattner-Instituts (HPI), in das neue Jahr. Vom 18. Januar an können die Teilnehmer lernen, worauf sie bei der Verwaltung ihrer Accounts achten sollten, damit persönliche Daten nicht in falsche Hände geraten.

Geleitet wird dieser Workshop, der in englischer Sprache stattfindet und am 18. Januar beginnt, von der Informatikwissenschaftlerin Dr. Anne Kayem. Nach einer kurzen Einführung in die Geschichte der Social Media geht es unter anderem um Themen wie die Wahl eines sicheren Passworts und das Einrichten von Zugriffskontrollen. Ferner werden die Vorgehensweise von Cyberkriminellen und einige Beispiele von Angriffen erläutert. „Selbst Personen, die das Internet nicht oder kaum nutzen, sind vor Datenmissbrauch und Identitätsdiebstahl nicht gefeit“, warnt Kayem. Deshalb sei ihr Kurs auch jenen zu empfehlen, die Tipps rund um das Thema Datenschutz benötigten.

Interessenten können sich mit diesem Link zu dem kostenlosen Online-Workshopanmelden. Dort gibt es auch eine Übersicht über alle 12 Angebote im neuen Jahresprogramm von openHPI.

Zum Hintergrund zu www.open.HPI.de

.openHPI bietet seine kostenlosen, für jeden frei zugänglichen Onlinekurse zu Themen der Informationstechnologie seit September 2012 an. Über 235.000 Einschreibungen von gut 107.000 Nutzern aus etwa 150 Ländern sind derzeit auf openHPI registriert. Mehr als 30.000 Zertifikate konnten bereits für erfolgreiche Lernende ausgestellt werden. Sämtliche Onlinekurse, die bislang auf Deutsch, Englisch und Chinesisch auf der Plattform angeboten wurden, sind auch im Archivmodus jetzt noch jederzeit nutzbar, allerdings ohne Prüfung und Zertifikat.

Einzigartiges Angebot

Die Internet-Bildungsplattform openHPI ist dadurch weltweit einzigartig, dass sich die Inhalte auf Informationstechnologie und Informatik konzentrieren und die Kurse sowohl in deutscher, englischer und chinesischer Sprache angeboten werden. Im Unterschied zu „traditionellen“ Vorlesungsportalen folgen die Kurse bei openhpi.de einem festen sechswöchigen Zeitplan – mit definierten Angebotsimpulsen wie Lehr-Videos, Texte, Selbsttests, regelmäßige Hausaufgaben und Prüfungsaufgaben. Kombiniert sind die Angebote mit einem Forum, in dem sich die Teilnehmer mit den Kursbetreuern und anderen Teilnehmern austauschen, Fragen klären und weiterführende Themen diskutieren können.