Berlin winterlich gestylet

Kaum zu glauben – aber in Berlin hat es tatsächlich geschneit. Sogar das kleine Stillleben auf dem Hinterhof und das kugelige Bäumchen tragen winterlichen Puder.

Stilleben auf dem HinterhofKugelbäumchen in der Detmolder Straße winterlich gepudert

Fast wie in einem Winterwunderland versteckt die Wohnregale hinterm Ostbahnhof…

Hinterm Ostbahnhof

…und der Tiergarten outet sich als weißer Winterwald.

Im Tiergarten

Da darf dieser freundliche Weggefährte natürlich nicht  fehlen

Dieser gute alte Freund ist auch wieder da

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Hotel Bogota Berlin -die Geschichte einer Institution des Neuen Westens als Doku im rbb Fernsehen

Das Fernsehen des rbb bringt am 15. Dezember ab 22.45 Uhr eine Doku über das kleine aber weltberühmte Hotel „Bogota“ in Berlin Charlottenburg, das im Jahre 2013 geschlossen wurde. Bis dahin war das Haus in der Schlüterstraße 45 nicht nur irgendein Hotel, sondern ein historischer Ereignisort. Im Jahre 1911 als Mietshaus eines Bankiers erbaut wurde es während der Weimarer Republik zu einer Institution des „Neuen Westens“ von Berlin und zu einem Zentrum jüdischen Kulturlebens. Berühmte Leute gingen ein und aus und Helmut Newton ging hier sogar in die Lehre und zwar bei „Yva“, der damals berühmtesten Modefotografin Deutschlands, die dort Wohnung und Atelier hatte.

Der „Neue Westen“ stand seinerzeit für Aufbruch in die Moderne und wurde daher von konservativen und reaktionären Kreisen nicht gerade geliebt. Ab 1930 setzten sie alles daran, den „Neuen Westen“ zu okkupieren und als die Nazis dann an der Macht waren, geschah das mit allen Mitteln des terroristischen Staatsapparates. Das bekam auch das Haus in der Schlüterstraße zu spüren: Es wurde 1940 Sitz der Reichskulturkammer mit ihrem Leiter Hans Hinkel. Hier mussten alle damals bekannten Größen der deutschen Unterhaltungsindustrie vorsprechen um ihr Deutschtum zu beweisen. „Yva“ konnte das aufgrund ihrer jüdischen Herkunft im Sinne der Nazis natürlich nicht, wurde in ein Vernichtungslager verschleppt und dort ermordet.Weil die Nazis als echte Bürokraten die Akten über die Kulturschaffenden fein säuberlich gesammelt und im Keller deponiert hatten, bekam nach dem Krieg die britische Entnazifizierungsabteilung Interesse an dem Haus und zog für einige Jahre dort ein.

Den Namen „Bogota“ bekam das Haus übrigens erst in den Sechzigerjahren. Der jüdische Emigrant Heinz Rewald wählte ihn als Reminiszenz an seinem Zufluchtsort in der kolumbianischen Hauptstadt.

Der Schauspieler Ilja Richter erzählt in seinem ersten Dokumentarfilm die Geschichte des „Bogota“. Ehemalige Gäste kommen zu Wort, ebenso wie Historiker, Schriftsteller und Künstler – und die Hoteliersfamilie Rissmann. Hanna Schygulla, Dieter Hallervorden, Dani Levy, Jim Rakete u. a. beleben die Vergangenheit. Mit der Schließung des Hotels im Dezember 2013 beleuchtet Ilja Richter aber auch die umfassenden Veränderungen, wie man sie in Berlin seit Jahren beobachten kann: bestehende Strukturen werden entfernt, um neue zu schaffen; oder – wie der Fotograf Jim Rakete es formuliert – „Orte werden umgewidmet“. Und Ilja Richter sagt: „Die gezeigte Gegenwart ist bereits Geschichte. Denn während wir im Film dem Scheitern des Hoteliers zusehen, sind die Planungen für das Haus bereits vorangeschritten.“

Fotowettbewerb der ITB Berlin: „Große Momente“ aus 50 Jahren Urlaub gesucht

Die ITB Berlin feiert gern „Große Momente“ und mit diesem Motto im nächsten Jahr ihr 50jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass sollen alle, die gern in die Ferne schweifen, ihre großen Momente in Form von tollen Urlaubsfotos aus den vergangenen 50 Jahren einzusenden. Dazu schreiben die Teilnehmer noch ein paar Zeilen, wo und wann das Foto entstanden ist und welches Erlebnis sie damit verbinden. Die schönsten, aufregendsten oder skurillsten Bilder werden veröffentlicht und mit attraktiven Preisen belohnt

Mitmachen lohnt sich! Wertvolle Reisepreise erwarten die Gewinner. Der Hauptpreis ist eine Reise für zwei Personen auf die Malediven. Einsendeschluss ist der 3. Januar 2016. Bis 10. Januar findet die Sichtung und Vorauswahl der besten Fotos durch eine Jury der ITB Berlin statt. Danach werden die ausgewählten Motive unter http://www.facebook.com/ITBBerlin ins Netz gestellt und das Publikum kann in einem öffentlichen Voting für das beste Foto abstimmen. Die Gewinner-Fotos werden vom 22. Februar bis 13. März 2016 im Rahmen der ITB Berlin Werbekampagne auf diversen Websites, in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und Instagram, in der Presse, auf Plakaten und digitalen Werbeflächen in Berlin und Brandenburg sowie auf der ITB Berlin veröffentlicht.

Die Fotos können entweder in digitaler Form per E-Mail an itb50@messe-berlin.de oder gedruckt an die Messe Berlin GmbH, ITB Team, Messedamm 22, 14055 Berlin eingereicht werden. Fotoabzüge sollten das Mindestformat 9×13 cm haben. Digitale Bilder müssen mindestens ein MB groß sein und als JPEG-Datei abgespeichert werden.

Mehr Informationen zu den Teilnahmebedingungen finden Interessierte mit diesem Link….

Nicht nur Bulette und Döner: Berlin wurde zur Veggie Hauptstadt gekürt

Da es in Berlin nicht nur Döner, Bulette und Currywurst gibt, sondern u. a. auch jede Menge fleischlose Speisen wurde die Metropole mit der großen Klappe nun auch noch zur vegetarischen Hauptstadt erklärt und zwar vom angesehenen US-Magazin „Saveur“. Die internationale Auszeichnung der Feinschmeckerzeitschrift würdigt die kulinarische Entwicklung der Stadt mit einer Vielfalt von rund 30 veganen und 300 vegetarischen Restaurants und Imbissen. Die Gewinner der „Saveur Awards“ werden jährlich von den rund 325.000 Lesern sowie den Redakteuren des in New York ansässigen Gourmetmagazins gekürt.

Die Auszeichnung würdigt, dass sich Berlin gastronomisch weiterentwickelt habe. Die hochwertige grüne Küche überflügele mittlerweile sogar das eher fleischlastige Berliner Angebot, schreibt „Saveur“ in der Begründung. Die internationale Zuwanderung sowie die Unkonventionalität der Stadt hätten maßgeblich zur neuen vegetarischen und veganen Vielfalt beigetragen, so das Magazin. Die vegetarischen Lokale seien auch attraktiv für Besucher, die sonst Fleisch konsumierten.

Die vegetarische Küche ist im Herzen der Berliner Gastroszene angekommen. Das Lokal „Cookies Cream“ gilt als Trendsetter für die vegetarisch-hochwertige Gastronomie Berlins und wurde 2014 vom Gault-Millau-Gourmetführer ausgezeichnet. Das vegane Restaurant „Lucky Leek“ in der Kollwitzstraße hat sich bereits einen Eintrag in den renommierten Guide Michelin erkocht. Zudem verwenden immer mehr Restaurantchefs biologisch und regional angebaute Zutaten und setzen vegetarische Gerichte auf die Karte wie das Kreuzberger  „Nobelhart & Schmutzig“-Lokal. Obendrein bietet inzwischen gar manche Imbissstände „Vöner“ an. Das ist – erraten – Veggiedöner. Mustafas „Gemüse Kebap“ (Meringdamm 32) ist inzwischen längst ein weltberühmter Reinbeißer, für den die Menschheit offenbar gern Schlange steht.

rixcotta aus neuklöllnDer gastronomische Trend in Berlin geht einher mit einer verstärkten Nachfrage nach biologisch und nachhaltig produzierten Stoffen, veganer Mode, sozialen Koch-Projekten, „Resteverwertungs-Restaurants“ wie dem geplanten „Restlos Glücklich“ und dem „Upcycling“ von gebrauchten Möbeln oder Kleidungsstücken.

Mit Pinsel, Farbe und Fotoapparat: Über die blinde Berliner Künstlerin Silja Korn

Die aufgeklärte Menschheit hat sich allmählich daran gewöhnt, dass es blinde Musiker gibt oder blinde Sportler. Auch die Tatsache, dass eine blinde Seilschaft schon mal auf dem Mount Everest war, löst zwar große Bewunderung, aber kaum noch ungläubiges Erstaunen aus. Selbst die Existenz blinder Kneipenwirte gilt nicht mehr als besonders spektakulär.

Barriere der Blindheit nicht vorhanden

Doch bei der Erwähnung der blinden Malerin Silja Korn aus Berlin sind sogar die Blinden selbst irritiert, denn im kollektiven Bewusstsein scheint künstlerisches Gestalten mit Farbe und Pinsel prinzipiell mit der Sehfähigkeit der gestaltenden Person verbunden zu sein. Diese Berliner Künstlerin aber zaubert expressive Farbfantasien auf die Leinwand, als wäre für sie die Barriere der Blindheit nicht vorhanden – zumindest nicht, während sie malt. Dann scheint sie die Farben gewissermaßen sogar zu sehen.

Reflexionen auf das Hier und Jetzt

Dieses Sehen der Farben ist natürlich ein Erinnern an Dieselben, denn bis ins Teeniealter konnte Silja Korn noch sehen. Ihre Bilder aber entstammen keineswegs den Tagen ihrer Kindheit, sondern sind Reflexionen auf ihr Leben im Hier und Jetzt mit den Empfindungen Assoziationen, die sich daraus ergeben.Dieses Hier und Jetzt ist übrigens nicht nur der Malerei gewidmet, denn die geballte Kreativität dieser Künstlerin ist zu umfassend für ein einziges Genre. So spielt Silja Korn auch noch Theater, schreibt Geschichten und fotografiert. Bei all der Vielfalt dürfte Silja Korns Arbeit als Erzieherin in einer Berliner Kita kaum noch überraschen.

Silja Korn im GesprächAktuell sind Bilder der Künstlerin ausgestellt im Akademie Hotel Berlin, Heinrich Mann Straße 29. Des weiteren wurde am 10. Oktober im Café Barock in Caputh (Ortsteil von Schwielowsee) ihre Ausstellung „Sahnige Dialoge“ eröffnet. Im Rahmen einer Dauerausstellung ist eine Auswahl ihrer Werke auch im Gästehaus der Blinden Freunde in Berlin Kladow zu sehen. Weitere Infos über Silja Korn (Bildmitte, im Gespräch mit Besuchern) ihre Ausstellungen und weiteren Arbeiten gibt’s auf ihrer Website…

Aus aktuellem Anlass: Peter Maffay mit Tabaluga im radioBerlin Clubkonzert

Peter Maffay spielt mit einigen Musikern aus seiner Band am 2. November 2015 ab 13.00 Uhr im Kleinen Sendesaal des rbb. In in diesem radioBerlin-Clubkonzert präsentiert er neue und auch altbekannte Tabaluga-Songs.

Eigentlich sollte die 1983 begonnene Reise des kleinen Tabaluga schon 2012 mit der erfolgreichen Tournee zum 5. Album „Die Zeichen der Zeit“ beendet sein. Doch die Zunahme feindseliger Auseinandersetzungen in unserer Welt veranlassen Peter Maffay, seinen kleinen grünen Freund mit der Losung „Miteinander statt gegeneinander“ noch einmal antreten zu lassen, um einmal mehr gerade kleinen Zuschauern Werte wie Freundschaft, Liebe, Gewaltfreiheit und Gleichberechtigung zu vermitteln. „Es lebe die Freundschaft“ ist denn auch Titel der neuen Tabaluga-Geschichte.

Gemeinsam mit Peter Maffay entstand bei radioBerlin die Idee, Kinder unterschiedlicher Nationalität dazu einzuladen. So erleben Kinder aus der Kita „Märcheninsel“ in Lichtenberg, der Kita „Sternschnuppe“ in Spandau sowie Kinder aus einer Flüchtlingseinrichtung des Arbeiterwohlfahrt-Kreisverbandes Mitte Peter Maffay und den kleinen, großen Drachen Tabaluga hautnah.

Der kleine Sendesaal des rbb befindet sich im Haus des Rundfunks, Masurenallee 8 – 14.Ausschnitte der Veranstaltung werden nach der Sendung „OHRENBÄR“ von radioBerlin 88,8 (täglich 19.15 – 19.30 Uhr) zu hören sein.

Berlin – Stadt der Füchse: rbb produziert Doku über unsere wilden Nachbarn

Er schleicht um das Brandenburger Tor, springt über S-Bahn-Gleise und wohnt sogar am Bundeskanzleramt ohne dass die Security ihn schnappt. Kein Zweifel – dieser schlaue Fuchs hat Berlin erobert und ist bei Sonnenaufgang in Adlershof, mittags in Mitte oder nachts in Zehlendorf unterwegs – also rund um die Uhr. Als Big City Fuchs ist er wie die meisten Berliner ständig auf Wohnungssuche und lebt im Gestrüpp von Patchworkfamilien. An Hektik und Lärm der Metropole hat er sich längst gewöhnt.

Fuchs Doku mit Beteiligung des Publikums

Im Frühjahr dieses Jahres hat der rbb mit dem Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung das Fuchsbeobachtungsprojekt „Füchse in der Stadt“ gestartet. Über 1.400 Menschen aus Berlin und Brandenburg haben ihre Erlebnisse per Foto oder Video eingesandt. Die schönsten Fuchs-Geschichten der Zuschauer und ein erstes Resümee der Wissenschaftler werden in der Sendung „Füchse in der Stadt“ präsentiert. Außerdem stellt Moderator Sascha Hingst den Tag eines solchen Big City Fuchses vor, der mit etwa 1600 weiteren seiner Zunft all überall in Berlin zu Hause ist. Und es werden immer mehr…

Besuch im Fuchsstimmenarchiv

Sascha Hingst begibt sich selbst auf die Suche nach dem Großstadtfuchs. Er entdeckt Fuchsbaue an ungewöhnlichen Orten, besucht das größte Fuchsstimmenarchiv im Berliner Naturkundemuseum und trifft Prominente wie Schauspielerin Uta Schorn, Handball-Nationaltorwart Silvio Heinevetter vom Bundesligaverein Füchse Berlin und Liedermacher Reinhard Mey. Zudem gibt es seltene Aufnahmen von Rotfüchsen aus den Berliner Nachkriegsjahren zu sehen.

Das Fuchsbeobachtungsprogramm „Füchse in der Stadt“ wird auch in den nächsten Monaten fortgesetzt. Die Wissenschaftler vom Leibniz-Institut bleiben dem Fuchs auf der Spur und die Zuschauer können sich weiterhin an dem Projekt beteiligen. Information gibt es unter www.rbb-online.de/fuechse.

Die Sendung gibt’s am Fr 27. November ab 20:15 im rbb Fernsehen