Albrecht Dürer und die Reformation: Ausstellung in Nürnberg thematisiert ein schwieriges Verhältnis

Modell des Dürerhauses im Dürerhaus zu Nürnberg - KopieDas Reformationsjubiläum gehört zu den heißen Ereignissen des Jahres – auch in der fränkischen Metropole Nürnberg Übrigens hockte seinerzeit ein gewisser Albrecht Dürer im Großen Rat der alten Kaiserstadt, als der folgenschwere Beschluss über Nürnbergs Beitritt zum neuen Glauben gefasst wurde. Das Nürnberger Dürerhaus thematisiert mit der Ausstellung „Neur Geist und Neuer Glaube“ das Verhältnis zwischen dem Künstler und der Reformation… Weiterlesen

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Ausstellung zur Orgellandschaft an der Unterelbe

Wer Orgeln mag, sollte seinen Kultururlaub vielleicht mal in Norddeutschland verbringen. Dort, wo Fluss und Meer sich treffen, befindet sich die älteste Orgellandschaft der Welt. Sie und die zahlreichen Instrumente in dieser Gegend sind Thema einer Ausstellung, die im Haus der Maritimen Landschaft Unterelbe vom 4. April bis 28. Mai gezeigt wird.

Die Maritime Landschaft Unterelbe ist reich an Pilgerstätten für Orgelfreunde. Selbst kleinere Ortschaften sind durch ihre wohlklingenden und traditionsreichen Instrumente zu großer Bekanntheit gekommen. Die Ausstellung im Haus der Maritimen Landschaft Unterelbe in Grünendeich beleuchtet die Hintergründe dieses baulichen und klanglichen Reichtums. In vier Modulen befasst sie sich mit den Entstehungsbedingungen dieser klingenden Landschaft, den Instrumenten selbst, dem Zusammenhang zwischen Theologie und Musik sowie mit den Organisten, die die akustischen Qualitäten der Instrumente zur Geltung brachten.

Treffen mit Tim dem Roboter im Deutschen Technikmuseum

ein-roboter-namens-tim-kopieMuseen bieten die Konfrontation mit den Überbleibseln von Gestern und der Großstadtwanderer liebt die Begegnungen mit ausgebuddelten Artefakten aus Ägypten, Griechenland oder Mittelamerika. Beim Besuch des Deutschen Technikmuseums in Berlin Kreuzberg wird er jedoch nicht vom Hauch der Antike erwartet, sondern von Tim dem Roboter. Der soll als digitaler Guide die Leute durch die verschlungenen Pfade der Ausstellungen lotsten. Momentan ist er aber am Schnarchen und erinnert damit ein bisschen an einen schlafenden Furby… Weiterlesen

Kleines Abenteuer auf der Suche nach dem E Haus

Nein, jetzt geht’s nicht hinaus in die Wildnis, sondern hinein in die heiligen Hallen der Berliner Messe. Trotzdem müssen auch hier abenteuerliche Pfade gemeistert werden um jenen versteckten Ort zu erreichen, wo das IFA-Feierabendtreffen mit der Vorstellung eines E Hauses stattfinden soll…

Lückenlose Sicherheit

Vorher aber warten die lückenlosen Schranken eines ausgeklügelten Sicherheitskonzepts, mit dem die Messe allen Spitzbuben den Zutritt verweigern will. Da aber besagter Feierabend nicht am Ende, sondern vor der offiziellen Eröffnung der IFA stattfindet, ist noch kein einziger Sicherheitsmensch zu erblicken. Dafür sind alle Türen verriegelt und verrammelt, was aber Routiniers wie den Großstadtwanderer und die geheimnisvolle Besucherin nicht am Betreten der Messe hindern kann. Schließlich gibt’s da noch diesen chaotischen Ladebereich, wo tausend fleißige Leute jede Menge Material aus Transportern zerren und in die Tiefen der Hallen schleppen.

Im Strom dieser emsigen Arbeitsbienen lässt es sich problemlos mit hinein schwimmen und da taucht dann tatsächlich doch noch eine einsame Security Lady auf und fragt nach den Tickets. Technik affine Besucher haben so was natürlich auf den Smartphones – nur der Scanner in Händen der Sicherheitsdame will die Codes nicht schlucken und so müssen die Beiden ihren Weg eben völlig ungecheckt fortsetzen.

Gar nichts statt wenig

Für die Messe ist das keine Gefahr – für die Beiden aber schon, denn in den Hallen wird fieberhaft am Aufbau der Stände gearbeitet. Überall trampeln Menschen in undefinierbaren Gerümpelhaufen herum und da kommt plötzlich ein dicker blauer Teppich angerollt, der den Großstadtwanderer glatt von den Socken haut. Er landet in einem flachen Karton voller Styroporflocken und Jemand fragt, ob er sich weh getan hat. Hat er zum Glück nicht, nur seine Brille ist weg und ohne diese kann er nicht nur wenig, sondern gar nichts sehen. Aber wie immer sind die meisten Menschen hilfsbereit und so wühlen zahlreiche Hände im Styropor herum um die Brille zu finden, was fast den Charakter eines Wettkampfs annimmt. Diesen gewinnt am Ende die geheimnisvolle Besucherin.

Im Stolpermodus zum E Haus

Mit der Brille endlich wieder auf der Nase ist der Großstadtwanderer in seinem Bewegungseifer wie üblich nicht zu bremsen. Er zerrt die geheimnisvolle Besucherin kreuz und quer durch die Hallen ohne den genauen Weg zu kennen. Er weiß aber aus Erfahrung, dass er am Ende immer am Zielort ankommen wird. Vorher muss nur noch eine völlig kontrastfreie Treppe im Stolpermodus gemeistert werden, was zu zweit meist besser gelingt weil man sich gegenseitig am Hinfallen hindern kann. Dafür werden die drei mit Wasser gefüllten Eimer am unteren Ende der Treppe niedergemäht, was aber niemanden stört weil hier öfter mal was umkippt, wie einer der Arbeiter ganz nebenbei erwähnt.

Dann endlich ist jene Halle erreicht, wo der IFA Feierabend stattfindet und es gibt auch schon Häppchen und Bier sowie die Gelegenheit, das E Haus zu besichtigen. Da reichen ein paar sanfte Gesten um die Rollladen vor den Fenster hoch- und runter zu fahren. Die geheimnisvolle Besucherin interessiert sich jedoch viel mehr für die Spracheingabe. Doch die will momentan nicht mitspielen, weil es drumherum zu laut ist. Vielleicht liegts am Schnarchen des Großstadtwanderers, der sich auf dem Bett des Hauses für ein kurzes Schläfchen niedergelassen hat.

PS: Hinter dem Kürzel IFA verbirgt sich die Internationale Funkausstellung, die Anfang September in Berlin stattfand.

 

Neuer MERIAN zum Thema Braunschweig

Neu: MERIAN Braunschweig erscheint am 9. September
Merian Braunschweig

Wer hat schon Braunschweig auf dem Schirm? Natürlich Kunst- und Kulturfans, die das diesbezügliche Potential der niedersächsischen Stadt längst kennen. Aber auch der „MERIAN“, dessen neueste Ausgabe ganz im Zeichen der einstigen Löwenresidenz steht und echt Appetit macht auf eine Kulturreise dorthin…

Schwerpunkt von „MERIAN Braunschweig“ ist eine 16 Seiten lange Reportage über das komplett neu gestaltete Herzog Anton Ulrich-Museum (HAUM), das am 23. Oktober seine Wiedereröffnung feiern wird. Das HAUM zählt zu den bedeutendsten und faszinierendsten Kunsthäusern Europas und wird aus 3000 Jahren Kunstgeschichte 4000 Meisterwerke großartiger Künstler präsentieren, wozu natürlich auch Rembrandt und Verneer gehören. Aber auch zahlreiche Exponate angewandter Kunst aus der italienischen Renaissance und des Barock werden dann zu besichtigen sein.

Allerdings kann das Thema Kunst in Braunschweig nicht allein auf das HAUM bezogen abgehandelt werden. Längst sind auch in der zweitgrößten Stadt Niedersachsen junge Kreative am Werk, die mit ihren Läden und Galerien den Charakter ganzer Viertel neu geprägt haben. Auch diese innovative Kulturszene findet im aktuellen MERIAN ihren Platz.

Weitere Themen im MERIAN Braunschweig sind die tausendjährige, höchst wechselvolle Geschichte sowie die lebendige Gegenwart der ehemaligen Hansestadt. Da Braunschweig mit der umgebenden Metropolregion im Bereich Wissenschaft und Forschung zu den produktivsten Standorten innerhalb der EU gehört, widmet sich das Magazin natürlich auch diesem Thema.

MERIAN Braunschweig ist ab sofort im gut sortierten Zeitschriften- und Buchhandel oder unter www.merian.de erhältlich und kostet 8,95 EUR. Es erscheint in einer Auflage von 100.000 Exemplaren.

Foto: obs/Jahreszeiten Verlag, MERIAN

Ausstellung mit Werken von Jonathan Bragdon im Kunstmuseum Appenzell

Die Ausstellung „Jonathan Bragdon – Dasein“, die seit 27. August im Kunstmuseum Appenzell zu sehen ist, stellt erstmals in der Schweiz den Zeichner Jonathan Bragdon vor. Mit Arbeiten von 1964 bis heute wird das herausragende Werk eines Künstlers gewürdigt, der in der Zeichenkunst neue Maßstäbe gesetzt hat.

Zeichen setzen in der Bergwelt / Jonathan Bragdon im Kunstmuseum Appenzell
Jonathan Bragdon / Blick in Richtung Valais, von Rochers-de-Naye aus, Nr. 2, 2015/2016 / Graphit auf Papier, 28,5 x 76,5 cm / Cpoyright: Jonathan Bragdon /

Der Mann mit dem Bleistift

Bragdon, 1944 in Wilmington/Delaware, USA geboren, lebt seit 1979 in Holland. Schon seit Kindheitstagen ist er eng mit der Schweiz verbunden und seit 2006 arbeitet er immer wieder in der Umgebung von Bex im Waadtland. Die eigens für das Kunstmuseum Appenzell zusammen mit Bragdon inszenierte Ausstellung zeigt mit über 300 Zeichnungen, Gemälden, Gedichten und Fotoarbeiten die künstlerische Haltung Bragdons – und den aktuellen Paradigmenwechsel in der Betrachtung von Natur, Selbst, Welt und Kunst.

Die herausragende handwerkliche und intellektuelle Qualität der Zeichnungen des Künstlers ist in unserer Zeit einzigartig. Bragdon hat in seinen Bleistiftzeichnungen eine besondere Weltsicht entwickelt, die Intuition und Verstand vereinigt. In zwei Hauptserien zu „inneren und äußeren Landschaftsbildern“, formuliert Bragdon konzentriert und konsequent die Wiedergabe verschiedenster „Wahrnehmungsphänomene“ – immer im Bewusstsein der eigenen historischen Position.

Zeichnungen und Selfies

Scheinbar in der Tradition amerikanischer „Draftsmen“ stehend, visualisiert Bragdon das weite Feld des „In-der-Welt-Seins“. Seit einigen Jahren werden die zeichnerischen „Zeit-Protokolle“ von digitalen, mit dem Auge des Notebooks generierten „Selfies“ begleitet. Während die Bleistiftzeichnungen ästhetische Transformationen mit Werkcharakter sind, wirken die Fotografien spielerisch und witzig – und stellen doch die Frage, was ist „Dasein“ überhaupt, was stellt das dar?

Dazu ein Begleitbuch

Das Begleitbuch Jonathan Bragdon – Dasein | Being there erscheint im Steidl Verlag Göttingen. Mit Essays und Gedichten von Jonathan Bragdon himself sowie Dorothée Brill, Magdalena Holzhey, Ulf Küster und Roland Scotti; 140 Abb., 136 Seiten, dt./engl. CHF 42.-

Buchvernissage : Donnerstag, 15. September, 18 Uhr im Kunstmuseum Appenzell.

Bild: „obs/Heinrich Gebert Kulturstiftung Appenzell/Urs Baumann,Gais“

IFA-Gewinnspiel mit attraktiven Preisen aus dem Bereich Technik

Der Hinweis auf Gewinnspiele ist auf dieser Seite nicht gerade alltäglich, sondern eher die große Ausnahme. Eine solche bezieht sich auf die bevorstehende Internationale Funkausstellung (IFA), die vom 2. bis 7. September auf dem Berliner Messegelände stattfindet. Eine Woche vor offiziellem Beginn dieser Weltmesse für Consumer Elektronik gibt’s täglich neueste IFA-Highlights zu gewinnen. Am 26. August geht’s los mit diesem Gewinnspiel, das bislang von 30 Ausstellern mit 60 Produkten unterstützt wird und am 2. September endet.

Unter www.ifa-berlin.de können sich alle Interessierten anmelden und auf diesem Weg versuchen, beim Spiel um attraktive Preise mit zu machen. Die Teilnahme ist übrigens auch ohne den Kauf eines IFA-Tickets möglich. Teilnahmeberechtigt sind alle Personen ab 18 Jahren mit Wohnsitz in Deutschland. Mehrfachregistrierungen am selben Tag sind nicht zulässig. Die Gewinner werden täglich aus den Registrierungen des jeweiligen Tages ermittelt und schriftlich benachrichtigt.

Wer aber nicht nur mit spielen, sondern auch die IFA besuchen will, kann über www.ifa-berlin.de selbstverständlich auch Tickets im Vorverkauf erwerben. Tagestickets kosten dort nur 13.00 Euro gegenüber 17.00 Euro an den Kassen der Messe.