Per App durch attraktive Städte – aber auf spannenden Umwegen

Die bei allen Gamern beliebte Masche von Pokémon Go soll nun auch Reisende beglücken. Möglich machts die App Kompl, die von Babak Fakhamzadeh entwickelt wurde und die Besichtigung berühmter Städte zum abenteuerlichen Spiel macht.

Auf Umwege locken

Da Kompl keine Navi- sondern eine Game App ist, bekommen Flaneure und Globetrotter natürlich keine genauen Karten oder Wegbeschreibungen angeboten, dafür aber einen Kompass und die Entfernung vom Ziel in Metern. Das soll digital affinen Städtereisenden zu einem spannenden Spaziergang mit Überraschungspotential verhelfen, da es auf dem Weg zu den beliebten Attraktionen der jeweiligen Stadt noch jede Menge andere Highlights zu entdecken gibt.

Verirren erwünscht

Während sich die Reiselustigen durch die Stadt bewegen, ortet das Radar andere Sehenswürdigkeiten in der Nähe. Dazu werden Informationen von Foursquare, Wikipedia und anderen Netzwerken in die App integriert – kombiniert mit den Bewertungen anderer Reisender. „Wir helfen dir, dich zu verirren“, erklärt App-Entwickler Babak Fakhamzadeh. „Wenn du zu weit weg von einer Sehenswürdigkeit bist, sagen wir dir nicht einmal ihren Namen – wir geben dir mehr Informationen, je näher du zu ihr kommst.“

Alles ist „Schicksal“

Ein zusätzlicher Gaming-Aspekt kommt hinzu, wenn man sich einen Charakter beziehungsweise ein „Schicksal“ aussucht und dann gewisse Orte physisch oder virtuell abklappert, um Punkte zu sammeln. Außerdem kann man die App um regelmäßige Herausforderungen bitten und sie stellt dann Aufgaben wie „Finde das Herz der Stadt“ oder „Folge einer Menschenmenge“.

Die App ist für iOS verfügbar und kann natürlich noch nicht in allen Städten der Welt angewandt werden. Bisher funktioniert sie u. a. in Amsterdam, Paris und Rom oder in Marrakesch Nairobi und sogar Timbuktu. Auf der Webseite von Kompl sind noch weitere Städte verzeichnet und dort können die User auch abstimmen, für welche Städte es als nächstes detaillierte Reiseinformationen geben soll, wie zum Beispiel New York, Tokio oder Sydney.

Kleines Abenteuer auf der Suche nach dem E Haus

Nein, jetzt geht’s nicht hinaus in die Wildnis, sondern hinein in die heiligen Hallen der Berliner Messe. Trotzdem müssen auch hier abenteuerliche Pfade gemeistert werden um jenen versteckten Ort zu erreichen, wo das IFA-Feierabendtreffen mit der Vorstellung eines E Hauses stattfinden soll…

Lückenlose Sicherheit

Vorher aber warten die lückenlosen Schranken eines ausgeklügelten Sicherheitskonzepts, mit dem die Messe allen Spitzbuben den Zutritt verweigern will. Da aber besagter Feierabend nicht am Ende, sondern vor der offiziellen Eröffnung der IFA stattfindet, ist noch kein einziger Sicherheitsmensch zu erblicken. Dafür sind alle Türen verriegelt und verrammelt, was aber Routiniers wie den Großstadtwanderer und die geheimnisvolle Besucherin nicht am Betreten der Messe hindern kann. Schließlich gibt’s da noch diesen chaotischen Ladebereich, wo tausend fleißige Leute jede Menge Material aus Transportern zerren und in die Tiefen der Hallen schleppen.

Im Strom dieser emsigen Arbeitsbienen lässt es sich problemlos mit hinein schwimmen und da taucht dann tatsächlich doch noch eine einsame Security Lady auf und fragt nach den Tickets. Technik affine Besucher haben so was natürlich auf den Smartphones – nur der Scanner in Händen der Sicherheitsdame will die Codes nicht schlucken und so müssen die Beiden ihren Weg eben völlig ungecheckt fortsetzen.

Gar nichts statt wenig

Für die Messe ist das keine Gefahr – für die Beiden aber schon, denn in den Hallen wird fieberhaft am Aufbau der Stände gearbeitet. Überall trampeln Menschen in undefinierbaren Gerümpelhaufen herum und da kommt plötzlich ein dicker blauer Teppich angerollt, der den Großstadtwanderer glatt von den Socken haut. Er landet in einem flachen Karton voller Styroporflocken und Jemand fragt, ob er sich weh getan hat. Hat er zum Glück nicht, nur seine Brille ist weg und ohne diese kann er nicht nur wenig, sondern gar nichts sehen. Aber wie immer sind die meisten Menschen hilfsbereit und so wühlen zahlreiche Hände im Styropor herum um die Brille zu finden, was fast den Charakter eines Wettkampfs annimmt. Diesen gewinnt am Ende die geheimnisvolle Besucherin.

Im Stolpermodus zum E Haus

Mit der Brille endlich wieder auf der Nase ist der Großstadtwanderer in seinem Bewegungseifer wie üblich nicht zu bremsen. Er zerrt die geheimnisvolle Besucherin kreuz und quer durch die Hallen ohne den genauen Weg zu kennen. Er weiß aber aus Erfahrung, dass er am Ende immer am Zielort ankommen wird. Vorher muss nur noch eine völlig kontrastfreie Treppe im Stolpermodus gemeistert werden, was zu zweit meist besser gelingt weil man sich gegenseitig am Hinfallen hindern kann. Dafür werden die drei mit Wasser gefüllten Eimer am unteren Ende der Treppe niedergemäht, was aber niemanden stört weil hier öfter mal was umkippt, wie einer der Arbeiter ganz nebenbei erwähnt.

Dann endlich ist jene Halle erreicht, wo der IFA Feierabend stattfindet und es gibt auch schon Häppchen und Bier sowie die Gelegenheit, das E Haus zu besichtigen. Da reichen ein paar sanfte Gesten um die Rollladen vor den Fenster hoch- und runter zu fahren. Die geheimnisvolle Besucherin interessiert sich jedoch viel mehr für die Spracheingabe. Doch die will momentan nicht mitspielen, weil es drumherum zu laut ist. Vielleicht liegts am Schnarchen des Großstadtwanderers, der sich auf dem Bett des Hauses für ein kurzes Schläfchen niedergelassen hat.

PS: Hinter dem Kürzel IFA verbirgt sich die Internationale Funkausstellung, die Anfang September in Berlin stattfand.

 

Reportage auf 3sat über die Reisen des Odysseus und die heutigen Konflikte im Mittelmeerraum

Die Reiseroute des guten alten Odysseus ist noch immer ein Thema, mit dem sich Wissenschaft und Medien gern und intensiv befassen. Homers unsterbliche Story hat nun auch die Schweizer Reporterin Nina Mavis Brunner veranlasst, sich auf den Spuren des legendärem Abenteurers zu begeben. Dafür reist sie kreuz und quer durch die mediterrane Welt, besucht Orte, die eine besondere Beziehung zur Odyssee haben und die auch aktuell Schauplatz zahlreicher gesellschaftlicher und politischer Auseinandersetzungen und Konflikte sind. Am 16. Dezember um 20.15 strahlt 3sat die ersten beiden Teile dieser sechsteiligen Reisereportage aus.

Die Reise startet in Troja. Dort erklärt der Geschichtenerzähler Aykut Degre die strategische bedeutende Lage von Troja einst und heute. In den Ausgrabungsstätten der antiken Stadt macht er deutlich, warum Troja damals der Nabel der Welt war. Vor Troja liegt die türkische Insel Gökçeada. Hier trifft die Reporterin Brunner Marcos Karnezos. Wie die meisten Griechen wurden Karnezos und seine Familie einst von den Türken von der Insel vertrieben. Es vergingen 50 Jahre, bis er an den Ort zurückkehren konnte, der ihm Heimat bedeutet. Doch er hegt keinen Groll: „Wenn Du merkst, wie die Menschen mit dir mitfühlen, dann ist Vergeben einfach – nicht aber zu vergessen. Das Wichtigste ist, die Menschen kennenzulernen. Denn wer dir fremd ist, kann schnell zum Feind werden.“

Schließlich geht die Fahrt nach Tunesien, wo Lina Ben Mhenni berichtet, dass sie heute gefährlicher lebt als vor der Revolution. Auf Djerba macht sich Nina Mavis Brunner auf die Suche nach der sagenumwobenen Lotosfrucht, die Odysseus‘ Männer um den Verstand gebracht haben soll. Unterstützt wird sie dabei von Sadok Ben Mhenni, einem glühenden Verehrer seiner Insel und stolzen Tunesier. Ben Mhenni kämpfte in den 1970er Jahren für mehr Freiheit und Demokratie und verbrachte viele Jahre im Gefängnis. Seine Tochter Lina scheint nun das Familienerbe fortzuführen: Sie war eine der Stimmen des arabischen Frühlings 2011. Die Tunesische Revolution wurde in ihrem Wohnzimmer vorbereitet. Doch seit dem Sturz von Diktator Ben Ali kann die junge Bloggerin nur noch mit Leibwächter auf die Straße gehen.

Die weiteren Sendungen laufen in Doppelfolgen bis Freitag 18. Dezember, jeweils um 20.15 Uhr und 21.05 Uhr.

Zwischen Altaigebirge und Wüste Gobi: MDR bringt fünfteilige Reisereportage von Thomas Junker

Mehr als 16.000 Kilometer hat der Journalist und Filmemacher Thomas Junker für seine neue fünfteilige Reisereportage „ Tschai, Pelmeni und Nomaden“ zurückgelegt. Seine Reise führt Thomas Junker diesmal durch Kasachstan, das russische Altaigebirge und die Mongolei. Er nimmt die Zuschauer mit in moderne Großstädte, entlegene Hochgebirge, endlose Wüsten, Öl- und Gasimperien, einen Weltraumbahnhof und die boomende Wirtschaftsregion zwischen Almaty in Kasachstan und Ulaanbaatar, der Hauptstadt der Mongolei.

Menschenleere Wüsten und moderne Millionenstädte

Gewaltige Steppen, noch größere Kornkammern aber auch das nach wie vor verseuchte Atomtestgebiet der ehemaligen UdSSR: Kasachstan boomt dank Öl- und Gasvorkommen wie kein anderes Land der ehemaligen Sowjetunion. Sichtbarstes Beispiel dafür ist die neue Hauptstadt Astana, die in den letzten 25 Jahren von Dorfgröße zu einer Millionenstadt mit einer imposanten und architektonisch anspruchsvollen Skyline herangewachsen ist.

Das russische Altaigebirge südlich von Novosibirsk und Gorno-Altaysk ist dagegen ein eher ruhiges Gebiet. Hier lebt ein Seefahrer mit einem Viermaster. Allerdings nicht am Wasser, sondern an Land. Nur eine von vielen scheinbaren Kuriositäten. Das Altaigebirge – eines der entlegensten Hochgebirge der Welt – ist Russland pur, jedoch anders, als Reisende es in Moskau und St. Petersburg kennen lernen können.

Die Mongolei vermittelt Besuchern oft den Eindruck, nicht mehr in dieser Welt zu sein. In der grandiosen Wüste Gobi, in der außer Nomaden mit all ihren Traditionen und kulturellen Bräuchen niemand lebt, betragen die Entfernungen selbst zwischen kleinen Dörfern oft mehr als 400 Kilometer. Doch auf der anderen Seite entwickelt sich die Mongolei zu einem modernen Rohstofflieferanten. An der Grenze zum benachbarten China sind in den letzten Jahren riesige Bergbaugebiete entstanden, die einzig und allein das „Gelbe Reich“ beliefern.

Geschichten und Porträts

Thomas Junker versteht sich als Geschichtensammler. So ist „Tschai, Pelmeni und Nomaden“ vor allem ein Porträt der Menschen, denen er auf seiner Reise begegnet. Bereits am heutigen Donnerstag, den 12. November wird Thomas Junker bei „MDR um 4“ zu erleben sein und als Gast zum Kaffee bei Moderatorin Anja Koebel Platz nehmen. Anhand von zahlreichen Filmausschnitten soll es um besonders beeindruckende und prägende Erlebnisse seiner jüngsten Reise gehen, die auch den privaten Thomas Junker zeigen.

PICT0018„Tschai, Pelmeni und Nomaden“ eine fünfteiligen Reisereportage aus Kasachstan, Russland und der Mongolei, gibt es vom 16. bis 19. und am 21. November, jeweils 19.50 Uhr im MDR FERNSEHEN. Einen Eindruck des Reiseprojekts vermittelt ein Clip, der hier abrufbar ist

Bayerischer Wald: Kleine Irrweg Wanderung am Großen Arber

Es sind immer wieder diese kleinen unerwarteten Pannen, die das Leben so wunderbar spannend machen. Entsprechende Erlebnisse pflastern die Wege der geheimnisvollen Besucherin seit sie sich auf diesen Großstadtwanderer eingelassen hat. An seiner Hand muss sie nicht nur eine gewisse Geschwindigkeit akzeptieren, denn er ist ja auch als Schnellläufer berüchtigt, sondern auch halsbrecherische Stolpertouren heil überstehen.

Immer einen Rucksack mitnehmen

Natürlich könnte sie seine Hand ganz einfach loslassen. Doch dann bestünde die Gefahr, dass er in einen Abgrund oder einen Keller fällt und das möchte sie nun auch wieder nicht riskieren. Obwohl er seine bisherigen Stürze allesamt fast ohne Blessuren überstanden hat. Er scheint gegen Knochenbrüche immun zu sein.

Übrigens glaubt sie ihm inzwischen kein Wort mehr, wenn er sie zu einem netten kleinen Spaziergang einlädt. Aus zehnjähriger Erfahrung weiß sie, dass es normalerweise Touren ins Ungewisse mit Expeditionscharakter werden. Sie packt daher, ehe sie mit ihm loszieht, prinzipiell einen Rucksack mit Proviant und ein paar Wechselklamotten.

Neuerdings gehören auch noch zwei leichte Schlafsäcke zur Notfallausrüstung. Diese Vorsichtsmaßnahme hält die geheimnisvolle Besucherin für notwendig aufgrund eines wieder mal so typischen Erlebnisses während einer Reise in den Bayerischen Wald. Da sprach der Großstadtwanderer wie üblich von einer schönen sonntäglichen Tour zum Gipfel des Großen Arber und zwar auf einfachen Wegen, wie er mehrmals beteuerte.

am fuß des großen arber kurz vorm aufstiegDen falschen Weg erwischt

Gut, im Endeffekt wurde daraus immerhin keine Kletterei, dazu ist dieser Berg ja eher nicht geeignet. Aber irgendwo hatte der Großstadtwanderer offensichtlich eine falsche Abzweigung mit Absicht gewählt oder aus Versehen erwischt und schon gings über Stock und Stein steil bergauf. Zwar bot der Großstadtwanderer mehrmals an, den leichten Weg wieder zu suchen. Doch darauf wollte sich die heheimnisvolle Besucherin lieber nicht einlassen, denn bei einer ähnlichen Situation hatte eine solche Suche nur noch tiefer in eine menschenleere Wildnis geführt, aus der sie erst am nächsten Vormittag wieder heraus fanden. Übrigens waren ihr schon damals die Gedanken an Notfallschlafsäcke gekommen…

zwieselderzweite 189Weit und breit kein Hexenhaus

Okay, sie ließ sich auf den Stolperpfad gen Gipfel ein und das war auch gar nicht schlecht und das Weißbier auf der Gipfelhütte war eine willkommene Belohnung für diese sommerliche Schwitztour. Allerdings hätten sie nicht so lange da oben rumgammeln oder für den Weg nach unten zumindest die Gondelbahn nehmen sollen. Da sie aber sehr spät aufbrachen und unbedingt laufen wollten, verirrten sie sich wie Hänsel und Gretel im dunklen Wald – doch weit und breit kein Hexenhaus.

Als sie endlich unten am Arbersee ankamen, hatte sich die Nacht bereits wie ein von Lichtern durchlöchertes dunkelblaues Tuch über Berg und Tal ausgebreitet und der letzte Bus nach Zwiesl stand längst im Depot. Jetzt wären Schlafsäcke eine prima Alternative gewesen, so unterm sommerlichen Sternenhimmel. Fand jedenfalls die geheimnisvolle Besucherin und der Großstadtwanderer stimmte ihr aus vollem Herzen zu. Stattdessen wurde es eine romantische Nachtwanderung und als die Sonne über den Bergen aufging, hatten die Beiden endlich ihr Qaurtier am Rande von Zwiesl erreicht.

Wanderwege beginnen am Haus

Sollte ein Tipp erwünscht sein, so empfehlen die geheimnisvolle Besucherin und der Großstadtwanderer für eine Reise in den Bayerischen Wald als Unterkunft das Hotel Magdalenenhof am Rande von Zwiesl. Dort gibts u. a. Schwimmbad und Sauna, hervorragende Küche und eine angenehm familiäre Atmosphäre. Auch blinde oder sehbehinderte Gäste sind dort gut untergebracht. Und wer nicht gleich den Arber, Lusen oder Rachel erklimmen will, findet angenehme Waldwanderwege, die direkt hinterm Haus beginnen. Weitere Infos: http://www.hotel-magdalenenhof.de/

Hotel Magdalenenhof Zwiesl

Wiedersehen mit Dubrovnik und Erinnerungen an eine unheimliche Nacht am Meer

Jede Reise nach Dubrovnik erinnert den Großstadtwanderer immer wieder an einen Besuch in der alten Seefahrerstadt vor ungefähr vierzig Jahren. Seinerzeit war der Sommer ziemlich nass und die Fahrt durchs damalige Jugoslawien eine ewige Flucht vor dem Regen. Selbst an der Adria hatte das Wetter große Ähnlichkeit mit einen mitteleuropäischen Herbst aus alten Zeiten.

Dubrovnik – alte Stadt mit mächtigen Mauern

Gut, aktuell ist es eher brüllend heiß. Aber mit Regenschauern kann zwischendurch auch gerechnet werden. Der Großstadtwanderer ist aber wettertechnisch allerhand gewöhnt und lässt sich daher von einem Spaziergang durch diese alte Stadt mit den mächtigen Mauern nicht abhalten. Diese Mauern künden übrigens von jenen Zeiten, als Dubrovnik unter dem Namen Republica Ragusa zu den bedeutenden Seemächten gehörte und sogar Venedig Konkurrenz machen konnte. Zeitweise waren für den dalmatinischen Stadtstaat, der bereits im 15. Jahrhundert als erster die Sklaverei abschaffte sowie den Handel mit Sklaven verbot, 160 Handelsschiffe auf dem Mittelmeer unterwegs. Die Häuser und Palazzi aus jenen glanzvollen Zeiten gehören heute mit der gesamten Stadt zum UNESCO Weltkulturerbe.

Treppenstufen und Stradun

Des Großstadtwanderers Dubrovnik Tour ist zunächst ein Abstieg über zahllose Treppenstufen. Dann endlich steht er auf den spiegelblank polierten Steinplatten des Stradun, dem zentralen Platz der Stadt. Ursprünglich war hier mal ein Meereskanal gewesen, der die romanische Inselsiedlung Ragusa von der auf dem Festland gelegenen Slavensiedlung Dubrovnik trennte. Doch die Bewohner der beiden Orte vertrugen sich schon bald sehr gut miteinander, schütteten im 11 Jahrhundert den Kanal zu und machten daraus allmählich den Mittelpunkt der aus den vereinigten Siedlungen entstandenen Stadt. Hier war der Ort der Geschäfte und Feste und heute ist es ein Tummelplatz für Touristen aus der ganzen Welt, die gekommen sind, um die alte Pracht zu bewundern.

seget donji 114Unheimliche Nacht an der Adria

Des Großstadtwanderer hingegen ist auf der Suche nach einer quietschenden Blechtür in der alten mächtigen Mauer, durch die er vor vierzig Jahren ans Meer gelangte. Dort hockte er stundenlang, von alten Segelschiffen träumend, auf einem dicken Stein. Als er endlich wieder in der Neuzeit auftauchte, war es längst dunkel geworden und die Blechtür verschlossen. Alles Klopfen und Brüllen half nichts, kein Mensch hörte den Ausgesperrten. Weil es auch noch keine Handys gab mit denen er Hilfe hätte herbeirufen können, musste er eine ganze Nacht auf jenen feuchten Steinen ausharren. Er kam sich vor wie ein Schiffbrüchiger und hatte ständig Angst, von einer großen Welle in die Weiten oder Tiefen der Adria gerissen zu werden. Ein nettes kleines Abenteuer, das zum Glück keine Neuauflage erlebt, weil der diese blöde Tür nicht wiederfindet…

Und für Alle, die auch mal eine Dubrovnik Reise planen, gibt’s hier einige interessante Infos. Von der ominösen Blechtür in der mächtigen Mauer steht aber nichts drin…

Internet Portal für Island Reisen bekam Web Award verliehen – zu Recht?

Die 330.000 Bewohner Islands sind traditionell ein Volk der Seefahrer, Reiter und Literaten. Neuerdings genießen die Nachkommen der Wikinger auch noch den Ruf, bedeutenden Sportnationen ordentlich einen vorspielen zu können und nun kassieren sie auch noch einen Web Award. Ganz schön viel für die paar Leute da oben am Polarkreis.

Web Award von Marketing Vereinigung

Diesen Award der Web Marketing Association bekam übrigens das Reiseportal TripCreator sowohl als beste Reise-Website wie auch für außergewöhnliche Leistungen im Bereich Web-Entwicklung. Bewertet wurden u. a. die Kriterien Design und Inhalt sowie Interaktivität und Anwenderfreundlichkeit. Auf dieser Basis wurde TripCreator mit 68,5 von insgesamt 70 möglichen Punkten bewertet und erhielt dadurch einen Score von 9,8 Punkten,

Was hat der reisende User davon?

Gut und schön, das sind diese Bewertungen, die von Marketing Vereinigungen vergeben werden und damit natürlich auch ein bisschen Marketing für die Sieger darstellen – in diesem Falle und im Genre Reise natürlich für TripCreator. Aber mal schauen, was man als reisender User von der Spezialseite für Island Reisen geboten bekommt.

Kühles Design

Beim Öffnen einer Seite fällt natürlich zunächst immer das Design auf – so auch hier. Es scheint, als hätten die Entwickler der Seite mit dieser die Metapher vom „kühlen Norden“ transportieren wollen. Man fängt glatt an zu frieren wenn man die Seite anschaut und denkt sofort an die dicke Daunenjacke. Betrifft mich zwar nicht und ich finde auch, dass der Start nicht unbedingt schlecht aussieht. Er könnte aber bei Leuten mit einer gewissen Frostbeulen Mentalität negative Assoziationen hervorrufen und sie von einer Island Reise abschrecken. Dabei muss man auf Island gar nicht unbedingt frieren. Auch dort gibt’s im Sommer blauen Himmel und Sonnenschein – letzteren sogar rund um die Uhr.

Übliche Behauptungen

Des weiteren tauchen dann natürlich sofort die üblichen Behauptungen wie etwa Bestpreis Garantie auf, was man als Reisender nicht nur von Web Sites, sondern auch aus Printkatalogen kennt und ohnehin ignoriert. Gleiches gilt für die überall und immer wieder auftauchende „größte Auswahl an Möglichkeiten“ und die Kundenbewertungen kann man nicht nur hier sondern überall vergessen. Wird kaum ein Portal eine negative Bewertung veröffentlichen.

Auf der Startseite keine Pferde

Bei den Standardangeboten auf der Startseite ist vieles, was man mit einer Island Reise verbinden mag. Da fehlen weder der Zauber des Nordlichtes noch die ganz große Abenteuertour mit Quad oder Offroad Auto. Nur die Pferde sind nicht auf Anhieb zu erbklicken und das ist jammerschade, denn diese Islandgäule sind eine besondere Nummer, die mit dem sogenannten Tölt über eine ganz eigene Gangart verfügen. Außerdem gehören Pferde noch immer zum Alltag auf Island und sogar in der Hauptstadt Reykjavik gibt es einige tausend von ihnen. Im übrigen gehören Reiterferien zu den Higlights einer Island Reise.

Uferloses Angebot

Nun soll es aber gut sein mit dem Gemeckere denn in anderen Punkten ist die Seite echt spitze. Wenn man anfängt, sich in ihre Tiefen zu klicken, kann man sich in der Reichhaltigkeit der Angebote, Tipps und Kombinationen geradezu verlieren und richtig ins Träumen geraten. Da kann beim Stöbern schon jede Menge Zeit so gut wie unbemerkt vergehen. Das Angebot scheint uferlos wie der Nordatlantik zu sein wobei Whalwatching und Nordlicht Erlebnisse zunächst im Vordergrund zu stehen scheinen. Dann aber kommen sie, die zahlreichen Angebote auf den Rücken der Islandpferde – mehrtägige Reittouren durch die menschenleeren Gebiete von Islands Norden zum Beispiel oder eben auch Möglichkeiten für Einsteiger. Auch Kinderreiten gehört dazu sowie die Angebotspalette der isländischen Reiterhöfe. Seitenweise alles, was das abenteuerlustige Reiterherz begehrt. Hier zeigt TripCreator, dass Island ein Pferde- und Reiterparadies ist.

Technische Funktionalität ist top

Neben dem inhaltlichen Reichtum fällt besonders die technische Funktionalität des Portals besonders positiv auf. Die Seite als solche baut sich beim Öffnen geradezu blitzschnell auf und alles, was man dann beim Stöbern anklickt, ist sofort da. Das sind bestimmt sehr wesentliche Attribute, denn bekanntlich sind die Mitglieder der Internet Community nicht gerade die Geduldigsten und verlassen schonmal eine Seite, wenn sie Tausend Jahre braucht, um sich vollständig aufzubauen. Dieses Kriterium spielte übrigens auch bei der Bewertung des Portals für den Web Award eine tragende Rolle.

Zusammenfassend kann also gesagt werden, dass in Puncto Inhalte und technische Funktionalität der Award voll berechtigt ist – hier ist das Portal durchaus großartig. Dem Design kann ich wegen des ersten Blickes nicht ganz so zustimmen.

Variante für Blinde und Sehbehinderte wäre gut

Wünschen würde ich mir übrigens eine barrierefreie Funktion der Seite für Blinde und Sehbehinderte. Mit meiner nicht gerade Fernsicht tauglichen Linse kann ich die Seite zwar noch einigermaßen gut nutzen. User mit noch geringerer oder gar keiner Sehkraft werden mit der Seite größere Schwierigkeiten haben. Übrigens sind barrierefreie Varianten solcher Seiten auch dann nützlich, wenn die blinden oder sehbehinderten User über Sreenreader verfügen weil letztere nicht alles, was auf den Seiten vorhanden ist, akustisch rüber bringen.

Wer sich nun ein eigenes Bild von der Seite TripCreator machen möchte, kann hier klicken und wer etwas über die alljährlich in verschiedenen Kategorien zu vergebenden Web Awards wissen will, hat dort die Gelegenheit dazu.