Nochmal Bianchi: Eine Abschiedsrunde mit dem schönen alten italienischen Motorrad

Es gibt einen großen Unterschied zwischen Menschen, die in der Oldtimer Szene als Sammler unterwegs sind oder solchen, die dort beruflich agieren. Letztere leben davon, dass sie Oldtimer restaurieren während sich die Sammler im Rahmen eines Hobbys mit den guten alten Stücken befassen und ihr Geld mit anderen Jobs verdienen.Dieser Gegensatz wurde jetzt auch in unserem Kreis wieder deutlich und zwar in Bezug auf die hier schon zwei mal vorgestellte Bianchi…

Die Gute ist, wie beschrieben, fertig restauriert und erstrahlt in neuem bzw. altem Glanz. Und sie war im Rahmen unserer Ausfahrt am vergangenen Sonntag mit dabei – natürlich gefahren von Dani, der aus ihr wieder so ein Glanzstück gemacht hat. Er ist ein echter Künstler, was Restaurieren betrifft. Es ist sein Job und er betreibt ihn als kleiner Selbständiger in seinem Ein-Mann Betrieb.

Das Geschäftsmodell ist denkbar einfach: Entweder es bringt jemand ein altes Motorrad vorbei, das er gern wieder restauriert haben möchte. Dann ist es eine Auftragsarbeit. Dann ist sozusagen die emotionale Bindung an so ein Stück weniger groß, weil von vorn herein der geschäftliche Charakter klar ist. Wenn du aber so ein Teil auf eigene Kosten restaurierst, ist immer so ein bisschen der Gedanke dabei, dass du es auch gern selber behalten würdest. Natürlich ist dir klar, dass es irgendwann verkauft werden muss – und das wusste auch Dani von Anfang an. Aber er hat es lange heraus gezögert, weil die Bianchi für ihn eben was ganz Besonderes ist.

Nun hatte er uns auf dem Oldtimer Treffen, zu dem die Ausfahrt führte, eröffnet, dass diese schöne alte italienische Maschine nun leider in den Verkauf muss. Die Entscheidung fiel ihm weit schwerer als bei vorherigen Maschinen. Er hatte ja auch ein Jahr Arbeit reingesteckt – und Dani arbeitet mit Hingabe und Leidenschaft.

Einige der von ihm gestylten alten Maschinen sieht er übrigens manchmal wieder. Auch bei dieser Ausfahrt am Sonntag und beim Oldtimer Treffen waren einige von ihnen dabei. Die nächsten Maschinen aus alter Zeit, die wieder neu erstrahlen wollen, sind übrigens schon in der Halle. Aber keine kann es bisher mit der Bianchi aufnehmen.

Nanu – da fehlt ja noch was. Etwa der Motor? Mal schauen, ob was passendes zu finden ist…

Fotos. 1 Dani, 2 und 3 peterbachstein

5 Gedanken zu “Nochmal Bianchi: Eine Abschiedsrunde mit dem schönen alten italienischen Motorrad

  1. Ich sehe meine alten Lieblinge in Deiner Garage stehen:-))
    Die Möhre hab ich als 175er gefahren. Die TS leider etwas zu spät.
    Und jetzt ein Beitrag für ganz Sportliche:
    Mit einem SR 2 bin ich ein Mal nach Brno (Brünn) zum Rennen gefahren, zwei mal nach Horice und regelmäßig nach Frohburg.:-))
    Leider konnten wir uns unsere Fahrzeuge nicht mit nehmen, wie unsere gesamte Geschichte.

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      • Die Esse war eigentlich ein recht brauchbares Moto. Bei etwas zu starker Beladung, konnte sie leicht ins „Eiern“ geraten. Das Aufschaukeln ist gemeint. Die hinteren Stoßdämpfer mussten umgestellt werden, um das zu verhindern. Als junger Fahrer konnte Unsereiner damals noch recht nervös werden:-))

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