Werbung: Zusammen gegen Corona – mit 500.000 Postkarten

Hallo liebe Leute, wie ihr wisst, sind wir in Sachen Werbung eher zurückhaltend. Wenn wir in dieser Hinsicht dann doch mal was posten, haben wir dafür meist plausible Gründe. In diesem Fall geht es um die Kampagne #ZusammenGegenCorona, die von MyPostcard unterstützt wird. Das Berliner Unternehmen verschenkt nämlich 500.000 Postkarten, damit die Menschen trotz der nötigen Kontaktbeschränkung aufgrund der Corona Pandemie auf diese klassische Weise miteinander in Verbindung bleiben können.

Sicher werden viele von euch wissen, wie MyPostcard als App funktioniert. Trotzdem soll es hier noch mal kurz vorgestellt werden. Zunächst muss die kostenlose App natürlich herunter geladen und installiert werden. Ist das geschehen könnt ihr im Designshop das Profil #ZusammenGegenCorona aufrufen. Dort könnt ihr dann aus 100 Vorschlägen ein Design auswählen, das euch persönlich zusagt. Selbiges könnt ihr entweder mit einem eigenen Foto versehen oder eines der dort angebotenen Motive auswählen. Im nächsten Schritt kommt das wichtigste – nämlich euer ganz persönlicher Text, eure Grußworte an den jeweiligen Empfänger. Vergesst aber nicht, dessen Adresse einzutragen. Zum finalisieren nur noch auf Abschicken klicken und schon geht die Karte auf Reisen und zwar kostenlos im Rahmen der Kampagne.

Warum sprechen wir uns für diese Aktion aus?

Dafür gibt es einen Grund, der aus dem persönlichen Erlebnis kommt. Vielleicht erinnert ihr euch noch daran, dass wir ab 24. Dezember des vergangenen Jahres in häuslicher Quarantäne waren. Eine höchst unwirkliche Situation im Vergleich zu dem, was sonst zu Weihnachten und über den Jahreswechsel bei uns los war. Obendrein waren auch noch andere Personen aus unserer Familie in häuslicher Quarantäne – einer der Sohnemänner sogar ganz allein. Natürlich wurden alle möglichen digitalen Kanäle genutzt, um Kontakt zu halten. Doch als dann ganz unerwartet so etwas altmodische wie eine Postkarte ankam, war das ein echtes Erlebnis, das tatsächlich aus dem Rahmen fiel – ein positiver Stups in diesen teilweise etwas bedrückenden zehn Tagen. Wenn das aber schon für Leute wie uns als Allrounder in Sachen Digitalkommunikation ein positiver Hammer war, wie bedeutsam muss so eine Postkarte erst für Menschen sein, die digital nicht so aktiv unterwegs sind.

Darüber hinaus sind Aktionen wie diese von MyPostcard aus unserer Sicht auch wichtig, um die Menschen weiterhin zum Einhalten der notwendigen Schutzregeln zu motivieren. Eine simple Postkarte kann manches einsame Herz schon in normalen Zeiten wieder mit Zuversicht füllen. Um so wichtiger sind solche kleinen Aufmerksamkeiten in der aktuellen Situation, wo die vielen Singles nicht ständig Besuche empfangen oder schnell mal in die Kneipe gehen können. Menschen die merken, dass sie nicht vergessen sind, halten länger durch. Und Durchhalten ist momentan wichtig – damit wir uns bald wieder ohne Abstand ganz persönlich treffen können.


5 Gedanken zu “Werbung: Zusammen gegen Corona – mit 500.000 Postkarten

  1. Ich vermag der Argumentation nicht ganz zu folgen. Was macht eine Postkarte anders, als eine E-Mail, WhatsApp, Facebook post, Skype Chat oder ein Telefonanruf?
    Eines ist sicher richtig, es geht darum, ACHTSAM mit seinen Nächsten auch unter Kontaktsperrebedingungen umzugehen. Aber das hängt nicht vom Medium ab, sondern vom Achtsamkeitslevel von jedenm Einzelnen.
    Und das ist das, was wir, jeder Einzelne von uns, aus dieser Pandemiesituation lernen können:
    Unter Wahrung der Schutzgebote aktiv auf unsere Mitmenschen zuzugehen, uns für sie und ihre Befindlichkeit zu interessieren – sprich: aktiv zuhören lernen.

    Eine Postkarte hilft da wenig. Sie kann höchstens ein erster Schritt sein. Folgt aber nicht der zweite Schritt, dann bringt die Postkarte auch nichts.

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    • okay, vielleicht hat diese liebe zur ollen postkarte etwas mit unserem etwas fortgeschritteneren alter zu tun – auf den ersten blick zumindest. wir sind nun mal die erste digitale generation und haben angefangen mit dem amiga 1000, dem ersten multimedia computer. da haben wir die redaktionsprogramme noch selber schreiben müssen, weil es keine gab. das verschicken von postkarten gehörte zum alltag. diese gelernte routine könnte ein grund dafür sein, dass uns eine solche postkarte im briefkasten noch immer mit freude erfüllt, selbst wenn wir mit unserer recht uferlosen family und dem noch umferloseren freundeskreis über alle möglichen digitalen kanäle ständig kommunizieren. doch so eine postkarte hat inzwischen den reiz des besonderen. sie ist ein echter gegenstand, den man auf den tisch legen und immer wieder in die hand nehmen kann.
      doch das ist nicht nur unser ding. unsere kids findens auch toll, wenn sie von uns mal eine karte bekommen. erstaunlicherweise freut sich besonders jener sohnemann darüber, der beruflich nur digital unterwegs ist. es geht also nicht darum zu sagen, entweder digital oder analog, sondern sowohl aus auch.
      es gibt halt leute, die den alten kram mögen. wie auch die uralten motorräder in der hallte, die gar nicht nehr so richtig in die zeit passen, aber einfach schön aussehen…

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      • Ja, den Nostalgieaspekt finde ich ganz in Ordnung und das dadurch schon wieder etwas Besonderes und eine erhöhte Aufmerksamkeit entsteht.
        Auch der Materialaspekt, dass man etwas physisch in Händen hält, die Postkarte vielleicht an eine Pinnwand heftet wird, die man täglich im Blick hat, und damit einen dauerhafteren Erinnerungseffekt erzeugt, ist nicht von der Hand zu weisen.
        Dann stelle ich aber auch die elektronische Erstellung der Postkarte infrage. Dann bin ich dafür, die Menschen dazu aufzurufen, eine Postkarte selbst zu gestalten, mit Buntstiften oder mit Farben, oder wenigstens sich die Mühe zu machen eine zum Thema passende Postkarte im nächsten Schreibwarenladen zu besorgen und den Text handschriftlich zu verfassen. Dann ist diese Postkarte wirklich ein Unikat und ein ganz persönliches Zeugnis des an den Anderen Denkens.
        Das hätte zusätzlich den Vorteil, dass der Umsatz nicht bei einem Internetkonzern gebucht wird, sondern beim lokalen Einzelhandel, was diesem auch etwas weiter helfen würde.

        Der WoMolix war da 😉.

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    • nun, trotz aller digitalen orientierung gefallen uns diese altmodischen postkarten immer noch. es ist komischerweise ein echt erfreulicher moment, wenn eine solche im briefkasten ist. man könnte meinen, weil wir das noch so gelernt haben – da ist die gewohnte routine im spiel. aber erstaunlicherweise freuen sich die kids auch, wenn so von uns mal eine karte bekommnen. vielleicht sind die digitalen nachrichten und grüße das alltägliche und die postkarte im briefkasten das besondere…

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