Christi Geburt ein paar Jahre früher

Am Abend des 21. Dezember wird es am westlichen Horizont ein spektakuläres astronomisches Rendezvous zwischen Saturn und Jupiter geben. Irdische Beobachter könnten den Eindruck bekommen, dass es gleich zu einem Crash der Riesenplaneten kommt. Dieses seltene Himmelsereignis führt uns geradewegs in die Zeit der Geburt eines gewissen Jeschua zurück, der uns Heutigen durch die lateinische Überlieferung als Jesus bekannt ist.

Der Stern von Bethlehem

In der Weihnachtsgeschichte wird uns alle Jahre wieder von jenem Stern berichtet, der über einem Schuppen in Bethlehem aufgegangen war. In diesem vom Stern beleuchteten Schuppen soll eine gewisse Miriam (lat. Maria) den kleinen Jeschua zur Welt gebracht haben. Dieses Ereignis soll vor nunmehr 2020 Jahren stattgefunden haben.

Nun kann die heutige Astronomie auch sämtliche Stern- und Planetenkonstellationen der Vergangenheit exakt berechnen. Dabei zeigt sich, dass vor 2020 Jahren am Nachthimmel nichts besonders zu sehen gewesen war – wohl aber sieben Jahre zuvor. Da nämlich gab es ein ähnliches Rendezvous von Saturn und Jupiter überm westlichen Horizont wie jetzt am 21. Dezember. Es dürfte den Leuten damals aber noch spektakulärer vorgekommen sein, denn die beiden Planten schienen tatsächlich miteinander zu verschmelzen. Ein solches Ereignis kommt nicht jeden Tag vor, sondern nur alle tausend Jahre. Wenn also die Geburt des Jeschua zeitlich mit einer besonderen kosmischen Konstellation zusammenfällt, kann es nur dieses Rendezvous gewesen sein – und dann wäre er schon vor 2027 Jahren geboren.

Der Tod des Herodes

Nun, wissenschaftlich ist also das Jahr dieses kosmischen Ereignisses geklärt, doch ob es tatsächlich auch das Geburtsjahr des christlichen Heilands gewesen ist, kann damit natürlich nicht belegt werden. Es ist überhaupt unmöglich, dafür ein exaktes Jahr zu benennen. Dass es nicht vor 2020 Jahren passierte, ist aber sicher. Hier hilft ein Hinweis aus dem Neuen Testament. Demnach fand diese Geburt während der Herrschaft von König Herodes statt. Der aber war vor 2020 Jahren bereits seit vier Jahren tot, wie römische Quellen berichten. Da sich aber der christliche Kalender auf Christi Geburt bezieht, muss der historische Jeschua oder Jesus quasi mindestens vier Jahre vor seiner eigenen Geburt das Licht der Welt erblickt haben.

Der Mythos und die Weihnachtsbotschaft

Das heißt aber keineswegs, dass der historische Jesus unbedingt im Jahre vier vor Christi Geburt geboren sein muss. Später geht zwar nicht – aber etwas früher wäre schon möglich. Und da könnte diese kosmische Vereinigung von Saturn und Jupiter als zufälliges Ereignis wieder ins Spiel kommen und im Laufe der Überlieferung zu einem Mythos verschmolzen sein. Dass Jeschua also nicht vor 2020 Jahren sondern wissenschaftlich eingegrenzt zwischen den Jahren vier und acht vor Chr. bzw. V. u.Z.zur Welt kam, ändert nichts an der Essenz der Weihnachtsbotschaft, die da heißt „Friede auf Erden“. Ist aktueller denn je – und das schreibt hier einer, der kein organisierter Christ ist, dem Wirken des historischen Jeschua jedoch viel Sympathie entgegenbringt.

6 Gedanken zu “Christi Geburt ein paar Jahre früher

  1. Peter, ich bin sogar noch „organisiert“ – dennoch habe ich das Gefühl, dass die Wirkung von Jeschua = Jesus heutzutage verpufft, wenn sich noch nicht einmal Leute daran halten, die sich von ihrem Parteinamen her sogar christlich nennen.
    Mein Glaube an die Menschheit und ihren guten Seiten steht auf ganz schön wackligen Füßen.
    Lieben Gruß zu dir!

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    • nun clara, ich finde es auch immer irritierend, wenn leute – ob in einer partei oder in seltsamen bewegungen – sich auf jeschua berufen und dabei das schwert schwingen. und wenn sich christlich nennende politiker mehr rüstung fordern und sogar den einstieg des staates in rüstungskonzerne befürworten, bin ich schon sicher, dass sie von der weihnachtsbotschaft nocht nichts gehört haben. allerdings bin ich nach den worten meines bruders ein notorischer optimist und sage mit den worten reihard meys: „sicher wirds mal was mit frieden, sicher siegt mal der verstand, doch bis dahin gehen sicher viele jahre noch ins land“.
      liebe grüße zu dir nach berlin, liebe clara. und ein friedvolles weihnachtsfest.

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        • ich befürchte, dass du da recht haben könntest. dabei gab es mal eine zeit, wo wir in sachen frieden sehr zuversichtlich waren. nun, für grundlegende veränderungen reicht ein menschenleben nicht – obwohl wir heute länger leben. aber weiter mit dran arbeiten werde ich -wenn auch nicht mit so viel power wie in früheren zeiten. vielleicht liegts am alter, wer weiß…

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