Kunstausstellung über „Schöne Berge“ in Bern

Bergpanorama c vera schwarzDas Alpine Museum der Schweiz in Bern präsentiert aktuell als Hauptausstellung „Schöne Berge“. Die 120 gezeigten Bilder stammen aus der Gemäldesammlung des Hauses und umfassen einen Zeitraum von etwa 250 Jahren. Ferdinand Hodlers Dioramenbilder vom „Aufstieg und Absturz“ sind ebenso zu sehen wie Werke unbekannter Künstler, die ihren ganz persönlichen Blick auf die Berge mit künstlerischen, bisweilen auch etwas kitschigen Mitteln festgehalten haben. Die Ausstellung läuft bis 6. Januar 2019.

Berge im Fokus von Kunst und Passion

Die Ausstellung trifft einen doppelten Nerv – nämlich den des Kunstinteresses wie den der Leidenschaft für schöne Berge. Unter den Besuchern der Ausstellung sind daher sowohl Kunstliebhaber wie Bergwanderer und selbstverständlich auch Personen, die beides in sich vereinen. Dabei stellen sich unwillkürlich Fragen zur Faszination und dem offensichtlichen Zauber der Berge. Warum sind Menschen dermaßen von den Bergen begeistert, dass sie selbst aus den fernsten Winkeln flacher Länder immer wieder aufs Neue in die Berge reisen? Wie ist das Verhältnis der Bewohner alpiner Regionen zu ihren Bergen und welche Motive animierten die Künstler zum Malen solcher Bilder von den Bergen? Und wie funktioniert im Angesicht der Berge das komplexe Dreiecksverhältnis zwischen Kunst, Klischee und realem Alltag?

Sehnsuchtsort und Lebensraum

Solchen und ähnlichen Fragen geht die Ausstellung „Schöne Berge“ nicht allein durch das Zeigen der Bilder nach. Vielmehr soll das Publikum bei der Suche nach Antworten mit einbezogen werden. Dafür hat das Alpine Museum nicht nur Bergmaler, sondern vor allem auch Bergfans aller Art – also nicht nur ausgesprochene Gipfelstürmer, sondern auch beschauliche Bergbetrachter – nach den Gründen für ihre Liebe zu den Bergen befragt. Herausgekommen sind dabei jede Menge Geschichten, aus denen der Theaterautor Antoine Jaccoud aus Lausanne einen bunten Strauß literarischer Hörtexte geflochten hat. Dazu gehören auch die Blicke von Menschen, die in den Bergen ihrer beruflichen Tätigkeit nachgehen wie etwa Käserinnen von den Almen oder Alpentransit-Chauffeure. Hier geht es nicht mehr nur um „Schöne Berge“, sondern um harte, tägliche Arbeit. Für diese Leute sind die Alpen weniger Sehnsuchtsort, sondern alltäglicher Lebensraum.

Auch Hobbykünstler zum Malen eingeladen

Das Publikum kann übrigens zur Entwicklung der Ausstellung „Schöne Berge“ beitragen. So sind beispielsweise Hobbykünstler zum öffentlichen Malen eingeladen und Besitzer von Bergbildern können ihr Lieblingsbild einen Monat lang im Museum ausstellen. Im übrigens sind alle eingeladen, die Fotos ihres bevorzugten Gipfels, Horns oder Hubels in eine neue virtuelle Bergbildsammlung einzuspeisen. Außerdem können 40 „Schöne Berge“ mitgenommen werden – in Form eines Postkartenbuchs. Weitere Infos auf alpinesmuseum.ch

 

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