Dichter, Denker und Reformation: Tübingen im Lutherjahr

Das Jahr 2017 zeigt sich kulturell und touristisch voll im Luthermodus. Der alte Reformator scheint omnipräsent zu sein und auch die alte Universitätsstadt Tübingen ist in diesem Zusammenhang ein geschichtsträchtiges Pflaster. Ein geführter Rundgang bietet Einblicke in die spannende religiöse Vergangenheit…

Stift und Stiftsgarten 2 Foto Barbara Honner c Verkehrsverein Tuebingen-1 - Kopie

Stadt der evangelischen Bildungstradition

Tübingen ist nicht nur die Stadt der Dichter und Denker, sondern auch besonders bedeutsam für die lutherische Reformation, die hier 1534 offiziell eingeführt wurde. Hier studierte Philipp Melanchton und an der hiesigen Stiftskirche predigte Jakob Andreas, der großen Einfluss auf die Konfessionsbildung hatte. Hier entwickelte sich am Evangelischen Stift und an der Evangelisch Theologischen Fakultät eine nachhaltige evangelische Bildungstradition, die letztlich auch großen Einfluss hatte auf die Entwicklung zur Dichter und Denker Stadt. Zwar ergaben sich einige Veränderungen durch die Installierung des Königreichs Württemberg durch Napoleon im Jahre 1806. Doch blieb die genannte Bildungstradition bis heute ebenso erhalten wie die nach wie vor bedeutende Evangelisch Theologische Fakultät.

Kirchen, Klöster, Konfessionen

Die religiösen und theologischen Entwicklungen inviel mi Tübingen haben natürlich jede Menge steinerne Spuren wie die Stiftskirche hinterlassen. Aber was wurde im Zuge der Reformation aus den einst berühmten Klöstern der Franziskanereremiten und der Augustiner? Solche und ähnliche Fragen sollen erörtert werden während eines geführten Rundgangs, der unter dem Titel „Kirchen, Klöster, Konfessionen“ am 9. April ab 14:30 Uhr stattfindet und am 26. November wiederholt wird. Der Rundgang dauert etwa eineinhalb Stunden und kostet pro Person 7.50 Euro.

Da die Teilnehmerzahl auf 30 Personen begrenzt ist, wird um Voranmeldung gebeten beim Bürger- und Verkerhsverein Tübingen telefonisch unter 07071 91360 oder mail@tuebingen-info.de. Weitere Infos über diese Tübinger Seite.

Übrigens werden in Tübingen auch spezielle Rundgänge für Menschen angeboten, die beispielsweise im Rollstuhl sitzen oder blind bzw. sehbehindert sind. Entsprechende Guides können unter den oben genannten Kontaktdaten angefragt werden.

Tübingen zwo

Foto: 1. Stift und Stiftsgarten, c Barbara Honner, Verkehrsverein Tübingen,  2.  c Peter Bachstein

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