Schlemmen in der Villa: Scharf und süß und jede Menge

Kaum jemand kennt all die vielen Standorte, nennt die zahllosen Namen der Kneipen, Restaurants und Lokale Berlins. Nicht mal der gern einkehrende Großstadtwanderer hat sie alle im Kopf oder gar auf der Liste. Letztere würde ein paar Aktenordner füllen und solche möchte er auf seinen endlosen Touren nun doch nicht mit sich herumschleppen.

Ganze Straßen voll in Wirtes Hand

Schon Erich Kästner, der berühmte Spaziergänger aus Dresden, fand in Berlin „an jeder zweiten Ecke“ ein gastronomisches Haus. Das mag viel gewesen sein in der sogenannten guten alten Zeit. Heute hingegen sind in der Stadt an Spree und Havel ganze Straßenzüge voll und fest in Wirtes Hand. Der Großstadtwanderer muss daher auch keinen Proviant einpacken, denn zwischen Dönerbude und Gourmet Tempel, zwischen Bulette und Haute Cuisine Menü hat er die bekannte Qual der Wahl, selbige nur eingeschränkt durch die zahllosen Löcher in seinem Geldbeutel. Den braucht er diesmal allerdings gar nicht mit bringen, denn da gibt es eine nette kleine Einladung zum fröhlichen Geburtstagsschlemmen in der Villa Rodizio.

scheint zu schmecken

Esstechnische Endlosschleife

Dieses 1905 im Jugendstil erbaute Prenzlberg-Restaurant in der Milastraße entführt den Großstadtwanderer in die kulinarischen Weiten Lateinamerikas und in die Geschichte Berlins. Hier, wo einst Christoph Groterjan Bier brauen und ausschenken ließ, ist der beste Ort zum Verputzen von zehn Gängen Fleisch direkt am Tisch geschnitzelt plus zwei Gängen Dessert zwischen süß und saftig. Die Mengen sind allerdings selbst für Jemanden, der zu Fuß aus Neukölln gekommen ist, eine esstechnische Herausforderung. Aber die verführerischen Düfte der Speisen des fernen Kontinents machen einen Ausstieg auf halber Strecke unmöglich. So wird weiter gefuttert bis zum letzten Tropfen schöner scharfer Chillitunke und wer nicht früh genug stopp sagt, muss das ganze Programm noch mal von vorn vertilgen. Da sind die Tischkellner gnadenlos – denn kaum ist der letzte Bissen in der Futterluke verschwunden, kommen sie schon mit dem nächsten Happen angewackelt. Außerdem wartet da auch noch das endlose Salatbuffet und wer kein Fleisch essen will, hat auch hier jede Menge Möglichkeiten zum satt werden…

banane

Fotos: 1.DS, 2. peter bachstein

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