Sporttherapie jetzt auch für Krebspatienten

Sport als Therapie ist nichts umwerfend Neues und wird zur Behandlung zahlreicher Krankheiten schon seit längerer Zeit erfolgreich angewandt. Teilweise werden solche Therapien auch von den Krankenkassen bezahlt. So bietet die Techniker Krankasse (TK) Sport als Therapie seit sechs Jahren für Diabetiker und Herz-Kreislauf-Erkrankte an und weitet dieses Angebot ab sofort auch auf die häufigsten Krebserkrankungen aus.

Moderater Sport während der Akuttherapie

Krebserkrankungen sind in Deutschland die zweithäufigste Todesursache. Bei Frauen wird Brustkrebs am häufigsten diagnostiziert, bei Männern ist in den meisten Fällen die Prostata betroffen. Ohne Unterteilung nach Geschlechtern ist Darmkrebs die am häufigsten diagnostizierte Krebserkrankung in Deutschland.

Nun wird Krebspatienten empfohlen, sich schon in der akuten Krebstherapie moderat zu bewegen, um die körperlichen Belastungen von Operation und Chemotherapie besser verkraften zu können. Voraussetzung dafür ist eine individuell verordnete Sporttherapie mit dem Ziel, den Patienten mehrere Stunden pro Woche einer, seiner Situation angemessenen mittleren Belastung auszusetzen.

Bessere Prognose durch Sporttherapie

Aktuelle Studien zeigen, dass etwa Brustkrebs-Patientinnen mit sporttherapeutischen Maßnahmen ihre Lebensqualität verbessern und auch ihre Lebenserwartung deutlich verlängern konnten. „Inaktivität ist an sich schon ein Risikofaktor für Krebs“, sagt Professor Dr. Martin Halle von der Technischen Universität München (TUM). „Je eher wir damit beginnen, diese Inaktivität in eine Aktivität umzuwandeln, desto besser ist die Prognose des Tumorpatienten“, so der Sportmediziner weiter.

Individuelles Trainingsprogramm

Schon während des ersten Krankenhausaufenthaltes stellt der Arzt einen aus mehreren Modulen bestehenden Behandlungsplan auf. Dieser soll neben gesunder Ernährung, psychoonkologischer Betreuung, einem Gesundheits-Coaching noch während der Chemotherapie und Bestrahlung auch eine Sporttherapie enthalten. Dabei wird das Trainingsprogramm individuell an die gesamte Therapie, die jeweilige Symptomatik und die subjektive Verfassung des Patienten angepasst: „Es geht darum, dass der Patient sich von Beginn an daran gewöhnt, selbst für sich etwas zu tun. Das ist gut für die eigene Psyche. Und die Bewegung fördert die Verträglichkeit der Chemotherapie“, meint Halle.

Mit diesem Link geht’s zum allgemeinen Angebot„Sport als Therapie“ der TK. Da die Ausweitung auf Krebs brandneu ist, steht darüber jedoch noch nichts spezielles im Programm. Spezielle Fragen sollten daher über die kostenlose Hotline 0800 – 285 85 85 gestellt werden.

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