„Evokids“-Projektgruppe veröffentlicht Lehrbuch mit 22 Unterrichtseinheiten zum Thema „Evolution“

(ots) – Bislang gab es kaum Unterrichtsmaterialien, die Lehrerinnen und Lehrer nutzen konnten, um das für das moderne Weltbild grundlegende Thema „Evolution“ in den Klassen 3-6 zu behandeln. Diesen Missstand behebt ein 113-seitiges Lehrbuch, das die Projektgruppe „Evokids – Evolution in der Grundschule“ heute auf ihrer Website veröffentlicht hat.

Die 22 Unterrichtsmodule des Lehrbuchs behandeln in kindgerechter Weise und fachlich korrekt die „Geschichte des Lebens auf unserem Planeten“, die „Mechanismen der Evolution“ sowie die „kulturellen Veränderungen in der Welt des Menschen“. Als pädagogische Leitfigur fungiert dabei das durch die „Augsburger Puppenkiste“ und Kinofilme bekannte „Urmel aus dem Eis“ von Max Kruse (1921-2015), der das Evokids-Projekt von Anfang an unterstützte.

Glücklicherweise können die Lehrmaterialien kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Zu verdanken ist das dem ehrenamtlichen Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Projekts sowie der Anschubfinanzierung durch die Giordano-Bruno-Stiftung. Deren Vorstandssprecher Michael Schmidt-Salomon erklärt das besondere Engagement der Stiftung damit, dass eine „frühzeitige Beschäftigung mit evolutionären Prozessen nicht nur bildungspolitisch, sondern auch integrationspolitisch von entscheidender Bedeutung“ sei. In diesem Zusammenhang wies er darauf hin, dass auch Migrantenkinder möglichst frühzeitig Zugang zu wissenschaftlichen Erkenntnissen erhalten sollten. Weitere Infos gibt’s hier…

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Buch über Hugo Ball und das 100. Dada Jubiläum von Thilo Bock

Am 5. Februar 1916 begann im Zürcher Amüsierviertel eine Revolution, die allerdings nichts mit einem gewissen Lenin zu tun hatte, der ebenfalls alldorten auf seinen großen Auftritt wartete. Vielmehr hatte sich eine Gruppe junger Künstler aus halb Europa im Hinterzimmer einer Bierwirtschaft versammelt um ordentlich auf die Pauke der Avantgarde zu hauen. Eingeladen hatten Emmy Hennings und Hugo Ball – sie Sängerin und Muse der Schwabinger Vorkriegsboheme, er ehemaliger Dramaturg an den Münchner Kammerspielen und aufstrebender Dichter. Gekommen waren u. a. Tristan Tzara, Richard Huelsenbeck und Hans Arp.

Dieses Ereignis mit nachhaltiger Wirkung bis in unsere Tage war auch die Eröffnungsveranstaltung des Cabaret Voltaire. Zwar gab es den Laden nur fünf Monate lang – doch in dieser kurzen Zeit wurde er zum Hotspot der Avantgarde. Hier entstand inmitten des Ersten Weltkrieges Dada und mit ihm die stilprägenden literarischen Innovationen, die den Gattungsfundus der dadaistischen Literatur ausmachten.

Passend dazu erscheint nun (bislang nicht angekündigt!) der großformatige Band „Eine lebendige Zeitschrift gewissermaassen.‘ Hugo Ball und die literarische Bühne“ von Thilo Bock. Darin schildert der Autor fundiert und unterhaltsam die Entstehung des Dadaismus, wobei auch Balls persönliches Scheitern zwischen Katholizismus und Anarchismus nicht unterschlagen wird.

Das Buch ist voraussichtlich ab Freitag allerorten im Buchhandel sowie als ebook in allen einschlägigen Stores erhältlich. Für Eilige ist es schon jetzt auf der Website des Berliner Verbrecherverlages einseh- und bestellbar. (280 Seiten, Broschur, Großformat 38,00 €, als ebook 27 99 Euro).

Der Autor

Thilo Bock wurde 1973 in Berlin geboren und lebt dort bis heute. Er hat Neuere Deutsche Philologie, Alte Geschichte und Vergleichende Literaturwissenschaften an der TU Berlin studiert. Das nun erscheinende Buch ist zugleich seine Dissertation. Die literarische Bühne kennt er als langjähriger Aktivist der Berliner Lesebühnenszene. Zudem hat er die Romane „Die geladene Knarre von Andreas Baader“ und „Senatsreserve“ sowie zwei Erzählbände veröffentlicht. Zuletzt erschien sein Freiluftroman „Tempelhofer Feld“ (2014).

Übrigens ist Zürich in diesem Jahr voll im Dada Fieber…

Apple plant Entwicklungszentrum für iOS Apps in Neapel

Nach einem Bericht von silicon.de will Apple zum ersten Mal ein iOS-App-Entwicklerzentrum in Europa eröffnen. Ein konkreter Eröffnungstermin wurde jedoch nicht genannt. Standort der Einrichtung soll Neapel sein.

Tim Cook: Heimat kreativer Entwickler

Das Entwicklerzentrum soll die Aufgabe haben mit Hilfe eines von Apple bereit gestellten Lehrplans Studenten zu schulen um sie zu befähigen, erfolgreiche Apps für iOS zu entwickeln. Möglicherweise werden auch andernorts in Italien Entwicklerschulungen angeboten. Später ist es möglich, dass Apple das Programm auch auf andere Länder ausdehnt. In diesem Zusammenhang hat Tim Cook höchstselbst Europa die „Heimat einiger der kreativsten Entwickler“ genannt. Außerdem sei er erfreut, dass Apple „die nächste Generation an Unternehmern in Italien bei dem Erwerb jener Fähigkeiten, die sie für ihren Erfolg benötigen“, unterstützen kann.

Italien bei Apple beliebt

Apple scheint ein Fable für Italien zu haben. Dort hätte der App Store zur Entstehung von 75.000 Arbeitsplätzen beigetragen, wie Apple mitteilt. Aus Sicht des Konzerns sei die italienische Entwickler Community sehr lebhaft, was sicherlich der Grund für die Wahl des Standortes für das europäische Entwicklerzentrum sein dürfte. Beispiele für erfolgreiche Apps aus Italien sind die Musikanwendungen von IK Multimedia, die bisher über 25 Millionen Mal heruntergeladen wurden, sowie die 2013 veröffentlichte Reise-App Musement, die mittlerweile in sieben Sprachen und für 300 Städte in 50 Ländern vorliegt.

ITB Berlin: Segment Kinder- und Jugendreisen thematisiert Gesundheit, Nachhaltigkeit und Migration

Auch in diesem Jahr ist das Segment Kinder- und Jugendreiseszene auf der Reisemesse ITB Berlin wieder mit zahlreichen Angeboten präsent. So gibt es beispielsweise spannende Projekte für Familien und Schüler am Publikumswochenende (12 – 13. März) in Halle 4.1. An den Fachbesuchertagen werden hochkarätige Workshops zu aktuellen Themen wie Nachhaltigkeit im Tourismus oder Flucht und Migration angeboten. Gleich zwei Premieren finden am Mittwoch, 9. März 2016, statt. Erstmals wird der Social Media Travel Youth Award an Jugendreiseanbieter, die erfolgreich auf Facebook, Instagram & Co. aktiv sind, auf der großen Bühne in Halle 4.1 vergeben. Und beim ersten YIG-Speed Dating kommen ausgewählte Youth Travel Einkäufer in der YIG-Lounge mit Ausstellern ins Gespräch.

Jugendherbergswerk und Jugendpresse zu Flucht und Migration

Aktuelle Themen der Kinder- und Jugendreiseszene mit hochkarätigen Referenten stehen an den Fachbesuchertagen auf dem Programm. Neben Vorträgen zu „Gesundheit im Jugendtourismus“ und „Jugendreisen nachhaltig gestalten“ berichten Marketingexperten über das Segment aus ihrer Sicht.

So informiert am Donnerstag (10. März) Elke Urbansky von den Niedersächsischen Landesforsten zusammen mit Jens Wiesehöfer, Geschäftsführer KB&B The Kids Group, über die gezielte Vermarktung von Unterkünften im ländlichen Raum. Am Freitag, 11. März 2016, beleuchten Phillip Winter, A&O Hotels and Hostels und weitere Brancheninsider die „Berufsbilder im Tourismus“. Das aktuelle Thema „Flucht und Migration“ wird durch ein Projekt der Jugendpresse Deutschland in Kooperation mit dem Deutschen Jugendherbergswerk aufgegriffen. Auf internationaler Ebene veranstaltet der Weltverband Wyse Travel Confederation mehr als zehn Workshops. Experten auf dem Gebiet Jugend- und Studentenreisen präsentieren die neuesten Trends, Forschungsergebnisse, Fallstudien und Best Practice-Beispiele.

Schulfach Tourismusmanagement

KAm Publikumswochenende, 12. und 13. März, erhalten Besucher am YIG-Deutschland-Pavillon in Halle 4.1 Informationen zu Kinder- Jugend- und Schulfahren aus erster Hand. Hier stellt beispielsweise die Naturfreundejugend zusammen mit einer Comiczeichnerin ein interessantes und spannendes Projekt zum Thema Nachhaltigkeit bei Jugendreisen vor. Zudem präsentiert die Merian-Oberschule das Fach Tourismusmanagement. Das einmalige Projekt in der Berliner Schullandschaft wird in Zusammenarbeit mit Welcome Berlin Tours umgesetzt. Ganz im Sinne von „Unterricht an einem anderem Ort“, führen zum Beispiel Schüler mit selbst entworfenen Touren andere Schüler durch Berlin. Außerdem präsentiert Reisenetz e. V., der deutsche Fachverband für Jugendreisen, den ersten verbandsübergreifenden Jugendreise-Ratgeber. Hierin finden Eltern und Interessierte alle Informationen, die sie benötigen, um für Kinder und Jugendliche die passende Reise sowie einen seriösen und qualifizierten Reiseanbieter zu finden.

Bahnhof Alexanderplatz Aufbruch

Nach wie vor starkes Interesse der IT Branche an Freiberuflern

Im letzten Jahr wurden von der deutschen IT Branche auf der Freiberuflerplattform Freelance.de 78.170 Projekte veröffentlicht. Spitzenreiter bei den Ausschreibungen waren Projekte aus den Bereichen Softwareentwicklung und -programmierung. Besonders punkten konnten hierFreiberufler, die Know-how in Java vorzuweisen hatten. An zweiter Stelle positionieren sich die Bereiche IT-Projektleitung sowie Projektmanagement.

Ausweitung des Freelance Marktes im laufenden Jahr?

Die Mehrzahl der auf Freelance.de veröffentlichten Projekte für Freiberufler stammt mit aktuell 3.832 Ausschreibungen nach wie vor aus den Bereichen IT und Entwicklung, mit 18.360 derzeit online verfügbaren Profilen sind auch die meisten Freiberufler in diesen Branchen tätig. Gleichermaßen gefragt sind die Bereiche Ingenieurwesen und Technik, in dem zur Zeit 8.520 Freiberufler und 1.138 Projekte verzeichnet sind. Spannend wird es künftig in den Bereichen Management, Unternehmen und Strategie. Diese gewinnen immer mehr an Bedeutung für den Freelancer-Markt, was sich sowohl bei den Projektangeboten als auch bei der Anzahl der Freiberufler zeigt. Beim regionalen Vergleich liegt München mit 3.500 verfügbaren Freelancern auf dem vordersten Platz, gefolgt von Berlin mit 2.000 registrierten Freelancern und Hamburg (1.600 Freiberufler-Profile). Branchenübergreifend liegt der durchschnittliche Stundensatz aller bei Freelance.de registrierten Freiberufler bei 66,85 EUR. Im Bereich IT-Sicherheit beläuft sich der Satz auf 73,36 EUR, in SAP werden derzeit Stundensätze von 76,52 EUR aufgerufen.

Zu Freelance.de

Seitens Freelance.de eröffnet sich den Usern zusätzlich zur Kontaktaufnahme eine Vielzahl an Dienstleistungen und darüber hinaus auch eine Bewertung der Qualität der registrierten Freelancer und Projektanbieter. Bis zu 1000 User sind auf Freelance.de gleichzeitig online. Im Schnitt werden täglich mehr als 350 neue Projekte auf der Plattform eingestellt und rund 700 Bewerbungen über Freelance.de versendet.

Weitere Informationen finden Sie im Netz unter www.freelance.de

Zwischen Weihnachten und Ostern wird in der Lausitz die Vogelhochzeit gefeiert

Heute ist der 25. Januar, Weihnachten längst vorbei und Ostern noch so weit. Eine öde Zeit für alle Leckermäuler. Doch die Leute in der Lausitz haben genau am heutigen Tag eine mit Süßigkeiten ausgestattete Zwischenstation. Sie trägt den Titel Vogelhochzeit und stammt aus dem Brauchtum der Sorben.

Für einen, der beispielsweise aus dem fernen Berlin in die Bautzener Gegend kommt, hat der Brauch zunächst eine gewisse Ähnlichkeit mit Nikolaus. Nein, es werden keine Stiefel geputzt oder Socken aufgehängt, aber immerhin Teller ins Fenster gestellt und zwar in der Nacht vom 24. zum 25. Februar. Wenn die Kinder dann morgens nachschauen, ist der Teller voll mit Süßigkeiten in Form von Vögeln. Selbige sind häufig aus Baisermasse gemacht und werden u. a. Schmäzl genannt. Es gibt aber auch Marzipan- oder Cremevögel. Und die Nester mit den kleinen bunten Zuckereiern darin zaubern einen leichten Hauch von Ostern in die Vogelhochzeit.

Schaumvögel für die Vogelhochzeit

 

Gebracht werden diese süßen Leckerbissen natürlich nicht von den Bäckern, wie dieses Bild vermuten lässt, sondern von den Vögeln selber. Auf diese Weise wollen sie sich bei den Menschen für die Pflege im Winter bedanken. In den Kitas und Schulen wird dann von entsprechend verkleideten Kindern die Vogelhochzeit gefeiert. Das traditionelle Paar sind Elster und Rabe, inzwischen aber auch Amsel und Drossel.

Eine Stadt im Aufbruch: rbb zeigt Doku über Breslauf

Im rbb Fernsehen läuft am Di 09. Februar 21:00 eine Filmdoku über Breslau bzw. Wroclaw. Die schlesische Metropole ist Europäische Kulturhauptstadt 2016 und zählt mit über 600.000 Einwohnern zu den größten Städten Polens. Allein 140.000 Studenten leben hier.

Wroclaw, ist eine junge Stadt. Eine Stadt mit bewegter Geschichte geprägt von Deutschen und Polen. Eine Stadt der Vielfalt und der Gegensätze: die vielen gotischen Kirchen und der alles überragende Skytower, mit 212 Metern das höchste Wohnhaus Polens. Die alte Oper und die neue Philharmonie, die letztes Jahr eröffnet wurde. Das mittelalterliche Rathaus am Ring zieht die Menschen ebenso an wie die jungen Clubs in den Seitenstraßen und Höfen.

Der Film von Jürgen Buch und Thomas Zimolong erzählt von der Stadt und ihren Menschen, zum Beispiel von Kamil Zaremba, der auf einem Hausboot auf der Oder lebt. Oder von Tomasz Czujko, der gerade eine der ältesten Kirchen Breslaus restauriert. Joanna Stembalska organisiert Kunstaktionen auf den Straßen der Stadt. Dominik Watin ist Filmemacher und zeigt die „deutsche Straße“, in der für einen amerikanischen Spielfilm sogar die Berliner Mauer nachgebaut wurde.