Navigation mit dem Smartshoe?

Der moderne Mensch hat nicht nur sein smartes Phone in der Hand und die smarte Brille auf der Neese, sondern latscht jetzt auch noch per Smart Shoe mit vibrierender Sohle durch die Gegend. Das Schuhmodell heißt Lechal, kommuniziert per Bluetooth mit einer Smartphone-App und soll als Navigationshilfe dienen.

Heiße Sohle

Wer das Schuhmodell nicht besonders schick findet, braucht trotzdem nicht auf die Segnungen der Fußnavigation verzichten, denn es gibt die Möglichkeit, nur die Sohlen zu kaufen. Die kann der User dann in seine geliebten Turn-, Trekking- oder Tanzschuhe schieben. Vielleicht ist letzteres ja die große Chance für alle Nichttänzer, die dann per Smartschuh eine heiße Sohle aufs Parkett zaubern können.

Good Vibrations

Der tolle Treter funktioniert nach dem Vibrationsprinzip, d. h., wenn der User beim Rumlaufen mal wieder pennt, rüttelt ihn die smarte Sohle um die richtige Ecke. Dabei soll Navigation nicht die einzige Fähigkeit des Smartschuhs sein Denkbar sind auch Vibrationshinweise auf nahegelegene Sehenswürdigkeiten für Touristen. Zudem könnten User gewarnt werden vom Smartschuh, wenn ihnen ihr Smartphone gerade geklaut wird, während sie mit dessen Hilfe noch selbstvergessen und versunken im digitalen Paralleluniversum unterwegs sind.

Diese digitale Versenkung dürfte in Zukunft rund um die Uhr möglich sein, denn der User braucht sich nicht mehr um den Weg zu kümmern. weil das der Smartschuh ganz alleine macht. So ein User ist vergleichbar mit einem Cowboy aus den alten Zeiten, der die Suche nach dem richtigen Weg seinem Gaul überließ, während er selber schlafend im Sattel hing. Ist also gar nicht so neu die Idee mit dem Smartschuh, nur eine digitale Adaption uralter Gewohnheiten.

Mobilitätshilfe

Allerdings, und das sei hier bei allem Spott vermerkt, hat jedes Ding zwei Seiten – so auch der Smartschuh. Ursprünglich sollte er nämlich für Blinde und Sehbehinderte entwickelt werden, um ihnen ein bisschen mehr selbstbestimmte
Mobilität zu ermöglichen. Die Entwicklungsfirma hat allerdings schnell erkannt, dass sie mit dieser Mobilitätshilfe einen viel größeren Personenkreis beglücken kann, nämlich all jene Menschen, die keine Lust mehr haben, sich selbst um die Suche nach dem richtigen Weg zu kümmern, weil sie ständig Smartphone spielen müssen.

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