Gitarren ziehen in Bayern oder Nashville Tennessee

Beim GitarrenziehenWährend eines winterlichen Aufenthaltes im Bayerischen Wald hatten sich ein paar Leute in einer Hütte versammelt, um bei Blutwurz und Bier mit ihrem zum Entertainer mutierten Skilehrer eine vermeintlich bodenständige Aprais Ski Party zu veranstalten. Der Skilehrer hatte eine uralte Gitarre mit gebracht und spielte was zum Mitsingen. Nach dem dritten Lied gab es wieder eine Runde Blutwurz und während dessen Flammen noch züngelten, erzählte der Skilehrer von Nashville. Die dortigen Countrymusiker würden sich dauernd zum Gitarrenziehen treffen und sowas könnten sie hier doch auch mal machen. Das Prinzip sei auch ganz einfach. Einer müsse anfangen mit dem Spielen und Jeder in der Runde könne ihm die Gitarre weg ziehen, um weiter zu klimpern. Mit diesen Worten nahm er die Gitarre wieder in die Hand und versuchte Country Roads zu spielen.

Ohrwürmer

Weil die meisten der Partygäste aus jener glorreichen Zeit stammten, als jeder zweite mindestens drei Gitarrengriffe auf Lager hatte, sorgten Nashville Story und Eigendynamik schnell für ein fröhliches Kreisen des bald völlig verstimmten Instruemntes. Countrysongs spielte zwar keiner, dafür aber das übliche Ohrwürmerrepertoire der Sechziger- und Siebzigerjahre, also Lady in Black, Blowin‘ in the Wind oder Honky Tonk Woman. Einer versuchte es auch mit House of the Rising Sun, bekam aber die gesanglichen Höhenflüge nicht hin und Born to be Wild auf der Schrammelgitarre klang auch nicht gerade nach Heavy Metal Thunder. Doch etliche Runden Blutwurz sorgten auch ohne gigantische Soundmaschine für Fire in the Sky und als der Wintermorgen in die fünfte Stunde ging, sangen alle zusammen es gibt kein Bier auf Hawaii.

Der Großstadtwanderer hatte zwar alle Blutwurzrunden fleißig und wacker mit getrunken, die Gitarre aber, trotz seiner Picking- und Slidingkenntnisse, an sich vorbei ziehen lassen. Doch die Story vom Gitarrenziehen in Nashville blieb in seinem Gedächtnis. Als er dann mal wieder eine USA Reise unternahm , schaute er auch in dieser Metropole der weltweiten Country Community vorbei.

Nashville Kick

Auf den ersten Blick konnte er Nashville jedoch nicht als Prototyp einer schönen Ecke einstufen. Die berühmte Stadt in Tennessee machte einen betont nüchternen und zweckmäßigen Eindruck und bestand hauptsächlich aus breiten Straßen und großen Parkplätzen. Musiker rannten auch keine rum und alle Fußgänger schienen Rucksack tragende Touristen gleich ihm zu sein.  In den Coffee Shops wusste keiner was vom Gitarrenziehen und in die berühmten Studios kam man nicht rein, weil freundlich grinsende Rausschmeißer im Weg standen. Auch der Besuch bei Gibson war ein Flop. Da gab es zwar keine Rausschneißer, doch die nette Frau am Empfang erklärte nach kurzer telefonischer Rückfrage, dass bei Gibson Gitarren nicht gezogen, sondern traditionell produziert würden.

Selbst Angehörige allwissender Berufe wie Taxifahrer und Polizisten konnten dem etwas enttäuschten Großstadtwanderer keine Auskunft übers Gitarrenziehen geben und er kam allmählich zu dem Schluss, dass es sich um ein geheimes Ritual besonders eingeweihter Musiker handeln müsste.  Oder war es nur eine Erfindung des Skilehrers im Bayerischen Wald gewesen – quasi als Warming Up, um die anderen Leute zum Mitmachen anzuregen? Hatte er vielleicht befürchtet, ohne den Drive der Nashville Story sein drei Stücke Repertoire plus Country Roads Versuch noch ein paar Stunden weiter spielen müssen? Doch diese Sorge hätte er nicht haben müssen – denn überall, wo ein paar Leute mit einer einzigen Gitarre zusammen hocken, ergibt sich das Gitarrenziehen irgendwann von ganz allein – auch ohne Nashville Kick. Wie neulich in dieser Neuköllner Musikerkneipe.

Aber das ist eine ganz andere Geschichte….     

Gitarrenpicking

Vom Goldenen Reiter mit Kupferkern zum Löwen in Dresden Neustadt

Goldene Reiter mit KupferkernDer goldene Reiter sitzt auf einem goldenen Pferd und dieses steht auf einem steinernen Sockel in Dresden Neustadt nahe der Elbe. Der Reiter ist natürlich August der Starke, wie das Pferd heißt, wissen wir nicht. August war hauptberuflich sächsischer Kurfürst und nebenbei polnischer König, mimt aber hier hoch zu Ross einen Mix aus good old Caesar und Jungsiegfried. Neben dieser kleinen Übertreibung ist auch das Gold der zwischen 1734 unodd 1736 errichteten Statue nur äußerlich. Im Inneren ist das Reiterstandbild nur aus Kupfer.

Goldener Mantel

Nun kennen wir ja alle den Begriff des Rosstäuschers, wenn man einen klapprigen Grauen zu einem edlen Rappen oder stolzen Schimmel umpinselt. Und so ähnlich ist es hier auch – dem vermeintlich schnöden Kupfergaul nebst heroischem Kupferaugust wurde ein Mantel aus Goldblech verpasst. Schließlich wollte der gute alte August nicht als Kupferkönig durch die Geschichte reiten. Heute hätte er wahrscheinlich nichts gegen diesen Titel, denn Kupferkönige haben soviel Kohle, dass sie sich ganze Reiterkolonnen aus purem Gold leisten könnten. Aber das konnte August der Arme damals ja noch nicht ahnen und die Goldmacherei seines Forscherteams hatte lediglich zu sächsischem Porzellan geführt. Auch nicht schlecht – oder? Und im übrigen ist Kupfer das früheste von der Menschheit je genutzte Metall. Das zumindest hätte August wissen müssen und sich dann vielleicht nicht dafür geschämt, als Kupferkönig in Dresden an der Elbe zu stehen.

im löwen dresdenGoldenes Bier

Heutzutage ist es eh wurscht aus welchem Material Gaul und Reiter einst gefertigt wurden. Hauptsache sie leuchten blankpoliert von Dresden in die weite Welt hinaus um als Fotomotiv zu dienen für Leute, die damit ihre Dresden Reise dokumentieren wollen. Auch als Treffpunkt ist der Barockprotz bestens geeignet und sogar der Großstadtwanderer und die geheimnisvolle Besucherin haben sich hier immer wieder verabredet. Meistens bummeln sie dann in der autofreien Hauptstraße hin und her, wo sie ein bisschen in Museen und Läden herum schnüffeln. Am Ende oder zwischendurch landen sie dann manchmal im Löwen um zur sattmachenden bulgarischen Suppe namens Kawarma ein Gläschen güldenen Edelstoff zu kippen. Oder ist der auch eher ein Kupferbier? Egal, er schmeckt so gut, dass der Großstadtwanderer immer noch ein zweites Gläschen bestellt und eine Portion Hackepeter dazu. Wer weiß, wie’s weiter geht…

Kunsthistoriker Jean-Christophe Ammann in Frankfurt am Main gestorben

Heutzutage sterben andauernd Leute. Natürlich war das schon immer so. Doch wenn man selber bald 66 Jahre zählt, nimmt man das eventuell stärker zur Kenntnis – vor allem wenn man die jeweils gestorbene Person mit einem gewissen Interesse durch die Jahrzehnte beobachtend wahrgenommen hat.

Das trifft in diesem Falle auf Jean-Christophe Ammann zu, der am vergangenen Sonntag im Alter von 76 Jahren in Frankfurt gestorben ist, wie das Museum für Moderne Kunst am Freitag mitteilte. Der Schweizer Kunsthistoriker leitete das 1991 eröffnete Haus von der Planungsphase 1989 bis 2001. „Mit Jean-Christophe Ammann ist einer der großen, wegweisenden Ausstellungs- und Museumsmacher der Gegenwart verstorben. Er hat den geistigen Grundstein des MMK gelegt und es zu einem bis heute in der ganzen Welt hoch respektierten Museum gemacht“, sagte Museumsdirektorin Susanne Gaensheimer. Weiter lesen hier…

Kostenlose App für die Oldenburg Reise mit besonderem Audioerlebnis

Es gibt zwar entgegen einer allgemein üblichen Aussage noch lange nicht für alles eine App, aber im Bereich des Reisens sind sie doch schon allgegenwärtig und erfahrungsgemäß sehr hilfreich. Das trifft auch auf die kostenlose und werbefreie App der norddeutschen Stadt Oldenburg zu. Wer also demnächst oder später eine Oldenburg Reise plant, kann im jeweiligen App Stores oder unter www.oldenburg-tourist.de/app das ohne Zweifel brauchbare Angebot finden.

Die App bietet Reisenden jede Menge Insidertipps, die von acht Locals, die nicht nur in der Stadt wohnen, sondern sie vor allem sehr gut kennen, ständig aktualisiert werden. Hinzu kommt eine integrierte „Around Me Funktion“, mit deren Hilfe die konkrete Umgebung einfach gecheckt werden kann. Hotels, Geldautomaten, Sehenswürdigkeiten, Parkplätze oder Einzelhandelsbetriebe lassen sich schnell anzeigen – auf Wunsch auch in einer Karte mit der Möglichkeit sich navigieren zu lassen. Ein Audioerlebnis der besonderen Art bieten die integrierten Oldenburger „Hörgänge“. Entwickelt von dem Oldenburger Klang- und Medienkünstler Christian Gude sind diese Hörspiele eine gute Alternative zu einer Stadtführung, bei denen die Zuhörer über Kopfhörer die Handlung an den Originalschauplätzen für sich nachvollziehen können.

Genutzt werden die Inhalte der Google Maps Infrastruktur, sodass kein eigenes Inventarsystem nötig ist. Das erleichtert die Pflege des Angebotes und sorgt für Aktualität. 

Radebeul bei Dresden: Treppenlauf zum Spitzhaus

Diesmal ist der Großstadtwanderer zusammen mit der geheimnisvollen Besucherin nach Radebeul bei Dresden gefahren – aber nicht, um Old Shatterhand oder den Alten vom Tann in der Villa Bärenfett zu besuchen. Auch das sehenswerte Zeitreise Museum mit seiner alle möglichen Gebiete des Alltags umfassenden DDR-Sammlung steht ausnahmsweise mal nicht im Vordergrund. Nein, diesmal ist Treppensteigen angesagt – allerdings nicht in irgendeinem imposanten Gebäude, sondern unter freiem Himmel am Goldenen Wagen vorbei Richtung Spitzhaus.

Treppenaufsteig am Goldenen Wagen vorbeiTreppauf Richtung Spitzhaus

Selbiges thront weit oben über einem denkmalgeschützten Weinberg der Lößnitz und lockt mit den entsprechenden Getränken sowie köstlichen Speisen. Grund genug für den Großstadtwanderer und die geheimnisvolle Besucherin, die 397 Stufen des historischen Aufstiegs mal eben unter die Sohlen zu nehmen. Ist übrigens eine weltberühmte Treppe, denn hier findet alljährlich der härteste Treppenlauf der Welt statt. Dabei müssen die Sportler innerhalb von 24 Stunden hundert Mal hoch und runter traben.

Nicht die Gebäude sondern lediglich die Treppe ließ ein gewisser August, genannt der Starke errichten. Er wollte nämlich mit dem starken Ausblick, den man von oben hat, vor seinen Besuchern ein bisschen angeben. Zum selber Hochlaufen war er aber nicht stark genug – dafür hatte er Sänftenträger. In den Besitz des Spitzhauses kam der alte August übrigens durch die von ihm zuerst vernaschte und dann eingesperrte Gräfin Cosel, die es vorher von irgendeinem Gönner geschenkt bekam.

Blick über die WeinbergeDer Ausblick von Oben über das Elbtal bis nach Dresden ist allerdings wirklich stark und für heutige Besucher ein triftiger Grund, die geringen Strapazen des Aufstiegs ganz ohne Sänftenträger und gut gelaunt zu genießen. Dazu lockt natürlich auch die Küche des Spitzhauses, die so leckere Sachen wie Schweinefilet unter Senfkruste zubereitet. Und für alle, die nach dem Erklimmen der 397 Stufen statt Wein erst mal was gegen den Durst brauchen, gibts natürlich auch ein schwarzes Bergbier. Die geheimnisvolle Besucherin verschmäht zunächst beides und verlang auf der Stelle erst mal einen Humpen klares Wasser…

Spitzhaus

Ach ja: All Jene, die nicht ganz so genusssüchtig sind oder im Gegensatz zu den Protagonisten dieser kleinen Story über die notwendigen Adleraugen verfügen, finden natürlich auch einen Weg zum Spitzhaus, der mit dem Auto befahren werden kann.

Die Bergwelt mit den Ohren erleben: Echo Wandern in der Schweiz

Wer beim Wandern in der Schweiz die großartige Bergwelt nicht nur mit den Augen sondern auch mit den Ohren erleben will, kann sich auf der neu lancierten Webseite www.echotopos.ch und per App über Standorte mit perfektem Echo informieren. Die Webseite des ersten Echo-Archivs der Schweiz schlägt auch gleich Wanderrouten zu den jeweiligen Standorten vor. Wer zum Beispiel das siebenfache Wanderecho des Kreuzbergs in der Ostschweiz entdecken möchte, braucht nur noch die Wanderschuhe zu schnüren und loszulaufen….

Wanderung zum siebenfachen Echo der Kreuzberge

Einen Kreuzberg gibt es nicht nur in Berlin, sondern – im Plural und einige tausend Meter höher – auch in der Ostschweiz in der Nähe von Vaduz. Sie servieren rufenden Wanderern, die sich oberhalb der Alphütte Roslenalpin auf einem kleinen Felsvorsprung postieren und kräftig rufen, das berühmtes siebenfaches Echo. Manchmal lassen sich einige Schafe, die unterhalb des Bergs weiden, von den Klängen inspirieren und blöken ein bisschen mit.

Die Wanderung beginnt bei Stauberen und führt über Saxerlücke bis zur Roslenalp auf 1860 Metern Höhe, alternativ ist sie von Brülisau her möglich. Es empfiehlt sich, den Ausflug über den Chreialpfirst fortzusetzen, dann geht es weiter Richtung Säntis oder hinunter nach Wildhaus. Die Kreuzberge bieten zudem ein optimales Gebiet für alle Kletterbegeisterten. Beispielsweise ist der Mutschen auf 2122 Metern Höhe als höchstgelegener Punkt der südlichen Alpsteinkette einen Besuch wert. Weitere Informationen unter: www.echotopos.ch/location/kreuzberg

Echo Wisi Bucher“

Die Wanderung zum Wisi Bucher Echo in der Region Obwalden führt im Melchtal zunächst zum unteren Roggenloch in 1525 Metern Höhe. Dann geht’s in Richtung Wolfsbüel über Flöschen und die Torstöcklialp bis zur Alp Tor. Von dort sind es noch 20 Minuten bis zum Wegende, wo ein in Erwartung eines teilweise achtfachen Echos ein kräftiger Ruf auf die Reise geschickt werden kann. Der Name „Echo Wisi Bucher“ ist hergeleitet von dem Büchel-Spieler – ein Büchel ist eine Art Alphorn – Wisi Bucher, der das legendäre achtfaches Echo zurückbekam. Weitere Informationen unter: www.echotopos.ch/location/wisi_bucher

Scära-Fänggin’s Echo-Wandern

Die Route von Furna Hinterbergen nahe Chur zum Berggasthaus Alp Scära in Graubünden ist auf der Wanderkarte leicht zu finden. Bei der Wanderung reicht der Blick weit über grüne Alpweiden. Nahe der Alp Scära hört der Wanderer nach lautem Rufen ein drei- bis vierfaches Echo. Die besten Erfolgsaussichten auf ein gutes Echo haben Echosuchende frühmorgens bei ruhigem Wind und Wetter. Weitere Informationen unter: www.echotopos.ch/location/scara_fanggins

Mitwirkung am Archiv der Echos

Das Echo Archiv ist natürlich noch nicht abgeschossen, sondern soll kontinuierlich erweitert werden. So sind Reisende wie Einheimische herzlich eingeladen, am Echo-Archiv mitzuwirken, einen neu entdeckten Echo-Ort zu registrieren oder auf bewährten Routen dem Ruf der Berge zu folgen. Die drei oben benannten Echo-Standorte sind auf der Homepage von Echotopos als rote Punkte auf der Schweizer Landeskarte vermerkt und gelten somit als verifizierte Standorte.

Das Echo-Archiv ist seit dem 14. August 2015 online unter www.echotopos.ch erreichbar und als kostenlose App für iPhone und Android downloadbar.

Das Flüchtlingsthema und praktische Aspekte des Helfens in einem Special der Stiftung Warentest

Das Flüchtlingsthema ist allgegenwärtig und auch eine Reiseseite wie diese hier wird sich selbstverständlich damit befassen und zwar im Sinne einer vernünftigen und allgemein menschlichen Willkommenskultur nach dem Motto: „Schade niemandem sondern hilf allen, so gut du kannst“. Auch Stiftung Warentest hat sich aktuell mit einigen Fragen im Zusammenhang des Helfens befasst und dazu ein Special online gestellt. Im Folgenden soll es kurz vorgestellt werden.

Immer mehr Deutsche wollen sich für Flüchtlinge engagieren – doch bei vielen Helfern herrscht Unsicherheit in rechtlichen, versicherungstechnischen oder anderen Fragen. test.de, das Onlineportal der Stiftung Warentest, hat in einem umfangreichen Special aufgelistet, was man bei der Hilfe für Flüchtlinge beachten sollte. Hier kurzgefasst die wichtigsten Punkte:

Thema Spenden: Welche Organisationen sind vertrauenswürdig?

Spenden können Flüchtlingen an vielen Orten helfen: Hier in Deutschland, unterwegs auf der Flucht oder in ihren Herkunftsländern. Eine Orientierung dafür, welche Spendenorganisation vertrauenswürdig ist, bietet das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI). Das DZI hat für test.de eine Liste mit Namen, Adressen und Kontonummern von Organisationen zusammengestellt, die das DZI-Spendensiegel tragen.

Urlaub für ehrenamtliche Helfer?

Einen gesetzlichen Anspruch auf Freistellung haben Ehrenamtliche nicht. Allerdings sollten sie dennoch einen Versuch wagen, sich freistellen zu lassen: Unternehmen fördern häufig das Engagement ihrer Mitarbeiter für gemeinnützige Zwecke.

Thema Versicherungsschutz

Wer sich als Ehrenamtlicher verletzt, ist in der Regel über die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert. Dies gilt, wenn man sich z.B. bei den Kommunen, Wohlfahrtsverbänden oder im Gesundheitswesen engagiert. Jedes Bundesland hat eine private Haftpflicht-Sammelversicherung für seine Ehrenamtlichen abgeschlossen. Wenn keine anderweitige Haftpflicht-Versicherung greift, leistet diese, wenn ein Ehrenamtlicher andere Personen verletzt oder etwas kaputt macht.

Flüchtlinge zu Hause aufnehmen

Wer kurzfristig als Übergangslösung einen Flüchtling bei sich aufnimmt, benötigt keine Zustimmung des Vermieters. Sollen die Flüchtlinge aber langfristig als Untermieter untergebracht werden, ist die Einwilligung des Vermieters erforderlich.

Antwort auf weitere Fragen im Special

Weitere Informationen des Specials zeigen, wie sich Spenden und Unterhaltszahlungen von der Steuer absetzen lassen, wie Freiwillige ohne besondere Vorkenntnisse, aber auch Ärzte, Lehrer, Dolmetscher und Rechtsanwälte sich nützlich machen können und welche Fortbildungen es für Helfer gibt.

Das ausführliche Special Flüchtlinge ist unter www.test.de/fluechtlinge abrufbar.

Zwei mal den Harz überqueren an einem Wochenende

Für Wanderer mit ein bisschen Kondition gibt’s vom 26. bis 27. September wieder ein spannendes Wanderwochenende mit zwei Harzüberquerungen. Ausgangspunkt beider Touren mit jeweils 30 Kilometern Länge ist Bad Harzburg. Trophäensammler finden unterwegs neun Stempelstellen für die Harzer Wandernadel.

Die erste Tour beginnt am Samstag, 26. September um 9.00 Uhr am Wandertreff Haus der Natur. Auf der Route von rund 30 Kilometern, bei der etwa 1150 m Anstiege und 880 m Abstiege zu bewältigen sind, werden die Ettersklippe, das Molkenhaus, das Eckertal, die Eckertalsperre, der Scharfenstein passier und die Brockenkuppe in 1141 Metern Höhe erreicht. Nach einer Einkehr zum Stärken wird über das Eckerloch und die Schnarcherklippen nach Braunlage gewandert. Von dort aus geht es per Linienbus zurück nach Bad Harzbureg, wo die Teilnehmer der Tour gegen 18.30 Uhr ankommen werden.

Nach einer sicherlich ruhigen Nacht wird am Sonntag, 27. September, um 9 Uhr wieder am Wandertreff Haus der Natur gestartet. Mit dem Linienbus geht es nach Braunlage. Dort beginnt die Wanderung von ca. 30 Kilometern mit diesmal ca. 665 m Anstiege und 970 m Abstiege. Über den Ring der Erinnerung in Sorge sowie Hohegeiß und den Dreiländerstein am Jägerfleck führt die Tour nach Ellrich. Von dort wird mit Taxen nach Braunlage und dann mit dem Linienbus zurück nach Bad Harzburg gefahren. Die Ankunft in der Kurstadt ist für ca. 20.30 Uhr geplant.

Für die Samstagstour wird eine Teilnehmergebühr von 12,00 € und für die Sonntagstour von 22,00 € erhoben. Darin sind alle angegebenen Bus- und Taxifahrten enthalten. Wer für beide Tage bucht, zahlt für das gesamte Paket 30,00 €.

Weitere Informationen und Anmeldungen sind über die Tourist-Information, Nordhäuser Straße 4, 38667 Bad Harzburg, Tel. (0 53 22) 7 53 30, oder info@bad-harzburg.de möglich. Anmeldeschluss ist am 22. September 2015. Die Anmeldung wird erst durch Eingang der Zahlung der Teilnehmergebühr perfekt und entsprechend bestätigt.

Beide Harzüberquerungen beginnen in der traditionsreichen Kurstadt Bad Harzburg (links). Eine davon geht über den Brocken, der den Reisenden aus der Ferne grüßt (rechts).

Bad HarzburgAm Harz entlang mit Blick zum Brocken

Wiedersehen mit Dubrovnik und Erinnerungen an eine unheimliche Nacht am Meer

Jede Reise nach Dubrovnik erinnert den Großstadtwanderer immer wieder an einen Besuch in der alten Seefahrerstadt vor ungefähr vierzig Jahren. Seinerzeit war der Sommer ziemlich nass und die Fahrt durchs damalige Jugoslawien eine ewige Flucht vor dem Regen. Selbst an der Adria hatte das Wetter große Ähnlichkeit mit einen mitteleuropäischen Herbst aus alten Zeiten.

Dubrovnik – alte Stadt mit mächtigen Mauern

Gut, aktuell ist es eher brüllend heiß. Aber mit Regenschauern kann zwischendurch auch gerechnet werden. Der Großstadtwanderer ist aber wettertechnisch allerhand gewöhnt und lässt sich daher von einem Spaziergang durch diese alte Stadt mit den mächtigen Mauern nicht abhalten. Diese Mauern künden übrigens von jenen Zeiten, als Dubrovnik unter dem Namen Republica Ragusa zu den bedeutenden Seemächten gehörte und sogar Venedig Konkurrenz machen konnte. Zeitweise waren für den dalmatinischen Stadtstaat, der bereits im 15. Jahrhundert als erster die Sklaverei abschaffte sowie den Handel mit Sklaven verbot, 160 Handelsschiffe auf dem Mittelmeer unterwegs. Die Häuser und Palazzi aus jenen glanzvollen Zeiten gehören heute mit der gesamten Stadt zum UNESCO Weltkulturerbe.

Treppenstufen und Stradun

Des Großstadtwanderers Dubrovnik Tour ist zunächst ein Abstieg über zahllose Treppenstufen. Dann endlich steht er auf den spiegelblank polierten Steinplatten des Stradun, dem zentralen Platz der Stadt. Ursprünglich war hier mal ein Meereskanal gewesen, der die romanische Inselsiedlung Ragusa von der auf dem Festland gelegenen Slavensiedlung Dubrovnik trennte. Doch die Bewohner der beiden Orte vertrugen sich schon bald sehr gut miteinander, schütteten im 11 Jahrhundert den Kanal zu und machten daraus allmählich den Mittelpunkt der aus den vereinigten Siedlungen entstandenen Stadt. Hier war der Ort der Geschäfte und Feste und heute ist es ein Tummelplatz für Touristen aus der ganzen Welt, die gekommen sind, um die alte Pracht zu bewundern.

seget donji 114Unheimliche Nacht an der Adria

Des Großstadtwanderer hingegen ist auf der Suche nach einer quietschenden Blechtür in der alten mächtigen Mauer, durch die er vor vierzig Jahren ans Meer gelangte. Dort hockte er stundenlang, von alten Segelschiffen träumend, auf einem dicken Stein. Als er endlich wieder in der Neuzeit auftauchte, war es längst dunkel geworden und die Blechtür verschlossen. Alles Klopfen und Brüllen half nichts, kein Mensch hörte den Ausgesperrten. Weil es auch noch keine Handys gab mit denen er Hilfe hätte herbeirufen können, musste er eine ganze Nacht auf jenen feuchten Steinen ausharren. Er kam sich vor wie ein Schiffbrüchiger und hatte ständig Angst, von einer großen Welle in die Weiten oder Tiefen der Adria gerissen zu werden. Ein nettes kleines Abenteuer, das zum Glück keine Neuauflage erlebt, weil der diese blöde Tür nicht wiederfindet…

Und für Alle, die auch mal eine Dubrovnik Reise planen, gibt’s hier einige interessante Infos. Von der ominösen Blechtür in der mächtigen Mauer steht aber nichts drin…

Große Botticelli-Ausstellung in der Gemäldegalerie Berlin

Sandro Botticelli (1445-1510) zählt zu den bedeutendsten Künstlern der Renaissance. Wenige Alte Meister sind heute so populär wie dieser Maler aus Florenz. Dabei war der Schöpfer der berühmten Venus nach seinem Tod zunächst in Vergessenheit geraten. und wurde erst im 19. Jahrhundert von den englischen Präraffaeliten wiederentdeckt. Inzwischen ist Botticelli ein Begriff geworden, der gar nichts mehr mit Malerei zu tun haben muss, sondern z. B. auch mit Mode und Lifestyle.

Nun kommt der alte Florentiner mit geballter Ladung nach Berlin. Eine Botticelli-Ausstellung mit zahlreichen seiner Werke plus deren Interpretation per Zeichnung, Foto und Video ist ab dem 24. September für vier Monate in der Gemäldegalerie zu sehen. Damit verfügt Berlin über die meisten Botticelli-Werke außerhalb der Uffizien in Florenz. Die Ausstellung wird sich auch mit dem Gebrauch seiner Werke in der heutigen Markenwelt auseinandersetzen. Weiteres gibt’s hier…