Radebeul bei Dresden: Treppenlauf zum Spitzhaus

Diesmal ist der Großstadtwanderer zusammen mit der geheimnisvollen Besucherin nach Radebeul bei Dresden gefahren – aber nicht, um Old Shatterhand oder den Alten vom Tann in der Villa Bärenfett zu besuchen. Auch das sehenswerte Zeitreise Museum mit seiner alle möglichen Gebiete des Alltags umfassenden DDR-Sammlung steht ausnahmsweise mal nicht im Vordergrund. Nein, diesmal ist Treppensteigen angesagt – allerdings nicht in irgendeinem imposanten Gebäude, sondern unter freiem Himmel am Goldenen Wagen vorbei Richtung Spitzhaus.

Treppenaufsteig am Goldenen Wagen vorbeiTreppauf Richtung Spitzhaus

Selbiges thront weit oben über einem denkmalgeschützten Weinberg der Lößnitz und lockt mit den entsprechenden Getränken sowie köstlichen Speisen. Grund genug für den Großstadtwanderer und die geheimnisvolle Besucherin, die 397 Stufen des historischen Aufstiegs mal eben unter die Sohlen zu nehmen. Ist übrigens eine weltberühmte Treppe, denn hier findet alljährlich der härteste Treppenlauf der Welt statt. Dabei müssen die Sportler innerhalb von 24 Stunden hundert Mal hoch und runter traben.

Nicht die Gebäude sondern lediglich die Treppe ließ ein gewisser August, genannt der Starke errichten. Er wollte nämlich mit dem starken Ausblick, den man von oben hat, vor seinen Besuchern ein bisschen angeben. Zum selber Hochlaufen war er aber nicht stark genug – dafür hatte er Sänftenträger. In den Besitz des Spitzhauses kam der alte August übrigens durch die von ihm zuerst vernaschte und dann eingesperrte Gräfin Cosel, die es vorher von irgendeinem Gönner geschenkt bekam.

Blick über die WeinbergeDer Ausblick von Oben über das Elbtal bis nach Dresden ist allerdings wirklich stark und für heutige Besucher ein triftiger Grund, die geringen Strapazen des Aufstiegs ganz ohne Sänftenträger und gut gelaunt zu genießen. Dazu lockt natürlich auch die Küche des Spitzhauses, die so leckere Sachen wie Schweinefilet unter Senfkruste zubereitet. Und für alle, die nach dem Erklimmen der 397 Stufen statt Wein erst mal was gegen den Durst brauchen, gibts natürlich auch ein schwarzes Bergbier. Die geheimnisvolle Besucherin verschmäht zunächst beides und verlang auf der Stelle erst mal einen Humpen klares Wasser…

Spitzhaus

Ach ja: All Jene, die nicht ganz so genusssüchtig sind oder im Gegensatz zu den Protagonisten dieser kleinen Story über die notwendigen Adleraugen verfügen, finden natürlich auch einen Weg zum Spitzhaus, der mit dem Auto befahren werden kann.

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