Wiedersehen mit Dubrovnik und Erinnerungen an eine unheimliche Nacht am Meer

Jede Reise nach Dubrovnik erinnert den Großstadtwanderer immer wieder an einen Besuch in der alten Seefahrerstadt vor ungefähr vierzig Jahren. Seinerzeit war der Sommer ziemlich nass und die Fahrt durchs damalige Jugoslawien eine ewige Flucht vor dem Regen. Selbst an der Adria hatte das Wetter große Ähnlichkeit mit einen mitteleuropäischen Herbst aus alten Zeiten.

Dubrovnik – alte Stadt mit mächtigen Mauern

Gut, aktuell ist es eher brüllend heiß. Aber mit Regenschauern kann zwischendurch auch gerechnet werden. Der Großstadtwanderer ist aber wettertechnisch allerhand gewöhnt und lässt sich daher von einem Spaziergang durch diese alte Stadt mit den mächtigen Mauern nicht abhalten. Diese Mauern künden übrigens von jenen Zeiten, als Dubrovnik unter dem Namen Republica Ragusa zu den bedeutenden Seemächten gehörte und sogar Venedig Konkurrenz machen konnte. Zeitweise waren für den dalmatinischen Stadtstaat, der bereits im 15. Jahrhundert als erster die Sklaverei abschaffte sowie den Handel mit Sklaven verbot, 160 Handelsschiffe auf dem Mittelmeer unterwegs. Die Häuser und Palazzi aus jenen glanzvollen Zeiten gehören heute mit der gesamten Stadt zum UNESCO Weltkulturerbe.

Treppenstufen und Stradun

Des Großstadtwanderers Dubrovnik Tour ist zunächst ein Abstieg über zahllose Treppenstufen. Dann endlich steht er auf den spiegelblank polierten Steinplatten des Stradun, dem zentralen Platz der Stadt. Ursprünglich war hier mal ein Meereskanal gewesen, der die romanische Inselsiedlung Ragusa von der auf dem Festland gelegenen Slavensiedlung Dubrovnik trennte. Doch die Bewohner der beiden Orte vertrugen sich schon bald sehr gut miteinander, schütteten im 11 Jahrhundert den Kanal zu und machten daraus allmählich den Mittelpunkt der aus den vereinigten Siedlungen entstandenen Stadt. Hier war der Ort der Geschäfte und Feste und heute ist es ein Tummelplatz für Touristen aus der ganzen Welt, die gekommen sind, um die alte Pracht zu bewundern.

seget donji 114Unheimliche Nacht an der Adria

Des Großstadtwanderer hingegen ist auf der Suche nach einer quietschenden Blechtür in der alten mächtigen Mauer, durch die er vor vierzig Jahren ans Meer gelangte. Dort hockte er stundenlang, von alten Segelschiffen träumend, auf einem dicken Stein. Als er endlich wieder in der Neuzeit auftauchte, war es längst dunkel geworden und die Blechtür verschlossen. Alles Klopfen und Brüllen half nichts, kein Mensch hörte den Ausgesperrten. Weil es auch noch keine Handys gab mit denen er Hilfe hätte herbeirufen können, musste er eine ganze Nacht auf jenen feuchten Steinen ausharren. Er kam sich vor wie ein Schiffbrüchiger und hatte ständig Angst, von einer großen Welle in die Weiten oder Tiefen der Adria gerissen zu werden. Ein nettes kleines Abenteuer, das zum Glück keine Neuauflage erlebt, weil der diese blöde Tür nicht wiederfindet…

Und für Alle, die auch mal eine Dubrovnik Reise planen, gibt’s hier einige interessante Infos. Von der ominösen Blechtür in der mächtigen Mauer steht aber nichts drin…

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s